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Österreichs Sommertourismus bilanziert 2015 bei Ankünften und Nächtigungen positiv

WKÖ Tourismussprecherin Nocker-Schwarzenbacher: Ausblick auf die Wintersaison optimistisch

Österreichs Sommertourismus bilanzierte sowohl bei den Nächtigungen als auch bei den Ankünften positiv – das zeigen die heute, Freitag, von der Statistik Austria veröffentlichten Zahlen der Sommersaison (Mai bis Oktober 2015). Demnach konnte mit 69,40 Mio. Nächtigungen ein Plus von 3,3 Prozent zum Vergleichszeitraum des Vorjahres 2014 erzielt werden, 21,85 Mio. Ankünfte (+6,3 Prozent) bedeuten einen neuen Rekord bei den Ankünften. „Unterm Strich konnten diesmal alle Bundesländerergebnisse mit einem Plus aufwarten. Diese positive Tendenz ist ein Indiz für die hohe Qualität unserer Leistung und unseres Angebots. 90.000 Mitgliedsbetriebe der Tourismus- und Freizeitwirtschaft und ihre Mitarbeiter haben wieder tolle Arbeit geleistet“, kommentiert die Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Petra Nocker-Schwarzenbacher, die aktuellen Ergebnisse. Zurückgegangen ist im heurigen Sommer allerdings die Aufenthaltsdauer. Sie liegt nun auf einem historischen Tiefstwert von 3,48 Tagen pro Aufenthalt. 

Deutschland bleibt wichtigster Herkunftsmarkt 

Nach den vorläufigen Daten der Statistik Austria liegt der für Österreich wichtigste ausländische Herkunftsmarkt, Deutschland, auf den rund 36 Prozent aller Nächtigungen in der Sommersaison entfielen, stabil bei 25,13 Mio. Nächtigungen (+0,4 Prozent). Auch die übrigen wichtigen Herkunftsmärkte entwickelten sich positiv: So stiegen etwa Nächtigungen von Gästen aus den Niederlanden (+2,7 Prozent), der Schweiz (+5,7 Prozent), Italien (+5,0 Prozent) oder der USA (+13,3 Prozent), während jene von belgischen und französischen Gästen leicht zurückgingen. Weiterhin dramatisch rückläufig sind die russischen Gästen (-27,8 Prozent). Der österreichische Gast kam ebenso häufiger und nächtigte öfter als im Sommer 2014, jedoch liegt die Tendenz bei den Nächtigungszahlen (+2,7 Prozent) etwas hinter der Dynamik der ausländischen Gäste (+3,5 Prozent) zurück.  

Wieder mehr Beschäftigung im Hotel- und Gastgewerbe 

Synchron mit der dynamischen Entwicklung der Nächtigungen und Ankünfte haben sich auch wieder die Beschäftigten in Beherbergung und Gastronomie entwickelt. Im Zeitraum von Mai bis Oktober 2015 waren im Durchschnitt (ohne geringfügig Beschäftigte) pro Tag 204.577 Personen beschäftigt. Das sind im Durchschnitt 5.237 Personen mehr als im Vergleichszeitraum 2014 (+2,6 Prozent). Beeindruckend ist der Vergleich mit dem vergleichbaren Zeitraum im Krisenjahr 2009. Hier stieg die tägliche Beschäftigtenzahl um rd. 26.000 Beschäftigte bzw. um +14,5 Prozent.  

In Summe werden 2015 über 450.000 Personen im Hotel- und Gastgewerbe gearbeitet haben. Dabei ist ein Ende des Beschäftigungswachstums in Beherbergung und Gastronomie noch nicht absehbar. Nocker-Schwarzenbacher: "Jetzt ist die Politik am Zug, weitere Potentiale zu heben. Das bereits am Arbeitsmarktgipfel der Bundesregierung für 2017 angekündigte Ende der täglichen Geringfügigkeitsgrenze sollte auf 2016 vorgezogen und praktikable Lösungen eines Dienstleistungsschecks bzw. eines endbesteuerten Abrechnungsmodells für die Aktivierung von Aushilfskräften umgesetzt werden. Ich setzte hier auf Arbeits- und Sozialminister Rudolf Hundstorfer und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, diese Möglichkeiten zu schaffen. Denn Beschäftigung schafft die Wirtschaft dann, wenn die Politik die richtigen Rahmenbedingungen setzt."  

Nocker-Schwarzenbacher: Auflagen und hohe Kosten drücken auf die Ertragslage  

Nocker-Schwarzenbacher: "Gerade bei positiven Entwicklungen und vielerorts Jubel um die Nächtigungszahlen dürfen wir nie vergessen, dass diese alleine nicht entscheidend sind, denn Umsatz und Gewinn sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Die Ertragslage hat sich im Durchschnitt nicht wirklich verbessert", warnt die Sprecherin der heimischen Tourismuswirtschaft und richtet einen Appell in Richtung der Politik: " Wir sind Weltmeister in der Gastfreundschaft. Aber dafür braucht es gute Stimmung in den Betrieben. Umso mehr muss allen politischen Verantwortlichen klar sein, dass jetzt Schluss sein muss mit bürokratischen Auflagen und zusätzlichen Kosten: Umbauten wegen des Tabakgesetzes, Umbauten wegen der Barrierefreiheit oder die Auswirkungen bei der Gegenfinanzierung der Steuerreform: Das alles kostet Geld. Wäre das Zinsniveau derzeit nicht so gut, hätte die Mehrzahl unserer Betriebe bereits heute ein Riesenproblem. Und einige Maßnahmen, wie die Mehrwertsteuererhöhung, die nicht alle Betriebe 1:1 an den Gast weitergeben werden können, treten erst im Laufe des Jahres 2016 in Kraft."

Nocker-Schwarzenbacher fordert deshalb für 2016 einen Entlastungs- und Investitionsförderungsgipfel im Rahmen einer Tourismuskonferenz mit Bund und Ländern.  

Ausblick auf die Wintersaison optimistisch 

Angesichts der bevorstehenden Wintersaison zeigt sich Nocker-Schwarzenbacher optimistisch: „Österreichs Tourismus hat im Winter ein Alleinstellungsmerkmal: wir haben die modernsten Skilifte, die besten Skilehrer, innovative Sportartikel und die weltweit beste Hotellerie-Infrastruktur zu einem international wettbewerbsfähigen Preis- Leistungsverhältnis. Aber auch die Städte und die Thermenregionen sind für den Winter gut aufgestellt. Kultur und Kulinarik finden ebenso das ganze Jahr statt.“ 

Einzig die Flüchtlingsthematik bereite im Zusammenhang mit den Grenzkontrollen nach Deutschland etwas Sorge, so die WKÖ-Tourismussprecherin. Prinzipiell sei die Buchungslage derzeit aber gut, der Schneefall in vielen Teilen Europas sorge für die notwendige Winterstimmung bei den Gästen, der Kälteeinbruch in Österreich für eine gute und effiziente Beschneiung. Wie jedes Jahr müsse natürlich auch das Wetter mitspielen:  "Bleibt der Frost, haben wir keinen Frust“, so Nocker-Schwarzenbacher abschließend.  

Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich ist die Interessenvertretung für über 90.000 Tourismusbetriebe aus den Branchen Gastronomie, Hotellerie, Freizeit- und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur- und Vergnügungsbetriebe sowie Gesundheitsbetriebe. 600.000 Arbeitsplätze (jeder 5. Vollzeitarbeitsplatz) hängen direkt oder indirekt von Tourismus und Freizeitwirtschaft ab (WIFO). (PWK934/ES)

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