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Der 13. Österreichische IT- & Beratertag 2015 war ein voller Erfolg!

Österreichs Ressourcen: Von Start-Ups und True Economy bis zu Datensicherheit & Entbürokratisierung –  die Kultur des Scheiterns als Erfolgsfaktor für das Silicon Austria

In der ausgebuchten Hofburg eröffnete Veranstalter Alfred Harl den 13. Österreichischen IT-& Beratertag: „Österreich ist gut - wir haben viele ‚Hidden Champions‘. Wir wollen das Potential für ein Silicon Austria nützen“, sagte Alfred Harl, Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „Es soll nicht nur über Dinge, die schlecht laufen, gejammert werden. Die richtigen Schritte und Maßnahmen, um gemeinsam an die Spitze zurückzukehren, werden heute ins Zentrum gerückt.“ Österreich hat viel Potenzial. Tradition und Innovation schaffen den notwendigen Vorsprung. Daher: Jodeln statt Jammern.“ Ein Jodel-Duo stimmte die Teilnehmer der Veranstaltung auf den Tag ein. 

Den Anfang machten Bundesministerin für Familien und Jugend, Sophie Karmasin und Staatssekretärin im Bundeskanzleramt Sonja Steßl. Auf die Frage, was das Ressort Familie und Jugend für die IKT-Branche tun könne, sprach Ministerin Karmasin neben den massiven Auswirkungen der aktuellen Digitalisierungswelle auf die Wirtschaft auch deren Einflussfaktor und Gefahren für Familien und Jugendliche an. Zusätzlich griff sie die Themen Digi4Family zur Stärkung der Elternkompetenz, Vereinbarkeit & Digitalisierung sowie Bildung & digitale Schulwelt auf. Staatssekretärin Mag.a Steßl schloss hier nahtlos an und hob Österreichs Performance im E-Governement hervor: „Mein Ziel ist es, die Verwaltung für Bürger und Bürgerinnen effizient zu gestalten. Es soll für Amtswege auch einen digitalen Weg geben“, meinte die Staatssekretärin, die gemeinsam mit Staatssekretär Harald Mahrer mit dem Entwurf zu einer „Digital Roadmap“ beauftragt wurde. Ziel ist es, die Zusammenführung der einzelnen Online-Strategien der verschiedenen Ministerien wie z.B. E Health, E-Government oder Cyber Security in einer Gesamtstrategie zu bündeln. Hier kündigte sie ab Jänner 2016 einen Open-Space-Prozess an.

„True Economy” - eine Symbiose der Old und der New Economy 

„Wir sind mitten in der nächsten industriellen Revolution! Technologien wie 3D-Printing, Artificial Intelligence, Robotics und Med Tech werden in Zukunft immer mehr das tägliche Leben prägen“, sagte Andreas Tschas, Co-Gründer und CEO von Pioneers. „Was momentan in den sprichwörtlichen „Garagen“ auf der ganzen Welt entsteht, wird morgen die Welt verändern.“ Als zentrales Thema erläuterte Andreas Tschas, wie ein Modell aussehen kann, bei dem Startups und Corporates in einer Symbiose zusammenarbeiten und voneinander profitieren könnten. Andreas Tschas gab die Antwort „True Economy” - eine Symbiose der Old und der New Economy. Dabei wurden einhellig als größte Barrieren die Kulturen aus der Old & New Economy genannt. Als Werte der Old Economy wurden Schlagworte, wie Nachhaltigkeit über Generationen und Solidität genannt. Geschwindigkeit, rasche Entwicklung, mögliches Scheitern und Gewinnteilung wurden der New Economy zugeordnet. „Pioneers wurde zu einer globalen Marke entwickelt. Wir freuen uns, dass Pioneers den Gründern von morgen eine Bühne bietet“, ergänzte Andreas Tschas und schloss mit den Worten: „Before it’s Science, it is Science Fiction.“

Die Garagen von heute sind die Co-Working-Spaces

Sophie Karmasin, Bundesministerin für Familien und Jugend, Katharina Klausberger, Co-Founder Shpock, Eveline Steinberger-Kern, Geschäftsführerin The Blue Minds Company, Mag. Andreas Tschas, Co-Gründer und CEO Pioneers und Mag. Daniel Keiper-Knorr, CO-CEO Speedinvest vertieften die Thematik anschließend in einer Diskussionsrunde. Neben einer Kultur des Scheiterns wurden für Österreich mehr Wirtschafts- und Unternehmerfreundlichkeit und die richtigen Rahmenbedingungen gefordert, um Talente bzw. Start-Ups dazu zu bewegen, ihre Geschäftstätigkeiten nach Österreich zu verlegen.

