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WKÖ-Gleitsmann: „Jubelmeldungen in Sachen Pensionssystem sind weiter fehl am Platz“

Aktuelles Gutachten der Pensionskommission zeigt Reformbedarf bei Pensionssystem in Österreich Schwarz auf Weiß – WKÖ weiter für Nachhaltigkeitsautomatismus

„Jetzt liegt es Schwarz auf Weiß vor: Das heute, Freitag, präsentierte Mittelfristgutachten der Pensionskommission zeigt, dass die finanzielle Situation des Pensionssystems kritisch ist und bleibt“, so Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung der Sozialpolitik und Gesundheit der Wirtschaftskammer Österreich: Die Bundesmittel, also der Zuschuss des Staates aus allgemeinen Steuermitteln, nehmen der jüngsten Prognose der Kommission zufolge in diesem Zeitraum um 3,1 auf 13,2 Mrd. Euro zu. Jubelmeldungen sind also fehl am Platz, denn die Aufwendungen für die gesetzliche Pensionsversicherung steigen im Vergleich zum letztjährigen Gutachten zwar weniger als erwartet, der Pensionsaufwand in Summe steigt bis zum Jahr 2020 in Summe jedoch um 23,6 Prozent auf knapp 42 Mrd. Euro. Damit schaffen wir weiterhin keine ausreichenden Spielräume für die Zukunftsbereiche Bildung, Frauen, Familie, Jugend, Wissenschaft und Forschung und somit zur dringend notwendigen Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich. Mit dem beginnenden Ausscheiden der geburtenstarken Baby-Boomer-Jahrgänge aus dem Erwerbsleben ab 2020 werden die Pensionsaufwendungen zu einem noch stärkeren Kostentreiber im Budget.“ 

Gleitsmann: Reformen im Pensionsbereich längst überfällig

Das System verursacht also immer noch sehr hohe Kosten zu Lasten der jungen Generationen, „daher sind Strukturreformen im Pensionsbereich überfällig“, so Gleitsmann, die die Politik auf den Weg bringen müsse - auch wenn es gilt, für manche unbequeme Reformschritte zu tun.  

Die Wirtschaftskammer plädiert - im Einklang mit internationalen Organisationen und angesehenen Experten – für die Einführung eines Nachhaltigkeitsautomatismus, der das Pensionsantrittsalter an die Lebenserwartung koppelt, eine raschere Anhebung des Frauenpensionsalters sowie das Schließen von Schlupflöchern in die Frühpension. (PWK936/JR)

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