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Der Medizinproduktehandel: gut aufgestellt für die Zukunft

Neuer Lehrberuf Medizinproduktekaufmann – Imagefilm und Marketingmaßnahmen – Die Rolle des Medizinproduktehandels in einem dynamischen gesundheitswirtschaftlichen Umfeld – Herausforderungen für die Zukunft

Seit Jahresbeginn steht mit dem neuen Lehrberuf Medizinproduktekaufmann/-frau engagierten jungen Menschen ein modernes, attraktives und zukunftssicheres Berufsbild im Rahmen der dualen Ausbildung zur Verfügung. Der neue Lehrberuf soll insbesondere Lehrlinge mit Interesse an Medizin, Technik, Forschung und Naturwissenschaft ansprechen. Der Fokus der Ausbildung richtet sich auf fundierte Grundlagen in den Bereichen medizinische Grundkenntnisse, Produktwelten, rechtliche Rahmenbedingungen, Hygiene- und Qualitätsmanagement sowie Service und Verkauf. Die Ausbildung beträgt drei Jahre und schließt mit der Lehrabschlussprüfung ab. Neben Ausbildungsstandorten voraussichtlich in Niederösterreich, Burgenland, Salzburg, Steiermark und Wien wird der Lehrberuf in der Berufsschule 7 in Linz, Oberösterreich, ausgebildet.

Gute Erfahrungen mit vertrauten Schulpartnern

„Die Berufsschule 7 in Linz steht als starker Partner auf schulischer Ebene zur Verfügung, da in den vergangen Jahren bereits Erfahrungen im Bereich des Handels mit Produkten des ärztlichen Bedarfs gesammelt werden konnten. Mit der Ausbildungsordnung für den neuen Lehrberuf Medizinprodukte-kaufmann/-frau haben wir nun einen rechtlichen Rahmen und können unsere Kompetenz optimal weiterentwickeln und unseren Schülern vermitteln“, so Thomas Mitterlehner, Direktor der Berufsschule 7 in Linz. Darüber hinaus könnte über die Fachhochschule Medizintechnik in Oberösterreich auch eine hervorragende Perspektive für die Weiterqualifikation entstehen.

„Der neue Lehrberuf stellt eine hochwertige Ausbildung sicher, um die Qualitätsstandards der Branche zu gewährleisten. Eines der obersten Ziele des Medizinproduktehandels ist die Förderung und Sicherstellung von qualitativ hochwertigen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für MitarbeiterInnen sowohl der Mitgliedsunternehmen als auch der Partner, da insbesondere im Gesundheitswesen bestens geschultes Personal unumgänglich ist“, meint Alexander Hayn, Obmann des Bundesgremiums des Foto-, Optik- und Medizinproduktehandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und des Landesgremiums Wien, zum neuen Lehrberuf.

Imagefilm – Marketingmaßnahmen – Teilnahme bei der BeSt³

Zur Bewerbung des neuen Lehrberufs werden diverse Marketingmaßnahmen gesetzt. Ein zielgruppengerechtes, sympathisches Image-Video soll Aufmerksamkeit schaffen und wird sowohl in Wiener Kinos als auch auf Social-Media-Kanälen entsprechend breit für den neuen Lehrberuf werben.

Ein eigener Infostand auf der BeSt³ 2016 (3. – 6. März 2016 in der Wiener Stadthalle) bietet die Möglichkeit für persönliche Gespräche und individueller Beratung für interessierte Jugendliche.   

Der Medizinproduktehandel – Zahlen, Daten, Fakten

Rund 1.800 Medizinproduktehändler mit ca. 13.000 Beschäftigten generieren jährlich einen Umsatzerlös von etwa 4,6 Milliarden Euro. In Wien gibt es derzeit 579 aktive Medizinprodukteunternehmen, wovon 391 Arbeitgeberbetriebe sind. Der Medizinproduktehandel bedient im Wesentlichen alle Einrichtungen des Gesundheitsmarktes wie Krankenhäuser, Pflegeheime, Rehabilitationszentren und Diagnostiklabors, aber auch Apotheken, Drogeriemärkte, Physiotherapie und Wellness gehören begleitend zu den stetig wachsenden Märkten.

Die Rolle des Medizinproduktehandels in einem dynamischen Umfeld

  • Garant für logistische Grundversorgung
    Die Versorgungssicherheit spielt in der Medizinprodukte-Branche eine wichtige Rolle. Es wird speziell darauf geachtet, dass die Verfügbarkeit von Ersatz- und Gebrauchsmaterialien jederzeit gegeben ist, und bei Reklamationen ein schneller Austausch passiert.  

  • Vorreiterrolle bei Forschung & Entwicklung
    Mit der Entwicklung neuer Gesundheitslösungen sowie der Weiterentwicklung bewährter Produkte tragen Medizinprodukte-Unternehmen wesentlich zum medizinischen Fortschritt bei und setzen maßgebliche Innovationsimpulse. Durch die starke Innovationskraft sind hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards garantiert. Die Unternehmen bieten darüber hinaus auch Unterstützung bei der Durchführung von klinischen Studien und in ihrem jeweiligen Bereich attraktive Forschungsmöglichkeiten an.

  • Antreiber zur Entlastung und Effizienzsteigerung im Gesundheitswesen
    Die Produkte und Dienstleistungen der Medizinprodukte-Unternehmen führen zu kürzeren Krankenhausaufenthalten, kürzerer Heilungsdauer und zu verbesserten Prozessen. Dadurch werden Ressourcen gespart bzw. effizienter eingesetzt. Viele Interventionen, die früher langer Krankenhausaufenthalte bedurften, werden heute tagesklinisch oder ambulant durchgeführt. Innovative Produkte und Verfahren verkürzen die Heilungsdauer und damit Krankenstände. 

Herausforderungen für die Zukunft

  • Standortsicherung: Dringend jene politischen Rahmenbedingungen schaffen, die die gewachsene Struktur und das gesunde Unternehmensumfeld der Medizinprodukte-Branche erhalten und diese nicht durch einseitige Maßnahmen zur Kostendämpfung aufs Spiel setzen.

  • Health-in-all-Policies: Ressortübergreifende Zusammenarbeit der Ministerien sowie zwischen dem Bund, den Ländern, der Sozialversicherung und der Medizinproduktebranche fördern.

  • Öffentliche Ausschreibungen: Im Hinblick auf die neue EU-Richtlinie für die öffentliche Auftragsvergabe ist neben dem Preis auch die Qualität als messbares, objektives und verbindliches Zuschlagskriterium festzulegen. Statt dem Billigstbieterprinzip soll laut dem Bestbieterprinzip mit der Wahl des „wirtschaftlich günstigsten Angebots“ die Basis für eine hochwertige Patientenversorgung geschaffen werden.

  • Versorgungssicherheit / Verfügbarkeit von Innovationen: Weg aus dem Dogma der Mindestversorgung hin zu einer niederschwelligen State-of-the-Art-Versorgung.

    v.l: Thomas Mitterlehner (Direktor der Berufsschule 7/Linz), Alexander Hayn (Obmann des Bundesgremiums Medizinproduktehandel) und Andrea Nagel (credit: WKW/Handel/Erich Plessberger)
    v.l: Thomas Mitterlehner (Direktor der Berufsschule 7/Linz), Alexander Hayn (Obmann des BG Medizinproduktehandels) und Andrea Nagel (Allomedica GmbH), credit: WKW/Handel/Erich Plessberger

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