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Schultz: EU braucht neue Regeln für Talente aus Drittstaaten

EU muss stärker am Radar der besten Hände und Köpfe aufscheinen, fordert die Vizepräsidentin von WKÖ und Eurochambres in Brüssel

Fachkräfte sind eine der wichtigsten Ressourcen einer wettbewerbsfähigen Volkswirtschaft. Auch für die EU gewinnt der globale Wettbewerb um die besten Hände und Köpfe zunehmend an Bedeutung. Martha Schultz, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und des europäischen Kammerverbands Eurochambres stellte heute, Donnerstag, in Brüssel klar: „Wir müssen intensiv daran arbeiten, die europäischen Regeln für qualifizierte Zuwanderung weiterzuentwickeln. Die Wettbewerbsfähigkeit der EU und damit die Schaffung neuer Arbeitsplätze auch in Österreich hängt unmittelbar mit Qualifikation und Innovation zusammen.“

Im Rahmen eines Workshops im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss zur anstehenden Überarbeitung der EU Blue Card – sie wurde eingeführt, um die EU für gut qualifizierte Arbeitskräfte attraktiver zu machen - erklärte Schultz, warum die derzeitige Regelung nicht zum gewünschten Ziel führt: „Hauptproblem ist das zu hohe Mindestentgelt der Blue Card. Es muss zumindest der 1,5fache nationale Durchschnittslohn gezahlt werden, das sind in Österreich 4.100 Euro monatlich. Damit ist es unmöglich, dringend benötigte Fachkräfte wie beispielsweise Schweißer oder Dachdecker oder junge High Potentials aus Drittstaaten nach Österreich zu holen. Diese Hürde muss gesenkt werden.“

Blue Card nicht attraktiv genug für begehrte Fachkräfte

Ein weiteres Manko ist, dass für Blue Card Inhaber keine erleichterte Mobilität innerhalb der EU besteht. „Das bedeutet, dass es für einen kanadischen Manager, der in Deutschland eine Blue Card ausgestellt bekommen hat, keine Erleichterungen gibt, wenn er danach in Österreich einen Job annehmen möchte. Für ihn gelten dieselben Voraussetzungen wie wenn er direkt von Kanada nach Österreich zuwandern würde“, so Schultz. „Das macht die Blue Card für begehrte Fachkräfte, die auch in die USA oder nach Australien gehen können, nicht gerade attraktiv.“ 

Sehr vielversprechend im Hinblick auf die geplante Überarbeitung der Blue Card ist aus Sicht der WKÖ der Vorschlag, einen EU-weiten „Talentepool“ zu schaffen. Interessierte könnten sich aufgrund von objektiven Kriterien wie Qualifikationsniveau, Berufserfahrung, Sprachkenntnisse oder Alter etwa über ein Punktesystem für einen solchen Talentepool qualifizieren. Auch eine Querverbindung zum Bereich Asyl und humanitäre Zuwanderung ist vorstellbar. 

Abschließend plädiert Schultz an die europäischen Entscheidungsträger, ambitioniert zu handeln. „Wir müssen es schaffen, dass die EU künftig stärker am Radar der besten Hände und Köpfe aufscheint“. (PWK955/FA)

WKÖ-Vizepräsidentin Schultz beim Workshop im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss zur anstehenden Überarbeitung der EU Blue Card
WKÖ-Vizepräsidentin Schultz beim Workshop im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss zur anstehenden Überarbeitung der EU Blue Card

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