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Pensionen: Handlungsauftrag für Politik und private Anbieter

Österreichweite Umfrage zur Pensionsthematik: 75 Prozent der 25- bis 45-Jährigen denken, dass sie künftig mit ihren Pensionen ihren Lebensstandard nicht halten können

Geldsorgen und sogar die Frage, ob man überhaupt einmal eine Pension bekommen wird: Das sind die ersten Gedanken der heute Berufstätigen in der Altersgruppe von 25 bis 45, wenn sie auf ihre künftige Pension angesprochen werden. Das ergibt eine aktuelle Umfrage der Unique Research GmbH im Auftrag der ARGE Zusatzpensionen. Dachten frühere Generationen an Reisen, Freizeit und daran, das Leben im Alter zu genießen, so überwiegt bei den heute Berufstätigen die Unsicherheit und die Sorge vor einer zu geringen Pension. 75 Prozent der befragten Bevölkerung sind schon heute der Meinung, dass sie ihren Lebensstandard in der Pension nicht mehr halten können.

Rund die Hälfte der Befragten assoziiert beim Thema Pension den Begriff „Geldsorgen“ und die Frage „Bekomme ich überhaupt noch eine Pension?“. Das belegt eine Umfrage, die im September/Oktober 2016 von Unique Research GmbH im Auftrag der ARGE Zusatzpensionen durchgeführt wurde. 75 Prozent der Menschen meinen schon heute, dass sie ihren Lebensstandard in der Pension nicht erhalten können – Frauen, Teilzeit-Beschäftigte und Menschen in niedrigen Einkommensklassen sehen sich besonders betroffen. 

„Eine derart klare Aussage hat uns doch überrascht – die Österreicher und Österreicherinnen sind in Sachen Pension pessimistisch“, erklärt Peter Hajek, Geschäftsführer von Unique Research. Dazu kommt: Herr und Frau Österreicher erwarten sich künftig eine Netto-Pension von rund 1.100 EUR pro Monat. Derzeit liegt die Durchschnittspension allerdings bei rund 900 EUR netto. Bis zum Pensionsantritt der heute 25 bis 45-Jährigen wird die monatliche Pension auf Grund der bereits beschlossenen Pensionsreformen großteils unter dem heutigen Wert liegen.

Sicherheit und bessere Lebensqualität im Alter

Weiters zeigt die Umfrage auf, dass rund die Hälfte aller Österreicher und Österreicherinnen daher heute schon auf zusätzliche Altersvorsorge setzen. Die Befragten sind bereit, im Durchschnitt 50 bis 70 EUR pro Monat in eine Zusatzpension zu investieren. Gleichzeitig erwarten sich die Österreicher eine künftige Zusatzpension von durchschnittlich 480 EUR monatlich. Die Befragten gehen hier von deutlich höheren Auszahlungen aus, als mit diesen Beiträgen realistisch erreichbar sind. Hier ist die gesamte Branche der Anbieter von Zusatzpensionen gefordert. 

Davon unabhängig gilt: Aufgrund der geringen Beiträge, die sich manche Menschen leisten können, ist es wichtig, sehr früh mit der privaten Pensionsvorsorge beginnen. Die Umfrage spricht ein deutliches Bild: um den Lebensstandard in der Pension zu halten, steht für die Befragten die Sicherheit im Vordergrund, erst in zweiter Linie ist die Rendite relevant.

Mehrheit wünscht sich vom Arbeitgeber einen Beitrag zur Zusatzpension

71 Prozent der Befragten wünschen sich, dass auch Arbeitgeber einen Beitrag zur Zusatz-Pensionsvorsorge leisten. 44 Prozent sehen eine Zusatzpension vom Arbeitgeber sogar als wichtiges Entscheidungskriterium bei der Job-Wahl.

Nur ein Miteinander aller drei Säulen sichert Lebensstandard

Die Vertreter der ARGE Zusatzpensionen sind sich einig: „Die Umfrage-Ergebnisse zeigen deutlich, dass das Thema Pensionen bei Herrn und Frau Österreicher angekommen ist.“ „Der kritische Zugang der Befragten zum Thema Pensionen zeigt zweifellos den Handlungsbedarf für die Politik. Gefragt ist der politische Wille aller Beteiligten, um ein Konzept für ein integriertes Drei-Säulen-Zukunftsmodell fernab von ideologischen Debatten zu erarbeiten“, so Manfred Rapf, Sektion Lebensversicherung VVO. 

„Nur ein Schulterschluss aller Formen der Pensionsvorsorge sichert langfristig für alle Österreicher und Österreicherinnen die Erhaltung des gewohnten Lebensstandards in der Pension. Die Ergänzung der staatlichen Pension durch betriebliche und private Zusatzpensionen ist für ein sorgenfreies Leben im Alter essentiell“, ergänzt Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen.

Die Arbeitsgemeinschaft Zusatzpensionen umfasst alle Anbieter der privaten und der betrieblichen Pensionsvorsorge in Österreich. Das sind der Fachverband der Pensionskassen, der Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO), die Plattform der betrieblichen Vorsorgekassen und die Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG). 

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Zusatzpensionen vertreten gemeinsam ein veranlagtes Volumen von deutlich mehr als 200 Milliarden Euro. Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es, konkrete Optionen sowie notwendige Neuerungen aufzuzeigen, sowie gesetzliche Rahmenbedingungen zu verbessern, um das heimische Pensionssystem gesamtheitlich und nachhaltig auf hohem Niveau zu sichern. Im Mittelpunkt steht dabei stets eine substanzielle Ergänzung der staatlichen Pension, keinesfalls aber eine Konkurrenz oder gar ein Ersatz des staatlichen Systems. (PWK952/JR)

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