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Metallgewerbe: Zähes Verhandeln um Abschluss - Mindestlöhne werden um 1,43 Prozent erhöht

Lohnabschluss im Zeichen unsicherer Wirtschaftslage - Rahmenrechtliche Verbesserung bringt Anrechnung von Karenzzeiten und Verlängerung der Freizeitoption - Niedere Löhne besonders berücksichtigt

Am späten Abend der zweiten Verhandlungsrunde am 23. November einigten sich die Chefverhandler der Arbeitgeber, Andreas Lahner und Josef Witke, mit dem Sozialpartner ProGe auf eine Lohnerhöhung, die die derzeitigen konjunkturellen Aussichten sowie die Erhöhung der Kaufkraft berücksichtigt. Mindestlöhne und Lehrlingsentschädigungen werden ebenso sowie  die verschiedenen Zulagen wie Nacht-, Erschwernis- und die Entfernungszulagen um 1,43%, angehoben. Die niedrigste Lohngruppe wurde besonders berücksichtigt und stärker angehoben. Bei den Ist-Löhnen erfolgt eine Erhöhung um 1,33%, mindestens jedoch um einen Betrag von 30 € pro Monat.

Freizeitoption wird verlängert

Die letztes Jahr im Metallgewerbe vereinbarte Freizeitoption wurde verlängert. Sie lässt einerseits den Arbeitnehmern die Wahl zwischen Lohnerhöhung und mehr Freizeit, andererseits ermöglicht sie den Arbeitgebern, auf wechselnde Anforderungen bei schwankender Auftragslage zu reagieren. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber können zweimal im Jahr eine Änderung der gewählten Option vereinbaren. Jedenfalls ist dafür das Einverständnis beider Seiten sowie eine Betriebsvereinbarung nötig.

Bei den Karenzzeiten werden in Zukunft alle Karenzzeiten betreffend Ansprüche wie Kündigungsfrist, Urlaubsanspruch und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall angerechnet.

Der abgeschlossene Kollektivvertrag gilt für die 105.000 Arbeiter und knapp 18.500 Lehrlinge in rund 45.000 Betrieben mit insgesamt ca. 205.000 Beschäftigten ab Jahresbeginn 2017. (PWK898/us)

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