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WKÖ-Kronberger: Kommissionsvorschlag für Prospekt-Verordnung stärkt Kapitalmarkt in Europa

Erleichterungen bei der Kapitalaufbringung sind wichtiges Element der Kapitalmarktunion und nutzen vor allem KMU

„Mit dem heute veröffentlichten Vorschlag für eine Prospekt-Verordnung setzt die Europäische Kommission den Aktionsplan zu Kapitalmarktunion konsequent um. Denn auch wenn die herkömmliche Kreditfinanzierung die wichtigste externe Finanzierungsquelle für KMU bleibt, müssen auch andere Finanzierungsformen, wie insbesondere die Risikokapital- und Kapitalmarktfinanzierung, gestärkt werden“, betonte Ralf Kronberger, Leiter der Abteilung für Finanz- und Handelspolitik der Wirtschaftskammer Österreich heute. Die Prospekt-Verordnung regelt die verbindliche Erstellung eines Kapitalmarktprospektes für ein breites Investorenpublikum und soll die Prospekt-Richtlinie ersetzen.

In dem Vorschlag sind wesentliche Erleichterungen für Kapitalmarktfinanzierungen enthalten, die sich auch positiv auf Beteiligungsfinanzierungen außerhalb der Börse auswirken sollten, z.B. für Crowdfunding. Außerdem: „Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können in Zukunft einen standardisierten Fragebogen ausfüllen, wenn die Emissionen in bestimmten Handelssegmenten der Börsen stattfinden. Sie ersparen sich so die kostenintensive Erstellung eines Kapitalmarktprospektes“, so der Finanzexperte. Die Europäische Kommission wird den Text des Fragebogens nach Verabschiedung der Verordnung erarbeiten und veröffentlichen.  

Anhebung der Prospektpflicht-Untergrenze

Positiv ist die heute von der Kommission vorgeschlagene Anhebung der Untergrenze der Prospektpflicht für die verpflichtende Erstellung eines Kapitalmarktprospektes auf 500.000 Euro Emissionsvolumen und die Möglichkeit der Mitgliedstaaten, national die Untergrenze auf bis zu 10 Mio. Euro anzuheben. Österreich hat bereits für bestimmte Crowdfunding-Emissionen von KMU den bestehenden Spielraum genutzt, und dafür die Untergrenze auf 1,5 Mio. Euro angehoben. Für andere Emissionen gilt allerding noch immer die Untergrenze von 250.000 Euro, sodass die WKÖ positive Wirkungen auch für Österreich erwartet. (PWK913/FA)

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