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Nocker-Schwarzenbacher: „Herr Sozialminister, es ist endlich an der Zeit zu handeln!

WKO-Tourismus fordert angesichts des dramatischen Fachkräftemangels endlich Aufnahme von Köchen und Kellnern in die Mangelberufsliste

Die Anzeichen, dass der Fachkräftemangel ernsthafte wirtschaftliche Probleme, vor allem für den Tourismus im Westen Österreichs verursachen wird, verdichten sich rasant. „Für ein Land, in dem der Tourismus eine so bedeutende Rolle spielt, ist für politisches Geplänkel kein Platz, sondern rasches Handeln gefordert“, appelliert  Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) erneut an den Sozialminister, Köche und Restaurantfachkräfte für das Jahr 2017 endlich auf die Mangelberufsliste, die auch den regionalen Mangel stärker berücksichtigt, aufzunehmen. 

Hier weiterhin zu blockieren oder sich gar von der Polemik der Gewerkschaft unter Druck setzen zu lassen, könne angesichts der dramatischen Rückmeldungen der betroffenen Betriebe nicht mehr nachvollzogen werden, fordert Nocker-Schwarzenbacher die kurzfristige Notmaßnahme ein und unterstreicht: „Gerade angesichts der aktuell positiven Entwicklung der Nächtigungs- und Umsatzzahlen, muss auch eine ausreichende Zahl an Fachkräften zu Verfügung stehen, um einerseits den Gästen die gewohnte Qualität bieten zu können und andererseits die Stammbelegschaft nicht unter massiven Druck zu bringen.“ 

Im Westen ist die Lage mehr als besorgniserregend

Vor allem in den westlichen Bundesländern sei die Lage mehr als besorgniserregend, warnt Nocker-Schwarzenbacher und fordert dementsprechend „eine regionale Betrachtung, mit der wir nicht einfach alles über einen Kamm scheren“. Für die Aufnahme in die Mangelberufsliste, mit welcher der Erhalt einer Rot-Weiß-Rot-Karte und somit einer zwölfmonatigen Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis bei einem bestimmten Arbeitgeber für Angehörige von EU-Drittstaaten möglich wäre, ist der österreichweite Durchschnitt der sogenannten Stellenandrangsziffer, entscheidend. Diese definiert das Verhältnis zwischen offenen Stellen und Arbeitssuchenden. Damit wird im Tourismus die dramatische Unterversorgung im Westen verzerrt dargestellt. 

„Es kann ja nicht im Sinne der Politik sein, dass unsere Betriebe unterbesetzt in die Wintersaison starten und dadurch weitere Arbeitsplätze und in Folge auch die hohe Qualität des österreichischen Tourismus gefährdet werden. Immerhin trägt der Tourismus mit einem Anteil von 15 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei“, hält die WKÖ-Tourismussprecherin fest. 

Rasche Anpassung der Mangelberufsliste gefordert

„Wir können es uns in einer solchen Situation nicht leisten, darauf zu warten, dass sich binnen Wochen die Mobilitätsbereitschaft der Menschen in Österreich erhöht oder durch Hau-Ruck-Qualifizierungsmaßnahmen diese riesige Lücke geschlossen werden kann“, zeigt sich Nocker-Schwarzenbacher überzeugt. Dies seien durchaus notwendige mittel- und langfristige Maßnahmen, die kurzfristig aber sicher nicht greifen. Durch die rasche Anpassung der Mangelberufsliste für das Jahr 2017 - eine einfache und unkomplizierte Maßnahme – ließen sich die aktuellen Herausforderungen zumindest akut abfedern. „Alle - Arbeitgeber, Arbeitnehmer und schlussendlich auch die gesamte Volkswirtschaft - würden davon profitieren“, so Nocker-Schwarzenbacher abschließend. 

Bundesparte Tourismus und Freizeitwirtschaft

Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ ist die solidarische Interessenvertretung für über 90.000 Tourismusbetriebe aus Gastronomie, Hotellerie, Freizeit und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur-, Vergnügungs- und Gesundheitsbetriebe. 600.000 Arbeitsplätze (jeder 5. Vollzeitarbeitsplatz) hängen direkt oder indirekt von Tourismus und Freizeitwirtschaft ab (WIFO). (PWK959/ES)

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