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Kuba: Große Erwartungen – mittelfristig gute Chancen

Positive Bilanz der ersten Marktsondierungsreise seit Jahrzehnten

Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) organisierte vom 13. bis 17. Dezember 2015 die erste Marktsondierungsreise österreichischer Firmen nach Kuba seit Jahrzehnten. Gemeinsam mit WKÖ-Vizepräsident Christoph Matznetter machten sich 32 Firmenvertreter aus Anlass des Arbeitsbesuches von Bundesminister Gerhard Stöger ein persönliches Bild von den Veränderungen auf Kuba seit Beginn des Tauwetters mit den USA vor genau einem Jahr.

Hunderte Investoren zeigten Interesse

Erster Programmpunkt war der Besuch des neuen Containerumschlaghafens in Mariel. Die von Brasilien um 900 Mio. Dollar finanzierte und gebaute Megainfrastruktur ist für Schiffe der Postpanamaklasse geeignet. Rundherum wird intensiv an der Aufschließung der 465 km2 großen Sonderwirtschaftszone ZEDM für Auslandsinvestoren gearbeitet. „Beeindruckend ist die Größe des Areals ebenso wie der sichtbare Baufortschritt der ersten Umsetzungsphase. Kuba schafft sich an dem Platz das neue Tor zur Welt und zeigt eindrucksvoll seinen Willen zur Öffnung“, so Friedrich Steinecker, für Kuba zuständiger österreichischer Wirtschaftsdelegierter aus Mexiko, der die österreichische Wirtschaftsdelegation leitete. Sieben Investoren haben bereits zugesagt, hunderte haben im abgelaufenen Jahr Interesse gezeigt, warten aber mit der Entscheidung noch zu.

Geschäftschancen, Kontakte, Havannah

Der zweite Arbeitstag war dem Wirtschaftsforum Kuba–Österreich im legendären Hotel Nacional in Havanna gewidmet. Rund 80 kubanische Teilnehmer aus Ministerien, Wirtschaftsbetrieben und Außenhandelsfirmen zeigten reges Interesse am Angebot der österreichischen Teilnehmer. In über 100 Einzelgesprächen konnten zahlreiche konkrete Geschäftschancen ausgelotet werden. Der Schwerpunkt lag dabei auf den Gebieten Infrastruktur, Energieversorgung, Lebensmittelindustrie und öffentliche Dienste. Das Austrian Institute of Technology AIT war mit einem vielbeachteten Fachvortrag zum Thema „Smart City“ präsent.

Einhelliger Tenor: Kuba hat Potenzial

An den beiden Folgetagen kam es neben vielen weiteren Einzelgesprächsterminen in Begleitung von Minister Stöger zu Treffen mit den kubanischen Ministern für Wissenschaft, Energie und Bergbau, Transport, Gesundheit, Industrie, Außenhandel und Tourismus.  Viele der anwesenden Unternehmen weckten das direkte Interesse der Minister und konnten im unmittelbaren Anschluss bereits konkrete Gespräche auf Fachebene führen. Einhelliger Tenor der Teilnehmer: die Reise knapp vor Weihnachten habe sich gelohnt. Steinecker: „Für viele ist mehr als ein erster persönlicher Eindruck vom kommenden Potenzial Kubas geblieben. Es winken jedenfalls schon mittelfristig gute konkrete Geschäftsaussichten.“ Bis es so weit ist, sind aber noch einige Zwischenschritte notwendig, denn bis zur formellen Aufhebung des US-Embargos kann es noch einige Zeit dauern. Kuba muss auch noch seine zwei Währungen vereinheitlichen und Zugang zu internationalen Finanzquellen finden. Die Einigung mit dem Club von Paris Anfang Dezember zur Umschuldung von nicht weniger als 11 Mrd. US-Dollar Altlasten ist ein wichtiger Schritt, damit in absehbarer Zeit auch europäische Exportfinanzierungen und Garantien wieder zur Verfügung stehen. Steinecker: „Kuba hat einen gewaltigen Nachholbedarf an Investitionen, angefangen bei Rohstoffen und in der Landwirtschaft bis hin zur Lebensmittelverarbeitung und der Modernisierung seiner Großteils völlig veralteten Industrieanlagen.“ Dazu komme der dringende Ausbau der defizienten Infrastruktur. Ohne Finanzierung kann sich Kuba aber aufgrund der Devisenknappheit vorläufig weiterhin nicht viel leisten. „Kuba hat ein gutes Wachstumspotenzial. Unsere Lieferungen könnten sich in fünf Jahren von derzeit rund 10 Mio. Euro schon auf 50 Mio. und mehr hinbewegen. Es zahlt sich aus, jetzt die ersten Schritte zu setzen, selbst wenn sich der Erfolg erst in einigen Jahren einstellen sollte. Der Zug fährt, zwar langsam noch, aber er nimmt Fahrt auf“, so Steinecker abschließend.

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