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Landertshammer: PISA-Ergebnisse Schuss vor den Bug – Bildungsreform muss weitergehen

PISA offenbart Schwächen des österreichischen Bildungssystems – Lichtblick ist Duale Berufsbildung: Bestätigung durch Europameistertitel für Österreich

„In der Dualen Berufsausbildung ist Österreich top und Europameister, das ist die gute Nachricht, die von den gerade in Schweden zu Ende gegangenen Berufseuropameisterschaften kommt. Dass sich Österreich gemäß aktueller PISA-Studie in der schulischen Bildung im OECD-Mittelmaß befindet, ist hingegen bedenklich“, sagt Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), zu den heute präsentierten neuesten PISA-Ergebnissen. Noch bedenklicher seien aber zwei Aspekte der Studie: erstens,  dass die Werte für Österreich im Testgebiet Lesen, das schon immer zu den größeren Schwachpunkten zählte, noch weiter nach unten gingen und mittlerweile weit unter dem OECD-Schnitt liegen. „Zweitens, dass bereits jeder dritte österreichische Schüler zumindest in einem der drei Testgebiete – Mathematik, Lesen, Naturwissenschaften – zur Gruppe der Risikoschüler gehört“, warnt Landertshammer. 

Ausbau der Schulautonomie und bessere Fördermaßnahmen

Der Schluss aus den Ergebnissen müsse daher sein, dass die von der Regierung angegangene Bildungsreform noch lange nicht beendet sei und „es unbedingt noch weiterer Reformschritte bedarf - die Ergebnisse sind ein Schuss vor den Bug“, sagt Landertshammer. Dazu gehören unter anderem der Ausbau der Schulautonomie wie auch der Ganztagsschulangebote, bessere Fördermaßnahmen für Kinder mit Sprachdefiziten – beginnend im vorschulischen Bereich, einen stärkeren Abbau der Bürokratie in der Schulverwaltung, eine bessere Potenzialerkennung und Berufsberatung für Schüler, eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Duale Ausbildung sowie unbedingt den Ausbau der Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Bildungssystemen“, so Landertshammer abschließend. (PWK958/BS)

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