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Preis-Diktat von Booking.com & Co. vor dem Aus!

WKÖ & ÖHV: Langjährige Branchen-Forderung wird umgesetzt: Wirtschaftsministerium korrigiert Schieflage bei Bestpreisklausel per Gesetz

Als großen Schritt in die richtige Richtung für Österreichs Tourismus begrüßen die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) die Initiative von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, die Schieflage bei der Bestpreisklausel per Gesetz zu korrigieren.

Damit wird einer vordringlichen Forderung der Branche Rechnung getragen, so Bundesspartenobfrau Petra Nocker-Schwarzenbacher und ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer, die schon seit Langem eine Lösung auf Gesetzesebene propagieren. „Hoteliers und Buchungsplattformen sind nun endlich Geschäftspartner auf Augenhöhe“, freut sich Siegfried Egger, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Das Ministerium folgt damit dem Beispiel von Deutschland und Frankreich. „Jährlich fließen rund 200 Mio. Euro an Buchungsprovisionen an internationale Multis. Das trifft nicht nur die Hotels, sondern schadet auch dem Standort“, so die Branchensprecher.

Vor dem Hintergrund der politischen Turbulenzen der letzten Tage wünschen sich die Interessenvertreter Einigkeit: „Für die Branche ist das eine der wichtigsten Entscheidungen der letzten Jahre. Hier geht es um das größere Ganze – Österreichs Tourismus“, streicht Reitterer hervor. „Fairer Wettbewerb ist mehr als ein Signal, er ist entscheidend für die Wirtschaftlichkeit der Betriebe. Deshalb gilt es jetzt, dass alle Beteiligten geschlossen den Vorschlag des Wirtschaftsministers unterstützen“, ergänzen Nocker-Schwarzenbacher und Egger.

Bundesparte Tourismus und Freizeitwirtschaft

Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich ist die solidarische Interessenvertretung für über 90.000 Tourismusbetriebe aus den Branchen Gastronomie, Hotellerie, Freizeit-und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur- und Vergnügungsbetriebe sowie Gesundheitsbetriebe. 600.000 Arbeitsplätze (jeder 5. Vollzeitarbeitsplatz) hängen direkt oder indirekt von Tourismus und Freizeitwirtschaft ab (WIFO).

Fachverband Hotellerie

Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt 17.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,05 Millionen Betten. Mit über 37 Millionen Ankünften und knapp 132 Millionen Nächtigungen leistet die heimische Hotellerie einen wesentlichen Beitrag zur direkten und indirekten Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Höhe von rund 48,8 Milliarden Euro. Das sind 14,8 Prozent des BIP.

ÖHV

Die ÖHV vertritt mehr als 1.350 Top-Hotels mit 160.000 Betten. Diese repräsentieren rund 2/3 der 4- und 5-Sterne-Hotels in Österreich. Sie decken mit 47,6 Mio. Nächtigungen rund 36 % der Übernachtungen in der österreichischen Hotellerie ab und beherbergen 41,3 % der internationalen Gäste.

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