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Finanzplatz Österreich: Studie zeigt weiteres Entwicklungspotential auf

Rudorfer: Studie zum Finanzplatz Österreich unterstreicht Notwendigkeit des Maßnahmenpaketes der Bundesregierung vom Juli.

Ein leistungsfähiger Finanzplatz ist entscheidend für Wachstum und Stabilität eines Landes. Insbesondere wohlhabende und innovative Länder brauchen ein hoch entwickeltes Finanzsystem. Das bestätigt eine aktuelle Studie von Christian Keuschnigg (Universität St. Gallen und Wirtschaftspolitisches Zentrum Wien), die gestern Abend (29.8.2016) vorgestellt wurde. Für den österreichischen Finanzplatz stellt Keuschnigg in der Studie zehn Thesen rund um die Themen Regulierung, Besteuerung und institutionelle Reformen auf.  

Beschäftigung entstehe mit Investitionen, und Investitionen benötigen Finanzierung. „Die Notwendigkeit eines wettbewerbsfähigen Finanzplatzes für Wachstum, Beschäftigung und Stabilität ist gerade heute besonders hoch. Mit einem ehrgeizigen Reformprogramm können Wachstum und Stabilität der heimischen Wirtschaft weiter gestärkt werden“, so Keuschnigg. Wachstum setzt stabile Finanzierung voraus. Um Haushalten und Unternehmen passende Finanzierungsmöglichkeiten bieten zu können, braucht es wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für Banken und einen liquiden Kapitalmarkt. „Die Studie zeigt, wie wichtig wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für Banken sind. Sie unterstreicht klar Richtigkeit und Wichtigkeit der Beschlüsse der Bundesregierung vom Juli, allen voran die Anpassung der Bankenabgabe an europäische Gegebenheiten. Damit hat die Bundesregierung auch ein überzeugendes Signal für einen wettbewerbsfähigen Finanzplatz und zusätzliche Wachstumsimpulse gesetzt“, so Franz Rudorfer, Geschäftsführer Bundessparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). 

Kapitalmärkte ausbauen, um den Wachstumsmotor anzukurbeln

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die steuerliche Diskriminierung von Eigenkapital beseitigt werden müsse, wenn Österreich als Innovationsvorreiter in einer internationalen Liga mitspielen möchte. „Die steuerliche Gleichstellung von Fremd- und Eigenkapital ist ein wichtiger Schritt, auch Klein- und Mittelbetrieben in Österreich den Weg an die Börse zu ebnen. Die damit ausgelösten Investitionen – ohne neue Verschuldung – sind der Wirtschaftsimpuls den wir jetzt brauchen“, unterstrich Ludwig Nießen, Vorstandsmitglied der Wiener Börse. 

„Auf dem österreichischen Kapitalmarkt fehlen ausreichend attraktive Rahmenbedingungen für große, institutionelle Anleger, wie beispielweise Pensionskassen und Versicherungen. Um in Österreich den Wachstumsmotor anzukurbeln, gilt es, den Kapitalmarkt auszubauen. Wie die Keuschnigg-Studie erkennen lässt, ist das Finanzierungsvolumen der Kapitalmärkte zu gering“, erklärte Andreas Zakostelsky, Mitglied des Finanzausschusses des Österreichischen Nationalrates. Vor allem innovative Unternehmen und Branchen haben ein höheres Risiko und brauchen daher mehr Eigenkapital als andere. Erst mit mehr Eigenkapital wird auch mehr Kredit möglich, um Investitionen zu finanzieren. Deshalb spielen die Kapitalmärkte in Innovationsländern eine stärkere Rolle als in anderen. Zakostelsky: „Wenn Österreich hier aufschließen möchte, führt kein Weg an weiteren Reformen im Finanzbereich vorbei. Um dies mit Nachdruck zu verfolgen, schlage ich die Wiedereinführung eines Kapitalmarktbeauftragten der Bundesregierung vor“.  

Die Initiative „Finanzplatz Österreich“ ist ein Zusammenschluss aus rund 20 namhaften Akteuren am österreichischen Finanzplatz, von heimischen Banken bis zur Wiener Börse, ebenso wie Versicherungen und Pensionskassen.

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