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KFZ-Recycling sichert wertvolle Rohstoffe

Tipps zur Altautoentsorgung

In Österreich gibt es sechs Schredderanlagen, die jährlich durchschnittlich eine halbe Millionen Tonnen Schredderschrott für die Stahlindustrie produzieren. Ist ein Auto nicht mehr Pickerl-tauglich, gilt es als gefährlicher Abfall und muss vom Fahrzeughalter fachgerecht entsorgt werden.

Hohe Wiederverwertungsquote

Vor der weiteren Behandlung werden die Altfahrzeuge zunächst von Schadstoffen entfrachtet bzw. trockengelegt. Gefährliche Werkstoffe wie u.a. Kraftstoff, Motor-, Getriebe- und Hydrauliköle, Brems- und Kühlflüssigkeiten, Frostschutzmittel, Quecksilber, Blei sowie bestimmte Bauteile, Glas und Kunststoffe müssen entfernt und abgesondert werden. Dabei wird darauf geachtet, welche Abfälle potenziell wiederverwendet, verwertet oder recycelt werden können. Autos enthalten neben Eisen, Stahl, Chrom auch wertvolle Rohstoffe wie Platin, Aluminium, Kupfer, die als wertvolle Ressourcen wieder der Produktion zugeführt werden können. Für die jährlichen Berichte an die Europäische Kommission sind klare, quantifizierte Zielvorgaben für die Wiederverwendung und die Verwertung von Altfahrzeugen festgelegt. Im Jahr 2015 wurden je Altfahrzeug 86,94% wiederverwendet und stofflich verwertet. Inklusive der thermischen Verwertung im Ausmaß von 9,95% betrug die Wiederverwendungsquote pro Altfahrzeug somit insgesamt 96,89%.

Altautos richtig entsorgen und worauf Fahrzeughalter dabei achten sollten

  • Wer ein Altfahrzeug zu entsorgen hat, sollte dieses bei einer der insgesamt 1.500 Rücknahmestellen oder einem befugten KFZ-Verwerter abgeben
    (Info-Link: BMLFUW: Rücknahme von Altautos).
  • Eigentümer von Altfahrzeugen, die bei einer Verwertungsanlage abgeliefert werden, erhalten einen Verwertungsnachweis, der für die Abmeldung des Fahrzeugs gem. §43 KFG erforderlich ist.
  • Die Rücknahme von Altfahrzeugen (AFZ) ist grundsätzlich kostenlos.
    Hinweis: Die kostenlose Rücknahme des Altfahrzeugs ist nicht verpflichtend beim Fehlen von wesentlichen Bauteilen (wie z.B. Motor, Katalysator, Karosserie sowie von anderen wesentlichen und den Wert eines Altfahrzeugs bestimmenden Bauteilen, wie beispielsweise Antriebsaggregat oder wertbestimmenden elektronischen Komponenten). In diesem Fall kann ein angemessener Kostenersatz bzw. -ausgleich entsprechend dem Wertverlust gefordert werden. Fehlen bloß unwesentliche Bauteile (wie z.B. Auspuff, Stoßstange oder Reifen) darf keinesfalls ein Kostenersatz eingefordert werden. Allfällige Transportkosten (z.B. Abschleppdienst) zur Rücknahmestelle können aber in Rechnung gestellt werden.
  • Vorsicht vor unseriösen Kauf-Angeboten: Verkaufen Sie nur „echte Gebrauchtwagen“ und keine Autowracks bzw. Schrottautos weiter, denn dies schadet nicht nur der Umwelt, sondern kann auch empfindliche Strafen nach sich ziehen.

Weiterführende Informationen zum Thema bietet ein Informationsblatt des WKÖ-Fachverbandes Entsorgungs- und Ressourcenmanagement (KfZ-Recycling: Wie Schrottautos verwertet werden).

Über den Fachverband Entsorgungs- und Ressourcenmanagement

Unter dem Aspekt der Weiterentwicklung der Entsorgungswirtschaft hin zu einer ressourcenschonenden, nachhaltigen Kreislaufwirtschaft steht im Rahmen der Interessenvertretung die Schaffung klarer rechtlichen Grundlagen durch die Entflechtung, Reduktion und Vereinheitlichung der Rechtsmaterie im Vordergrund. Dies auch mit dem Ziel, durch Rechts- und Investitionssicherheit für die Betriebe einen dauerhaften Erfolg für Gesellschaft und Umwelt erzielen zu können. (PWK874/JR)

Der Fachverband Entsorgungs- und Ressourcenmanagement in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) tritt für die Interessen von österreichweit rund 5.568 Unternehmen ein. Diese erwirtschaften mit rund 14.366 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von in etwa 3.231 Millionen Euro. Ihr ökonomisch und ökologisch bedeutendes Aufgabengebiet im Entsorgungs- und Ressourcenmanagement reicht von der Sammlung, Behandlung und (Wieder-)Verwertung  flüssiger und fester Abfälle und der Reinhaltung und Wartung von Verkehrsflächen bis zur Erfassung und Aufbereitung von Abwasser, Schneeräumung, Müllsammlung, Entrümpelung, Kanal- und Kläranlagenreinigung sowie die fachgerechte Entsorgung gefährlicher Abfälle. Die Branche ist von einem klar überdurchschnittlichen inländischen Wertschöpfungsmultiplikator gekennzeichnet, denn es verbleiben etwa 90% der Nachfragen nach Gütern und Dienstleistungen als Bruttowertschöpfung im Ausmaß von 943 Millionen Euro pro Jahr in Österreich. Das Investitionsvolumen beträgt jährlich brutto 153 Millionen Euro.

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