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Rabmer-Koller: Kommissions-Initiative für Start-ups und Scale-ups muss alle KMU unterstützen

Europas KMU brauchen optimale Rahmenbedingungen bei Gründung, Wachstum – und darüber hinaus

„Ein schnelles Wachstum im Binnenmarkt ist für Europas KMU nicht leicht zu erreichen. Der Zugang zu Finanzierung und Bürokratie sind ihre größten Hindernisse“, erklärte Ulrike Rabmer-Koller, Präsidentin des Europäischen KMU- und Handwerksverbands UEAPME und Vizepräsidentin der WKÖ, zur heute von der Europäischen Kommission vorgestellten Initiative für Start-ups und expansive Unternehmen (sog. Scale-ups). Ziel der Initiative ist es, Europas Unternehmen – und vor allem KMU - bei ihrer Gründung und ihrem Wachstum unter die Arme zu greifen. „Die Kommission zeigt die Hindernisse auf, die KMU etwa durch komplexe nationale Steuersysteme sowie den schwierigen Zugang zu Finanzmitteln bremsen“, so Rabmer-Koller. „Expansive Unternehmen stehen aufgrund ihrer Fähigkeit, viele neue Arbeitsplätze zu schaffen, zu Recht im Mittelpunkt der Initiative. Dennoch dürfen die anderen Unternehmen nicht vergessen werden. Auch sie schaffen Arbeits- bzw. Ausbildungsplätze und sind unverzichtbar für den Erfolg des europäischen Wirtschaftsstandortes.“

Prinzip der Vertragsfreiheit muss erhalten bleiben

„Wir erwarten konkrete Maßnahmen zur tatsächlichen Verbesserung der Rahmenbedingungen für KMU. Beispielsweise ist der bereits vorgelegte EU-Vorschlag zu Geoblocking eindeutig kontraproduktiv, wenn es darum geht, KMU den Zugang zum Binnenmarkt zu erleichtern. Gerade auch überbordende Verbraucherschutzrechte halten Unternehmen davon ab, grenzüberschreitend tätig zu sein“, betont Rabmer-Koller. „Ein Händler kann nicht gezwungen werden, ein Produkt jedem Konsumenten zu verkaufen. Das Prinzip der Vertragsfreiheit muss erhalten bleiben.“ 

Vereinfachungsmaßnahmen für kleinere Banken

Viele KMU – und besonders expandierende Scale-ups - kämpfen mit unterentwickelten Kapitalmärkten. Zur Überprüfung der Kapitalanforderungsverordnung, die auch diese Woche von der Europäischen Kommission vorgelegt werden soll, erklärte Rabmer-Koller: „Regionalbanken sind die wichtigste Finanzierungsquelle für KMU. Wir kämpfen seit zwei Jahren, dass für lokale Banken mit niedrigeren systemischen Risiken verhältnismäßigere Regeln gelten. Daher erwarten wir, dass die Europäische Kommission Vereinfachungsmaßnahmen für kleinere Banken vorschlägt und die Verlängerung und Ausweitung des KMU-Unterstützungsfaktors uneingeschränkt unterstützt. Beide Aspekte sind von entscheidender Bedeutung, damit Banken die Investitionen der Realwirtschaft besser finanzieren können.“ (PWK889/FA)

Ulrike Rabmer-Koller, Präsidentin des Europäischen KMU- und Handwerksverbands UEAPME und Vizepräsidentin der WKÖ
Ulrike Rabmer-Koller, Präsidentin des Europäischen KMU- und Handwerksverbands UEAPME und Vizepräsidentin der WKÖ

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