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Heimische Aluminiumindustrie setzt auf Produktinnovationen im Bereich Mobilität

China und Energiepreise als aktuelle Schwerpunktthemen

„Leichtbau, Mobilität und Produktinnovation sind die aktuell heißesten Themen der heimischen Aluminiumindustrie. Wirkungsvoller Leichtbau spielt im Verkehrsbereich wie Automobilsektor oder der Luftfahrt eine tragende Rolle. Gewichtsreduktion -  eine der wichtigsten Aufgaben für die Zukunft – spart Energie und reduziert Emissionen. Durch den Einsatz des Leichtmetalls Aluminium lassen sich erhebliche Gewichtsvorteile erzielen. Mit der Fertigung von Spezialwerkstoffen, maßgeschneiderten Präzisionsprofilen und High-Tech Anwendungen sind österreichische Produzenten in der Automobilwirtschaft stark international vertreten“, betonte heute, Freitag, der Geschäftsführer des Fachverbandes der Nichteisen-Metallindustrie, Roman Stiftner. Vor diesem Hintergrund präsentieren sich die heimischen Firmen im Rahmen des Europäischen Aluminium Kongresses in Düsseldorf. Nach dem im Februar dieses Jahres in Wien abgehaltenen Aluminium Recycling Kongress ist dies ein weiteres starkes Zeichen, das die österreichische Aluminiumindustrie auf europäischer Ebene in diesem Jahr setzt.  

Plus von 5% Prozent im Luftverkehr fordert Umdenken

Wie stark der Bedarf nach Innovationen in diesen Bereichen ist, zeigen die folgenden Zahlen: So wird allein in Nordamerika und Europa mit einem jährlichen Anstieg des Bedarfs an Alu-Walzprodukten von bis zu sechs Prozent gerechnet. „Jährlich nimmt der Luftverkehr um bis zu fünf Prozent zu und um diesen Trend bewältigen zu können, sind neue leistungsfähige Flugzeuge gefragt. Komponenten aus Aluminium sind gesucht – Stichwort Leichtbauweise “, so Stiftner. 

Unter demselben Fokus steht der Einsatz von Aluminium bei der automobilen Fertigung: Denn mit sogenannten hochfesten Blechen können die Vorgaben in puncto Leichtbau etwa bei der Karosserie oder bei Aluminiumfelgen gehalten werden. Im Automobil kommt Aluminium nicht nur als Blech, sondern auch als Profil in zahlreichen Bauteilen und Komponenten zum Einsatz. Nicht nur in der Oberklasse auch in Klein- und Mittelfahrzeugen steigt der Aluminiumanteil stetig an. „Unsere heimischen Strangpresser mischen bei OEM-Leichtbau-Konzepten in der Topliga mit“ freut sich Stiftner. Österreichische Strangpressfirmen fertigen Profile in höchster Präzision, angepasst an die hohen Ansprüche und individuellen Bedürfnisse des Automobilbauers. „Angesichts des hohen Automatisierungsgrades ist Industrie 4.0. in den heimischen Firmen längst umgesetzt“ resümiert Stiftner.

Unklare Aussichten über Market Economy Status mit China  

„Noch keine Gewitterfronten, aber doch unklare Aussichten“, konstatiert Stiftner, was den Market Economy Status von China betrifft. Erst Mitte Oktober hatte China im Streit mit der EU und Japan um seine Antidumpingzölle auf besonders hochwertige Edelstahlrohre ein Berufungsverfahren bei der Welthandelsorganisation (WTO) verloren. Welche Marktmacht China im Rohstoffbereich erlangt hat, zeige sich, so Stiftner, auch am Beispiel der Aluminiumproduktion in den USA: Während sich diese allein im vergangenen Jahr halbierte und nunmehr nur mehr rund vier Prozent der Weltproduktion betrifft, weitete China seine Produktionsmengen auf inzwischen knapp 55 Prozent der Weltproduktion aus. „Die Gewährung eines Marktwirtschaftsstatus an China im Kontext des Antidumping-Rechts könnte zur Folge haben, dass China aufgrund von Überkapazitäten und geringeren Wachstums im eigenen Land Europa in naher Zukunft mit billigen Aluminiumprodukten überschwemmt. In welchem Ausmaß dies tatsächlich erfolgt, kann man derzeit schwer abschätzen“- so Stiftner.

Energiepolitische Themenstellungen überdenken 

In Hinblick auf die Beibehaltung der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Aluminiumindustrie fordert der Fachverband eine klare Ausrichtung der Rahmenbedingung bei umwelt- und energiepolitischen Themenstellungen. „Nach wie vor ist die Preissituation bei Energie angespannt“, so Stiftner. Die vor kurzem veröffentlichte Einschätzung der Europäischen Regulierungsbehörde ACER im Sinne einer Zerschlagung des gemeinsamen deutsch-österreichischen Strommarktes sei daher aus Sicht der Aluminiumwirtschaft „kontraproduktiv“.  Denn für die heimische Aluminiumindustrie als österreichischen Stromkunden würde eine Teilung des Marktgebietes empfindlich höhere Strompreise bedeuten, da die Beschaffung der elektrischen Energie nicht mehr auf Grundlage eines einheitlichen, an der Strombörse gebildeten, Großhandelspreises durchgeführt werden könnte. „Einmal mehr gilt es darauf hinzuweisen, dass die Stärke des heimischen Standortes in einer wettbewerbsfähigen Industrie liegt. Österreichs Aluminiumindustrie setzt auf High-Tech und Produktinnovationen und ist damit hocherfolgreich. In Hinblick auf die Rahmenbedingungen gilt es aber zu ausgewogenen Strategien zu finden, die sowohl den europäischen Standort nicht schlechter stellen als auch unnötige Belastungen hintanstellen“, so Stiftner abschließend. (PWK900/us)

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