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Leitl: 15 Jahre Euro-Bargeld sind eine Erfolgsgeschichte für Österreich

Euro fungierte als Türöffner für Österreichs Exportwirtschaft und brachte Österreich bis dato ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von 9,3 Prozent

Zum Jahreswechsel 2016/2017 jährt sich die Einführung des Euro als Bargeld zum 15. Mal. „Damit verbunden ist der Beginn einer Erfolgsgeschichte für Österreich - und zwar trotz der Finanzkrise 2008/2009 und ihren negativen Folgen auf Wachstum und Schuldenentwicklung“, betont Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl. „Die Euro-Münzen und –Banknoten als gesetzliches Zahlungsmittel in mittlerweile in 19 EU-Ländern sind nicht nur greifbare Symbole der europäischen Integration. Der Euro ist auch die zweitwichtigste Reservewährung der Welt und ein bedeutender Türöffner für die heimische Exportwirtschaft.“

Grenzüberschreitender Handel und grenzüberschreitende Investitionen innerhalb des Euroraums sind nicht zuletzt dank des Wegfalls von Wechselkursschwankungen bzw. –risiken und der damit verbundenen Kosten deutlich gestiegen.  Mehr als die Hälfte aller österreichischen Exporte geht inzwischen in den Euroraum, wodurch rund eine halbe Million Arbeitsplätze in Österreich gesichert werden.

Österreich ist ein Gewinner der Währungsunion

Wie eine WIFO-Studie zeigt, zählt Österreich als kleines exportorientiertes Land innerhalb der Währungsunion zu den größten Gewinnern der Währungsunion. Demnach legte das rot-weiß-rote Wirtschaftswachstum durch den Euro zwischen 1999 (dem Zeitpunkt der Einführung als Buchgeld) und 2015 kumuliert um 9,3 Prozent zu. Entgegen manchen Vermutungen ist die Inflation in Österreich seit der Euro-Einführung auch niedriger und nicht höher als zu Schilling-Zeiten: Von 1987 bis 2001 lag die Teuerungsrate im Schnitt bei 2,3 Prozent, seit 2002 belief sie sich auf 1,9 Prozent.

Ungeachtet der wirtschaftlichen Vorteile, die mit dem Euro verbunden sind, gibt es auch Schwachstellen: Vor allem fehlen nach wie vor ef­fektive Mechanismen, um mit der teils sehr unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung der Euro-Länder umzugehen. Und: Die Geldpolitik ist Gemeinschaftskompetenz, nicht aber die Wirtschaftspolitik. Zwar gibt es mittlerweile eine Reihe von Regeln zur wirtschaftspolitischen Steuerung, deren Nichteinhaltung wird aber nicht zwingend sanktioniert. 

Euro-Länder müssen budgetäre Hausaufgaben machen

Leitl: „Damit der Euro auch langfristig eine Erfolgsstory bleibt, ist noch einiges zu tun: Auf nationaler Ebene müssen die Euro-Länder ihre budgetären Hausaufgaben ma­chen und für solide Staatsfinanzen und Strukturreformen sorgen. Und auf europäischer Ebene müssen innerhalb der Eurozone die Zügel der wirtschaftspolitischen Steue­rung strenger angezogen und bestehende Regeln auch tatsächlich umgesetzt und vollzogen werden. Es geht insbesondere um eine noch enger koordinierte, kontrollierte und auch sanktionierte Budgetpolitik, basierend auf einer strategisch orientierten Wirtschaftspolitik, eine klare Ausrichtung auf Innovation, Qualifikation und Wettbewerbsfähigkeit und eine Investitions- und Wachstumspolitik durch Förderung der KMU.“ (PWK997/SR)

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