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Gewerkschaft vida gefährdet Sozialpartner-Gespräche zur Zukunftssicherung im Hotel- und Gastgewerbe

WKÖ-Tourismusvertreter mahnen dringend Versachlichung der Diskussion ein

Mit Unverständnis und Verwunderung reagieren die beiden Chefverhandler der Arbeitgeber im Hotel- und Gastgewerbe, Siegfried Egger und Mario Pulker, auf die aktuellen Aussagen von Gewerkschaftsvertreter Berend Tusch (vida). „Es ist letztklassig, die dramatische Lage am Arbeitsmarkt und den Facharbeitermangel via medialem Säbelrasseln für persönliche Profilierungen auszunutzen“, so die beiden Branchensprecher, und weiter: „Offenbar ist es Herrn Tusch entgangen, dass die Sozialpartner bereits für Anfang Jänner einen weiteren gemeinsamen Verhandlungstermin zur grundlegenden Überarbeitung und Modernisierung des Kollektivvertrags vereinbart hatten.“ Dabei sollte die Weiterentwicklung der Branche und ihrer Beschäftigungsmöglichkeiten im Vordergrund stehen. Ein Vorhaben, das nun seitens der Gewerkschaft vida mit medialer Schützenhilfe des NEOS-Tourismussprechers Sepp Schellhorn gefährdet wird.

„Offenbar glaubt die Gewerkschaft auf diese Art einen Weg gefunden zu haben, ihre Forderungen durchzusetzen. Unter diesen Vorzeichen, so die Branchenvertreter, seien ernsthafte Verhandlungen im Interesse der Branche bis auf weiteres sinnlos“, mahnen Egger und Pulker eine rasche Versachlichung der Debatte ein. Zum Vorwurf der geringen Entlohnung im Hotel- und Gastgewerbe halten die Verhandlungsführer abschließend fest: „Die Löhne und Gehälter befinden sich im Vergleich mit anderen Branchen im Mittelfeld. Abgesehen davon kommen oftmals Kost, Quartier und Trinkgelder hinzu.“

Fachverband Gastronomie

Der Fachverband Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt rund 60.000 Gastronomiebetriebe mit über 145.000 Beschäftigten. Mit einem Umsatz von ca. 9,1 Mrd. Euro leistet die heimische Gastronomie einen wertvollen Beitrag zur österreichischen Wirtschaft.

Fachverband Hotellerie

Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt 17.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,05 Millionen Betten. Mit über 37 Millionen Ankünften und knapp 132 Millionen Nächtigungen leistet die heimische Hotellerie einen wesentlichen Beitrag zur direkten und indirekten Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Höhe von rund 48,8 Milliarden Euro. Das sind 14,8 Prozent des BIP. (PWK917/ES)

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