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WIFI International exportiert Erfolgsmodell Duale Ausbildung als Rezept gegen Fachkräftemangel

Kombination von Berufsschule und Lehre im Betrieb sichert Fachkräfte auch im Ausland - Erste Lehrabsolventen nach österreichischem Vorbild am Mexiko-Standort der Firma Alpla

Österreichische Unternehmen sind nicht nur hierzulande auf Fachkräfte angewiesen. In Niederlassungen im Ausland ist es aufgrund unterschiedlicher oder kaum vorhandener praktischer Berufsausbildung ungleich schwieriger, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. WIFI International begleitet die Betriebe mit Bildungs-Know-how über die Grenzen, seit drei Jahren ist auch die Lehre nach österreichischem Vorbild mit im Gepäck. „Für unser Duales Ausbildungssystem wird Österreich in vielen Ländern beneidet“, unterstreicht WKÖ-Präsident Christoph Leitl die herausragende Bedeutung der Lehre für die praxisorientierte Ausbildung von Fachkräften. „Es freut mich, dass es nun erste gelungene Projekte gibt, diese Ausbildungsschiene zum Nutzen der Betriebe zu exportieren.“ 

Lehre nach österreichischem Vorbild 

In Mexiko startete die Vorarlberger Firma Alpla, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Kunststoffverpackungssysteme, bereits 2012 die Lehrlingsausbildung für Metalltechnik und Kunststoffformgebung nach österreichischem Vorbild. Seit 2013 läuft mit anfänglicher Unterstützung durch WIFI International bei Alpla und dem oberösterreichischen Spritzgießmaschinenbauer Engel auch ein österreichisch-chinesisches Pilotprojekt zur Etablierung einer Lehrausbildung für eben diese Berufe in Shanghai. „Ende Oktober traten in Mexiko nun die ersten Lehrlinge vor einer Prüfungskommission des WIFI International zur Abschlussprüfung auf Basis der österreichischen Ausbildungsverordnung für Kunststoffformgebung an“, freut sich WIFI Österreich-Kurator Markus Raml. „Das Ergebnis lässt sich sehen: Alle haben bestanden, drei davon sogar mit gutem Erfolg!“  

Julian Fässler, verantwortlich für die Internationalisierung der Berufsausbildung bei ALPLA über die bisherige Zusammenarbeit mit WIFI International: „Bereits in China und nun auch in Mexiko hat die Zusammenarbeit mit WIFI International bestens und problemlos geklappt. Die Abstimmung erfolgte jeweils sehr zeitnah und unbürokratisch. WIFI ist einmal mehr ein zuverlässiger und professioneller Partner – in Österreich und international“.

Gleichhaltung mit österreichischem Lehrabschluss 

Mit ihren Zeugnissen können die Lehrabsolventen nun um Gleichhaltung mit einem österreichischen Lehrabschluss ansuchen. WIFI Österreich-Institutsleiter Michael Landertshammer erklärt: „Formalrechtlich darf eine Lehrabschlussprüfung nur in Österreich stattfinden. Das nun etablierte System der Gleichhaltung ermöglicht den österreichischen Firmen, ihren Lehrlingen im Ausland einen österreichischen Lehrabschluss anzubieten. Dies macht die Duale Ausbildung in Ländern, in denen dieses praxisorientierte System noch vollkommen neu ist, bekannt und attraktiver.“

Die WIFIs,

die Wirtschaftsförderungsinstitute der Wirtschaftskammern, sind mit einem Marktanteil von rund 20 Prozent der größte Anbieter für berufliche Aus- und Weiterbildung in Österreich. Pro Jahr besuchen mehr als 350.000 Kundinnen und Kunden über 30.000 Kurse, Seminare und Lehrgänge. Aktuell sind für die WIFIs 12.000 Trainer/innen im Einsatz. Seit bald 70 Jahren ist das WIFI mit der Dachorganisation WIFI Österreich, neun Landesinstituten und 80 Außenstellen kompetenter Partner der österreichischen Wirtschaft.

Das WIFI International begleitet international tätige, österreichische Unternehmen mit beruflicher Aus- und Weiterbildung „Made in Austria“ in Länder der CEE- und SEE-Region. Gleichzeitig wird projektbezogen Unterstützung in der Region GUS, China, Nordafrika und im arabischen Raum angeboten.
Das WIFI Unternehmerservice bietet Veranstaltungen und Publikationen zu Themen, die für Unternehmen in Zukunft wichtig werden. Im Mittelpunkt steht das Entwickeln und Koordinieren von Wirtschaftsförderungsprogrammen mit Kofinanzierungspartnern. (PWK886/BS)

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