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EuroSkills 2016: Österreichisches Team zählt zum Favoritenkreis

Leitl und Bartley: Qualifikation und Innovation sind Schlüssel für Europa im globalen Wettbewerb - Duales Bildungssystem Rezept gegen Fachkräftemangel

„Überall auf der Welt herrscht mittlerweile ein Mangel an Fachkräften, gerade auch in Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit. Österreich ist diesbezüglich noch in einer relativ guten Position und unserer Duales Bildungssystem bringt regelmäßig die besten Fachkräfte der Welt hervor“, betonte Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit Simon Bartley, Präsident von WorldSkills International, anlässlich der kommende Woche beginnenden Berufs-Europameisterschaften EuroSkills 2016 in Göteborg/Schweden. Österreich schickt 35 junge Fachkräfte in 29 Berufen zur Europameisterschaft. 

Bei den letzten zwei Berufs-Europameisterschaften (2012 und 2014) lag das österreichische Team jeweils an der Spitze der Gesamtwertung. Leitl: „Österreich ist somit Europameister! Dies ist auch ein Erfolg der österreichischen Ausbildungsbetriebe.“ Dementsprechend groß ist natürlich die Erwartungshaltung an das TeamAustria, wie auch jene der einzelnen Teilnehmer; Sandra Wimmer, selbständige Friseurin und Teilnehmerin an EuroSkills 2016, vertrat das Team Austria bei der Pressekonferenz. Wimmer: „Ich freue mich auf Göteborg, spüre schon jetzt eine gewisse Anspannung und Aufregung und selbstverständlich hoffe ich auf eine Medaille.“

Österreichs Fachkräfte sind hervorragend ausgebildet

Die Chance dazu bestehe, so WorldSkills-Präsident Bartley, da sich „Österreich mit seinen Fachkräften bei allen Wettbewerben, den Welt- und Europameisterschaften, immer hervorragend präsentiert hatte und neben der Schweiz, Deutschland und Großbritannien immer zu den großen Favoriten zählt.“ Der Vorteil Österreichs sei bei diesen Wettbewerben die hervorragende Ausbildung seiner Fachkräfte. Bartley: „Andere Länder Europas haben zwar auch gute Bildungssysteme, aber ohne die spezielle Fachkräfteausbildung, das Duale Bildungssystem.“  

Der Schlüssel zum Erfolg der europäischen Wirtschaftsstandorte werde in Zukunft eine Mischung aus gut ausgebildeten Fachkräften neben Absolventen akademischer Bildungswege sein. Dabei gehe es aber nicht um Konkurrenz der beiden Systeme, sondern vielmehr um ein Miteinander, wobei es aber eine noch stärkere Durchlässigkeit in beide Richtungen geben müsse. Denn nur mit Qualifikation und Qualität, welche zu Innovationen führen, könne Europa im globalen Wettbewerb bestehen. „Europa kann in Zukunft einen Innovations- und Qualitätswettbewerb gewinnen, aber nie einen Quantitätswettbewerb“, so Leitl ergänzend. 

EuroSkills-Teilnehmer sind "Botschafter Österreichs"

Einer der einen Qualitätswettbewerb bereits gewonnen hat, ist Thomas Schäffer als Europameister bei den EuroSkills 2012 sowie Bronzemedaillengewinner bei den WorldSkills 2011 und heute erfolgreicher Gastronom und Haubenkoch in der Steiermark. Schäffer: „Es war für mich eine wichtige Erfahrung, an den Wettbewerben teilgenommen zu haben und mich mit den besten Nachwuchsköchen der Welt zu messen.“ Mittlerweile gibt Schäffer seine Erfahrung an junge Köche weiter und trainiert mit ihnen für die österreichischen Staatsmeisterschaften, deren Gewinn eine Voraussetzung für die Teilnahme an World- oder EuroSkills ist. „Für mich sind die Berufs-Weltmeister und Berufs-Europameister gleich bedeutend wie unsere Ski-Weltmeister oder Europameister in anderen Sportarten. Ich wünsche daher den 35 österreichischen Startern bei EuroSkills 2016 viel Glück und Erfolg. Sie sind die Botschafter Österreichs, unseres Dualen Bildungssystems und somit auch Botschafter für den Wirtschaftsstandort Österreich“, so Leitl abschließend. (PWK885/BS)

WKÖ-Präsident Christoph Leitl, WorldSkills-Präsident Simon Bartley, EuroSkills 2016-Teilnehmerin Sandra Wimmer und Gastronom Thomas Schäffer.
WKÖ-Präsident Christoph Leitl, WorldSkills-Präsident Simon Bartley, EuroSkills 2016-Teilnehmerin Sandra Wimmer und Gastronom Thomas Schäffer.

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