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CT- und MR-Ambulatorien stellen Patienten-Versorgung trotz Kontingentierung durch SV-Träger sicher

WKÖ-Fachausschuss der Institute für Bildgebende Diagnostik stellt Fakten klar

Im Streit um die Wartezeiten bei Untersuchungen mit Computertomografie (CT) und Magnetresonanz-Tomografie (MRT) wurden in den letzten Tagen viele unrichtige oder verwirrende Behauptungen aufgestellt. Die Vertreter der Institute in der WKÖ stellen deshalb die wichtigsten Fakten richtig: 

Seit 2009 regeln österreichweit geltende Gesamtverträge mit dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger die Vergütung medizinischer Leistungen im Bereich der Bildgebenden Diagnostik (CT- und MRT-Untersuchungen), die österreichweit von CT-MRT- Ambulatorien erbracht werden. Das Modell der Abrechnung der Leistungen wurde zuletzt 2014 angepasst.

Es sieht einen degressiven Staffeltarif vor – je mehr Untersuchungen durchgeführt werden, desto niedriger ist der Tarif für die einzelne Untersuchung. Zusätzlich zu diesem Mengenrabatt wird den Ambulatorien die Einhaltung von Ausgabenobergrenzen vorgegeben. Aus diesen Ausgabenobergrenzen, dividiert durch die vereinbarten Staffeltarife, errechnen sich die seitens der Ambulatorien möglichen Leistungsmengen.  

„Aus den Verträgen ergibt sich zwingend logisch, dass eine Obergrenze der Honorarsumme auch eine Obergrenze der Leistungsmenge bedingt. Andernfalls würde das ja bedeuten, dass jede Untersuchung durch die Ambulatorien, die über die maximale Honorarsumme hinausgeht, überhaupt nicht abgegolten würde. Eine Pauschalvereinbarung mit privaten Anbietern, die ab einem bestimmten Punkt weitere Leistungen zwar verlangt, aber nicht mehr honoriert, gibt es nirgendwo im Gesundheitssystem“, sagt der Fachausschuss-Vorsitzende der Institute für Bildgebende Diagnostik in der WKÖ, der Kärntner Radiologe Doz. Dr. Manfred Baldt. 

Vorwurf „künstlich verlängerter“ Wartezeiten haltlos und praxisfremd

Der Hauptverband der Sozialversicherungen wirft den Betreibern der Ambulatorien vor, Wartezeiten künstlich zu verlängern. Dieser Vorwurf ist haltlos und vollkommen praxisfremd. Die Öffnungszeiten der Ambulatorien sind mit den Krankenkassen vertraglich vereinbart. Nirgendwo kommt es innerhalb dieser Öffnungszeiten zu Leerläufen. Zudem liegt es im Interesse der Ambulatorien, die Geräte innerhalb der Öffnungszeiten bis auf das Maximum auszulasten. „Patientinnen und Patienten erhalten deshalb überall die frühestmöglichen Termine und die bestmögliche Betreuung unter Berücksichtigung ihrer individuellen Krankengeschichte“, so der Branchensprecher. 

Ambulatorien müssen Ausgabenobergrenzen einhalten 

Die Wartezeiten für die Durchführung einer Untersuchung kommen ausschließlich deshalb zustande, weil die Ambulatorien seitens des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger vertraglich verpflichtet sind, Ausgabenobergrenzen einzuhalten und deshalb nur eine gewisse Anzahl an Untersuchungen erbringen können. Baldt: „Die Ambulatorien haben das größte Interesse, die Wartezeiten möglichst gering zu halten, denn wir wollen für die Patientinnen und Patienten einen hohen Service bieten und auch für die ärztlichen Kolleginnen und Kollegen, die uns Patienten zuweisen, verlässliche Partner bleiben.“ 

Keinesfalls sei es aber den Betreibern der Ambulatorien zumutbar, Gratisuntersuchungen durchzuführen, so Baldt: „Das hieße nicht nur, unentgeltlich zu arbeiten, sondern auch noch Kosten für Gerät, Personal und Untersuchungsmittel ohne jede Gegenleistung aufzuwenden.  

Die Betreiber dürfen auch aufgrund ihrer Geschäftsführerhaftung die Betriebe nicht wirtschaftlich gefährden und sind ihren MitarbeiterInnen als verlässliche Arbeitgeber verpflichtet. “Wir haben bei den Verhandlungen mehrfach klargestellt, dass wir bei ohnehin rabattierten günstigen Tarifen nicht noch zusätzlich Gratisuntersuchungen erbringen können.“ 

„Kein einziger Kassenpatient muss wegen eines Privatpatienten länger warten“ 

Im Zuge der Diskussion wurde den Ambulatorien vorgeworfen, Privatpatienten zulasten von Kassenpatienten zu bevorzugen. Baldt stellt auch dieses völlig unzutreffende Bild richtig: „Dort wo private CT- oder MRT-Untersuchungen angeboten werden, finden diese außerhalb der vertraglich für Kassenpatienten vorgesehenen Zeiten statt. Kein einziger Kassenpatient muss wegen eines Privatpatienten länger warten oder hat sonst irgendwelche Nachteile.“  

Auch für die Betreiber der Ambulatorien gebe es keinen wirtschaftlichen Anreiz, Privatpatienten zu bevorzugen: „In der überwiegenden Zahl der Fälle sind die Honorare für private Untersuchungen ähnlich hoch wie die Kassentarife. Es macht für die Betreiber also keinen Unterschied, ob sie einen Kassenpatienten oder einen Privatpatienten behandeln. Die Entscheidung, eine medizinische Leistung nicht von der Krankenkasse in Anspruch zu nehmen, sondern lieber privat zu bezahlen, liegt – wie überall im österreichischen Gesundheitssystem – ausschließlich bei den Patienten selbst.  

Zur Klärung all dieser Punkte im Sinne der Patientinnen und Patienten sind für Jänner Gespräche zwischen Hauptverband und Vertretern der Institute in der WKÖ vereinbart. (PWK963/PM)

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