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Wirtschaft begrüßt die Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot–Karte

Gleitsmann: „Geplante Maßnahmen – vor allem Ausweitung des Bezugskreises sowie Flexibilisierung beim Kriterium Alter - stärken den Arbeitsstandort Österreich“ 

Erfreut zeigt sich die Wirtschaft über die geplante Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot-Karte: Die RWR-Karte soll künftig auch Absolventen eines Bachelor- oder Doktoratstudiums offenstehen. Das sieht ein Gesetzesentwurf des Sozialministeriums vor, dessen Begutachtungsfrist bis 22. Dezember läuft. Zudem soll die Frist für die Arbeitssuche von Studienabsolventen von einem halben Jahr auf ein Jahr und die Geltungsdauer der Karte von zwölf auf 24 Monate verlängert werden. 

Zahlreiche langjährige Forderungen der WKÖ werden aufgegriffen und umgesetzt 

„Das sind sinnvolle Maßnahmen zu Gunsten Österreichs im Wettbewerb der besten Köpfe. Und damit werden zahlreiche langjährige Forderungen der Wirtschaftskammer aufgegriffen und umgesetzt“, sagt Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik der WKÖ. “Denn zahlreiche Studien belegen, dass qualifizierte Zuwanderung die Wettbewerbsfähigkeit stärkt und zu einer Entlastung des Staatshaushaltes beiträgt. Angesichts der demographischen Entwicklung und der globalen Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften steigt der internationale Wettbewerb um die besten Köpfe. Im internationalen Vergleich hat Österreich, aber auch die EU, bei der qualifizierten Zuwanderung Aufholbedarf. Die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen stellen einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Arbeitsstandorts Österreich und zur Vermeidung von ‚Brain drain‘ dar“, unterstreicht Gleitsmann.

Detailinformationen zu den einzelnen Punkten:

1.) Einbeziehung von Bachelor-, Doktorats- und phd-Absolventen in die RWR-Karte für Studienabsolventen: Dabei handelt es sich um eine nötige legistische Klarstellung. Derzeit wird nur jede zehnte Rot-Weiß-Rot–Karte an Drittstaatsangehörige vergeben, die in Österreich ein Studium absolviert haben, obwohl sich diese bereits hierzulande aufhalten, gut qualifiziert und mit den heimischen Rahmenbedingungen bestens vertraut sind.

2.) Die  Ausweitung der Jobsuchdauer für Studienabsolventen von 6 auf 12 Monate ist deshalb begrüßenswert, weil die geltenden 6 Monate Suchzeit für Studienabsolventen zu kurz sind, zumal dabei die achtwöchige Verfahrensdauer zur Erteilung der RWR-Karte einzurechnen ist. Deutschland hat die Jobsuchzeit für Studienabsolventen von 12 auf 18 Monate ausgeweitet. Auch die Schaffung eines eigenen Aufenthaltstitels für Studienabsolventen zur Jobsuche dient der rechtlichen Klarheit.

3.) Ausweitung der Geltungsdauer: Künftig soll die RWR– Karte – ähnlich wie auch die Blaue Karte EU – für zwei Jahre erteilt werden können.

4.) Anpassung des Punkteschemas für Fachkräfte hinsichtlich des Kriteriums „Alter“ ist deshalb zu begrüßen, da über-40-Jährige mit abgeschlossener Lehrausbildung derzeit keine Chance auf Zuwanderung haben, weil sie aufgrund ihres Alters die Mindestpunkteanzahl nicht erreichen können. Durch die nun vorgesehene stärkere Berücksichtigung der Sprachkenntnisse im Punkteschema ist das Alter auch bei über 40-jährigen Fachkräften kein Ausschlusskriterium mehr. 

5.) Erhöhung des Beschäftigungsausmaßes für Studierende: Bislang konnten Bachelor-Studierende für 10 Wochenstunden und Master-Studierende für 20 Wochenstunden eine Beschäftigungsbewilligung ohne Arbeitsmarktprüfung erhalten. Nun wird die Wochenstundenzahl für Bachelor- und Master-Studierende einheitlich auf 20 Wochenstunden erhöht.

Einen Wermutstropfen birgt die Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot–Karte allerdings nach wie vor in sich: Denn die stärkere Berücksichtigung des regionalen Fachkräftebedarfs (vor allem in Westösterreich) fehlt in der Mangelberufsliste. „Das zu ändern, wäre sinnvoll, denn die Verfügbarkeit von Arbeitskräften in Wien nützt dem Tiroler Betrieb ja nicht, wenn diese Arbeitskräfte nicht zum Ortswechsel bereit sind und das AMS kaum überregional vermittelt“, so Sozialpolitik- und Arbeitsmarkt-Experte Gleitsmann. (PWK915/JR)

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