th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Klimakonferenz Paris: WKÖ begrüßt breites Abkommen für globalen Klimaschutz – aber: Europa bleibt leider einsamer Vorreiter

Level Playing Field für europäische Industrie in absehbarer Zeit nicht in Sicht, WKÖ fordert österreichischen Masterplan für Energietechnik, um neue Marktchancen zu nutzen

Nach intensiven Verhandlungen beschloss die internationale Staatengemeinschaft gestern ein Klimaschutzabkommen bei der Klimakonferenz – COP21 in Paris. „Dem französischen Vorsitz ist zu gratulieren, dass er mit großem Aufwand und Geschick ein Ergebnis zu Stande gebracht hat, das man als Fortschritt bezeichnen kann. Der neue Weltklimavertrag kann aber nur als Weichenstellung gesehen werden, der hoffentlich in einigen Jahren abgestimmte, verbindliche Verpflichtungen zur Emissionsreduktion rund um den Globus folgen werden. Diese Hoffnung konnte der Pariser Vertrag, wie allgemein erwartet wurde, nicht erfüllen,“ stellt Stephan Schwarzer, Leiter der WKÖ-Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik fest. „Dadurch bleibt auch der jährliche vorweihnachtliche Wunsch nach einem Global Level Playing Field für die Wirtschaft weiterhin unerfüllt.“ 

Fortschritt: Große Beteiligung der Vertragsstaaten 

Die wesentliche, aber auch einzige Verpflichtung der Vertragsstaaten ist die Berichtspflicht über den aktuellen Stand der Erfüllung der mitgeteilten Reduktionsziele. Sowohl Industrie- als auch Schwellenländer sind davon betroffen, hier konnte die bisherige Kluft geschlossen werden. Solche Ziele wurden von fast allen Vertragsstaaten mitgeteilt, diese breite Beteiligung ist ein Fortschritt gegenüber dem Kyoto-Protokoll 1997, in dem sich nur rund 30 Staaten zu Emissionsobergrenzen verpflichtet haben. Der Verbindlichkeitsgrad ist mit der Berichtspflicht deutlich weicher als im Kyoto-Protokoll. Auch sind die außerhalb der EU zugesagten Ambitionen der Emissionsverringerung zu gering, um das in der Konferenz bekräftigte Zweigradziel zu erreichen.

Daher ist und bleibt Europa auf absehbare Zeit mit seinem strikten, verbindlichen und mit Strafzahlungen sanktionierbaren Reduktionspfad „minus 40% bis 2030“ weltweit als Wirtschaftsraum einsamer Vorreiter. Hauptbetroffener bei der EU-internen Lastenaufteilung ist die Industrie, auf die hohe Kosten zukommen. Man muss sich im Klaren darüber sein, dass dieser Weg auch für den Klimaschutz riskant ist. Es sollte sich niemand wundern, wenn wir in einigen Jahren feststellen, dass Europa zwar sein Ziel erreicht hat, sich die bei uns verschwundenen energieintensiven Produktionen aber in anderen Wirtschaftsräumen angesiedelt haben. Aus Sicht der globalen Treibhausgas-Emissionen hat bestenfalls ein Nullsummenspiel stattgefunden. 

Unter diesen schwierigen Voraussetzungen ist es unerlässlich, den Schutz der Industrie vor Abwanderungsdruck in der europäischen Emissionshandelsrichtlinie fest zu verankern“, fordert Schwarzer. „Ein Vorpreschen braucht Flankenschutz, nur ein wirtschaftlich starkes Europa kann der unverzichtbare Schrittmacher des globalen Klimaschutzes sein.“  

Heimische Regierung am Zug: Brauchen Masterplan für Green Jobs

Das Paris-Abkommen ist mit bedeutenden Instrumenten der Klimafinanzierung ausgestattet. Die in Kopenhagen 2009 zugesagten 100 Mrd. USD für Klimafinanzierung müssen jährlich weiter erhöht werden. Dies soll den Wandel des weltweiten Energiesystems zu einem nachhaltigeren antreiben. Der österreichischen Wirtschaft bieten sich unter diesem Vorzeichen vielfältige Chancen als Technologieführer weltweit auf vielen Märkten. „Nun liegt es an der österreichischen Regierung, einen Masterplan für Green Jobs in der Energietechnikbranche zu erstellen, um deren beträchtliche Potenziale für Wachstum und Beschäftigung in Österreich zu nutzen“. (PWK980/NL)

Das könnte Sie auch interessieren

  • Archiv 2015

Neu: Fachverband Finanzdienstleister gründet Beirat zur Anerkennung von Fortbildungsveranstaltungen

Entscheidet rasch und unbürokratisch über die Anrechnung von Lehrveranstaltungen - Ausbildungsinstitute können ihre Kurse an finanzdienstleister@wko.at melden mehr

  • Archiv 2016

Europäisches KMU-Barometer: Klare Signale für Erholung in Europa, Stimmung in Österreich wesentlich schlechter

„Strukturreformen und gezielte Wachstumsimpulse sind nötig“, kommentiert UEAPME-Präsidentin Rabmer-Koller die Ergebnisse des Europäischen KMU-Barometers mehr

  • Archiv 2016

JW-Pitching Days: Letzte Bewerbungschance für Zürich

Letzte Chance für Health-Tech-Startups – Bewerbungen für die Pitching Days in der Schweiz nur noch bis 20. Dezember möglich mehr