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Bad Ischler Dialog: Thyssen will Sozialpartnern in Europa mehr Gewicht verleihen

Österreichs Sozialpartnerschaft als Vorbild  - auch beim      Umgang mit Integration und Migration

"Europa kann von Österreich lernen, was gute Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten angeht", sagte Marianne Thyssen, EU-Kommissarin für Beschäftigung, Soziales und Integration, in einer Videobotschaft anlässlich der Eröffnung des Bad Ischler Dialogs der Sozialpartner 2016. Die EU-Kommissarin lobte ausdrücklich die Arbeit und das Wissen der Sozialpartner in Österreich und kündigte an, dass die EU-Kommission den Sozialpartnern künftig mehr Gewicht verleihen wolle.

"Wir wünschen uns einen starken sozialen Dialog in Europa. Aber dafür braucht es auch einen starken sozialen Dialog auf nationaler Ebene", betonte Thyssen. Hier brauche es deutliche Verbesserungen, zumal in einigen Mitgliedstaaten die Sozialpartner keine bedeutende Rolle spielen und daher auch nicht in der Lage sind, echte Lösungen zu liefern. Auch in der Krise habe sich gezeigt, wie viel leichter sich schwierige Situationen meistern lassen, wenn es eine starke Sozialpartnerschaft gibt.

Bei der Integration von Geflüchteten sind daher für Thyssen auch die Sozialpartner gefordert. "Die Integration ist eine der größten Herausforderungen, vor der wir derzeit stehen", erklärte die EU-Kommissarin. Einen Job zu finden, sei fundamental, um in einem neuen Land Teil der Wirtschaft und des sozialen Lebens zu werden. Daher lobte Thyssen ausdrücklich Mentoring-Programme, wie es sie in Österreich für MigrantInnen gibt. Die Erfahrungen, die dabei gemacht wurden, sollten unbedingt mit anderen EU-Staaten geteilt werden. Die Kosten des Nicht-Handelns bei der Integration von MigrantInnen seien höher als die Kosten des Handelns. "Von einer gelungenen Integration profitieren alle", so die EU-Kommissarin. (PWK /WKÖ/ÖGB/AK/LK))

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