Schwerpunkte aus Unternehmensberatung, Buchhaltung & IT

Am Nachmittag teilte sich die Veranstaltung und die unterschiedlichen Berufsgruppen boten Impulsreferate, Vorträge, Podiumsdiskussionen und Seminare zu unterschiedlichsten Themen an. Von Kapitalisierung, wie Crowd-Funding über Mitarbeiter-Ressourcen, Datensicherheit und Quantencomputer bis hin zur Steuerreform, Kassenrichtlinien und Finanzprüfung wurden die verschiedenen Bereiche von Experten ihrer Branche erläutert.

Den Abschluss der Veranstaltung machten Podiumsdiskussionen zu zwei brandaktuellen Themen im großen Redoutensaal. Der stellvertretende Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA , Karl Hartleb, diskutierte mit Andreas Reinstaller, Industrieökonom des WIFO, und Hannes Swoboda, MEP ret. die Pros & Contras des transatlantischen Handelsabkommens TTIP. Die wichtigste Forderung war ein Mehr an Kommunikation & Information zu TTIP. Der Podiumstalk zum Thema Entbürokratisierung schloss die Veranstaltung würdig ab. Unter der Moderation von Hanna Kordik („Die Presse“) tauschten sich Christian Keuschnigg, Professor für Volkswirtschaftslehre der Universität St. Gallen, Peter McDonald, ehem. Verbandvorstandsvorsitzender im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und Generalsekretär der ÖVP und Gexi Tostmann, Geschäftsführerin Tostmann Trachten Wien launig über Bürokratie & Vereinfachungen in dem Feld aus. „Einfachere Gesetze – weniger Bürokratie!“, sagte Keuschnigg und führte weiter aus: „Bürokratie kostet Zeit, Zeit ist Geld und das Geld muss jedes Unternehmen erst einmal verdienen!“ 

Das war der 13. Österreichische Beratertag 2014

Zum Abschluss fasste Obmann Harl die spannendsten Erkenntnisse und Themen des Tages nochmals kurz zusammen. Außerdem verwies er auf die Möglichkeit des interaktiven Austausches zu "Resourcing Unternehmertum" der von acht UBIT-Unternehmerinnen erfolgreich initiiert wurde. Nachlesen und weiterdiskutieren ist online unter https://ubitimpulse.factlink.net möglich. Alfred Harl bedankte sich außerdem noch bei diversen Unterstützern und Partner, wie zum Beispiel der Wirtschaftskammer Wien, ohne welche eine reibungslose Durchführung der Veranstaltung nicht möglich wäre. Tradition und Innovation, Jodeln statt Jammern: nutzen wir die Möglichkeiten, die sich uns heute bieten und führen wir Österreich gemeinsam zurück an die Spitze!“ Mit diesen Worten schloss Obmann Alfred Harl den offiziellen Teil der Veranstaltung, der in eine Abendgala mündete.

Der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT

Mit mehr als 64.000 Mitgliedern gehört der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) zu den größten und dynamischsten Fachverbänden der Wirtschaftskammer Österreich. Er nimmt die Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Bereichen Unternehmensberatung, Informationstechnologie und Buchhaltung wahr. Ziel ist es, berufsrelevante Rahmenbedingungen zu optimieren und dem Markt die Leistungen der Berufsgruppen zu kommunizieren. Mitglieder können umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen in Anspruch nehmen. Weitere Informationen auf http://www.ubit.at und http://www.beratertag.at. (PWK938/JR)

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