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JI/JW gegen „Pensions-100er“: Politik verbläst die Zukunft der Jungen

Jungunternehmer-Vertreter protestieren vor dem Bundeskanzleramt gegen populistischen Wahlkampf-Gag auf Kosten der Jungen. „Money Maker“-Show als Symbol für Gamble-Politik

Mit einer humorvollen Aktion, angelehnt an die bekannte TV-Sendung „Money Maker“, protestierten heute die Jungunternehmer-Vertreter Österreichs vor dem Bundeskanzleramt in Wien gegen die „Gamble-Politik“ der Bundesregierung. Hintergrund ist der heutige Nationalrats-Beschluss des sog. „Pensions-Hunderters“, einer Einmalzahlung von 100 Euro an alle Pensionisten von der Mindestrentnerin bis zum Höchstpensions-Bezieher. 

„Der ‚Pensionisten-Hunderter‘ ist reiner Populismus im Stile eines Jörg Haider“, so die Kritik der Bundesvorsitzenden der Jungen Industrie (JI), Therese Niss. „Die Bundesregierung zeigt mit dem ‚Pensionisten-Hunderter‘ deutlich, dass Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit in Österreich offenbar egal sind. Die Jungen – die natürlich nicht einfach so 100 Euro geschenkt bekommen – werden gleich dreifach zur Kasse gebeten: Sie müssen mit Ihren Beiträgen die aktuellen Pensionen finanzieren, werden gleichzeitig weniger Pension aus dem System herausbekommen und dürfen drittens den Schuldenberg abtragen, den wir aktuell weiter aufschütten.“

Angesichts der ohnehin rekordverdächtigen Verschuldung seien daher solcherlei „Wahlkampfzuckerl“ nichts Anderes als eine „Verhöhnung aller Steuerzahler“, wie Niss ausführte. „Die Bundesregierung hat heuer im Bereich der Pensionen keine einzige nennenswerte strukturelle Maßnahme zusammenbekommen. Das einzige was erreicht wurde, sind Mehrkosten. Als Fazit bleibt somit nur über: Die Pensionspolitik dieser Bundesregierung ist gescheitert – ohne Wenn und Aber“, so die Bundesvorsitzende.

Schuldenrucksack für die Jungen wird größer

Für den JW-Bundesvorsitzenden Herbert Rohrmair-Lewis symbolisiert dieser Beschluss einmal mehr die Zukunftsvergessenheit der verantwortlichen Entscheidungsträger. „Wer glaubt, dass die immense Kritik der letzten Wochen die Regierung zu einem Umdenken bewegen konnte, der irrt. Den Pensions-Hunderter wird es nun auch für alle Beamten geben, was nochmal 30 Millionen Euro zusätzlich kostet. Der Schuldenrucksack für die Jungen wird größer, während Zukunftsinvestitionen in Bildung oder Infrastruktur ausbleiben. Somit werden die ohnehin schon ausufernden Pensionen einmal mehr zum wahren Chancenkiller der zukünftigen Generationen“, bringt Rohrmair-Lewis auf den Punkt.

Rückendeckung für nachhaltige Pensionsreform

Die Junge Wirtschaft und die Junge Industrie pochen weiterhin auf nachhaltige Reformpolitik. „Das Pensionssystem in Österreich braucht einen Nachhaltigkeitsautomatismus! Wir haben heute eine Staatsverschuldung von fast 90 Prozent, geben 14 Prozent des BIP‘s für Pensionen aus und haben eine steigende Lebenserwartung. Ohne strukturelle Verbesserungen wird sich das Pensionssystem in Zukunft nicht mehr finanzieren lassen“, appellieren Rohrmair-Lewis und Niss unisono und erinnern dabei an die zahlreichen Warnrufe, die es auch vonseiten der OECD und der Europäischen Union gibt. „Fragt sich nur wann die Regierung diese endlich hören wird, bevor der nächsten Generation ein böses Erwachen droht!“ (PWK976/ES)

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