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Wenn Stephen Hawking nicht mehr ins Internet könnte ...

„Certified WebAccessibility Experts“: Bundesministerin Karmasin überreichte die Zertifikate an die österreichweit ersten Experten für barrierefreies Webdesign

„Stephen Hawking ist einer der bedeutendsten Wissenschaftler unserer Zeit. Seine Theorien zum Universum haben das Bild, das wir uns von der Welt machen, verändert. Seit 1968 ist Hawking auf einen Rollstuhl angewiesen, er kann seine Hände nicht bewegen, er kann nicht mehr sprechen – und dennoch ist er in der Lage, zu forschen und brillante Theorien zu entwickeln“: An Stephen Hawkings Beispiel erläutert Alfed Harl, Obmann des Fachverbands Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (kurz UBIT) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), gerne die Bedeutung von barrierefreiem Zugang ins World Wide Web. „Hawkings Leistung wurde nur dank sehr weitreichender Barrierefreiheit möglich. Das soll ein Ansporn für uns sein. Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben, das Web zu nutzen. Dafür wollen wir in Österreich die Voraussetzungen schaffen.“ 

Der Lehrgang „WebAccessibility – Barrierefreies Webdesign“ 

Der incite-Lehrgang „WebAccessibility – Barrierefreies Webdesign“ der UBIT-Akademie incite ist ein Beitrag dazu.  An drei intensiven Einzeltagen liefert er das wichtige Experten-Know-how, um Websites professionell barrierefrei zu gestalten. Dieser Lehrgang wurde gemeinsam mit der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs und der Österreichischen Computergesellschaft (OCG) entwickelt. Lehrgangsleiter Klaus Höckner dazu: „Barrierefreiheit wird meist nur mit Gebäuden assoziiert. Durch zugängliche Websites, Dokumente, Programme und Apps wird das Tor zu einer selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Lebensweise für Menschen mit Behinderungen weit aufgestoßen.“ Das ergänzt OCG-Präsident Markus Klemen: “Digitale Inklusion ist uns als OCG ein wichtiges Anliegen, darum haben wir uns auch gerne in das Vorhaben eingebracht. Die Zertifizierungsmöglichkeit ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“ 

Premiere: Das sind die österreichweit ersten „Certified WebAccessibility Experts“ 

Insgesamt neun Damen und Herren sind die österreichweit ersten „Certified WebAccessibility Experts“: Markus Angermann, Susanne Buchner-Sabathy, Klaus Höckner, Hartwig Krebitz, Cristian Livadaru (alle aus Wien), Johanna Hirschmugl, Marianna Raters-Salchinger, Helmut Schmidt (Steiermark) sowie Verena Mitterlehner (Oberösterreich).

Und jüngst überreichte Sophie Karmasin, Bundesministerin für Familien und Jugend, in feierlichem Rahmen das „Certified WebAccessibility Expert“-Zertifikat.  

Gemeinsam mit UBIT-Fachverbandsobmann Alfred Harl, incite-Geschäftsführer Alfons Helmel, Geschäftsführer der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs Klaus Höckner  und OCG-Präsident Markus Klemen betonte Ministerin Karmasin die Wichtigkeit dieser Zertifizierung für die Digitalisierung und die barrierefreie Alltagsgestaltung: „Barrierefreiheit ist Teil eines Gesamtkonzepts – es geht hier nicht nur um bauliche Maßnahmen sondern auch darum, unsere digitalen Lebenswelten allen Nutzerinnen und Nutzern verfügbar und attraktiv zu machen. Das Zertifikat ist daher ein wichtiger Schritt für mehr Qualität in diesem Themenbereich, und durch den gemeinsamen Austausch können wir die noch bestehenden Herausforderungen besser meistern.“ 

Barrierefreies Webdesign 

Barrierefreies Webdesign bedeutet, Webseiten so zu gestalten, dass jeder sie nutzen und lesen kann. Eine barrierefreie Website ist für jeden Benutzer unabhängig von der Art des Zuganges und der technischen Ausstattung in vollem Umfang zugänglich und nutzbar. Denn Tatsache ist: Bestimmte Techniken der Programmierung bilden „Barrieren“ für den Zugang zum Internet. Dies können z. B. für blinde Menschen fehlende Texte zur Beschreibung von Grafiken sein, für sehbehinderte User eine unglückliche Auswahl der Farbkombinationen, oder allgemein unklar strukturierte Webseiten, nicht bedienbare Navigationsmechanismen u.a.m. Wenn Webgestalter auf eine gute Programmierung achten, erleichtern sie allen Menschen das Surfen im Netz, anstatt sie zu behindern. 

Businesschancen für IT-Berater 

Das World Wide Web hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Informationssysteme entwickelt. Bei dieser Entwicklung wurde meist nicht auf Menschen mit Behinderung Rücksicht genommen. Aber gerade für diese Personengruppe ist der Zugang zum World Wide Web von besonderer Bedeutung. Er eröffnet nie da gewesene Möglichkeiten, wie Erleichterungen im Alltag, neue Perspektiven im Berufsleben und die Führung eines selbstbestimmten Lebens. Um Menschen mit Behinderungen bei der Gestaltung von Webauftritten nicht auszuschließen, bedarf es des Wissens über barrierefreies Webdesign. 

Alfred Harl: „Nach zehnjähriger Übergangsfrist, die die bauliche Barrierefreiheit betroffen hat, müssen Unternehmen seit 1.1.2016 vollständig barrierefrei sein, d. h. auch einen barrierefreien Zugang zu Websites ermöglichen.“ Alfons Helmel ergänzt: „Gefordert sind hier IT-Experten mit entsprechendem Qualitätsnachweis. Dieser wird durch die Zertifizierung ‚Certified WebAccessibility Expert‘ der UBIT-Akademie incite gewährleistet und schafft Transparenz am Markt.“ (JR)

v.l: Markus D. Klemen, Alfons H. Helmel, Susanne Buchner-Sabathy, Klaus Höckner, Helmut Schmidt, Sophie Karmasin, Markus Angermann, Marianna Raters-Salchinger, Verena Mitterlehner, Hartwig Krebitz, Alfred Harl (credit: Aigner/BMFJ)
v.l: Markus D. Klemen, Alfons H. Helmel, Susanne Buchner-Sabathy, Klaus Höckner, Helmut Schmidt, Sophie Karmasin, Markus Angermann, Marianna Raters-Salchinger, Verena Mitterlehner, Hartwig Krebitz, Alfred Harl (credit: Aigner/BMFJ)

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