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PersonenbetreuerInnen: Pflegesystem nicht willkürlich in Frage stellen!

Unternehmerische Selbständigkeit in der Pflege sichert individuelle Betreuung und macht sie finanzierbar

„Mit dem Modell der 24-Stunden-Betreuung wird sichergestellt, dass Pflegebedürftige die Wahlmöglichkeit zwischen einer Betreuung zur Hause oder in einer anderen Einrichtung haben. Aufgrund der demographischen Entwicklung werden die Aufwendungen für Pflege insgesamt weiter stark steigen. Die unternehmerische Selbständigkeit ist ein nunmehr seit 9 Jahren gut funktionierendes System und sichert damit die individuelle Betreuung“, betonte heute, Mittwoch, der Fachverbandsobmann der Berufsgruppe der PersonenbetreuerInnen in der WKÖ, Andreas Herz, in Reaktion auf den Vorschlag der ÖGB-Bundespensionisten. Um die Qualität im System zu sichern, habe man in den vergangenen beiden Jahren mit der Ausarbeitung von Qualitätskriterien aber auch mit der Trennung zwischen Vermittlern und den echten PersonenbetreuerInnen weitreichende Maßnahmen gesetzt. 

Ein Pflegenotstand kann nicht im Sinne aller Beteiligten sein

Eine Abschaffung der unternehmerischen Selbständigkeit in der Pflege hätte, so Herz, schlicht zur Folge, dass das System für Betroffene und Angehörige nahezu unfinanzierbar werde. Zahlreiche Umfragen zeigen, dass sich der Großteil der Menschen in Österreich wünscht, in der gewohnten Umgebung, den eigenen vier Wänden, alt zu werden. Ohne die 24-Stunden-Betreuung wäre das nicht möglich, so Herz. „Ein Pflegenotstand kann nicht im Sinne aller Beteiligten sein. Wenn die ÖGB-Pensionisten das Pflegemodell in Frage stellen, dann müssen sie auch für unbetreute Pflegepersonen, für einen echten Pflegenotstand die Verantwortung übernehmen. Selbständige Pflege und unselbständige Modelle haben bisher gut miteinander funktioniert und wie Zahnräder ineinander gegriffen. Dies sollte auch weiterhin so sein“, so der Fachverbandsobmann. 

Initiativen zur Förderung des Berufsbildes 

Um im Sinne der Mitglieder tätig zu sein, wurde eigens für die Berufsgruppe der PersonenbetreuerInnen eine mehrsprachige Zeitung der Wirtschaftskammer ins Leben gerufen, um der Berufsgruppe Informationen und Änderungen zur Verfügung zu stellen. Die Wirtschaftskammer ist zudem federführend in Projekten wie z.B dem europäischen Projekt "BID - Betreuer/innen-Qualifizierung in Deutsch" tätig. Ein mehrsprachiger Online-Ratgeber - http://personenbetreuung.wkoratgeber.at/ - wurde kreiert.

Begleitend setzt die Wirtschaftskammer Initiativen, wie zuletzt "PflegerIn mit Herz", um das Berufsbild der PersonenbetreuerInnen in der Öffentlichkeit zu fördern. Branchenspezifische Webseiten wurden und werden erstellt, wie jene der Fachgruppe Oberösterreich. Die Bundesberufsgruppenhomepage – http://www.daheimbetreut.at/ – geht diese Woche online und wird demnächst auch in den zehn gängigsten Fremdsprachen abrufbar sein. Branchenspezifische Beratungsleistungen werden durch mehrsprachige MitarbeiterInnen von den Landeskammern durchgeführt. Musterverträge (Betreuung, Organisation und Vermittlung) samt Beilagen werden den Mitgliedern zur Verfügung gestellt. Sowohl die Inhalte der Bundesberufsgruppenhomepage als auch die Musterverträge samt Beilagen wurden mit den Bundesministerien koordiniert. (PWK892/us)

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