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Fahrzeughandel gegen verpflichtenden Führerschein-Check für Senioren

Fahrzeughandels-Branchensprecher Burkhard Ernst sieht darin Diskriminierung und warnt vor Pauschalverurteilung auf Grund des Lebensalters

Mit Unverständnis reagiert der österreichische Fahrzeughandel auf eine Forderung des grünen Verkehrssprechers Georg Willi: Dieser wünscht sich laut einem Zeitungsbericht verpflichtende und engmaschige Überprüfungen der Fahrtüchtigkeit von Senioren. Der Obmann des Bundesgremiums Fahrzeughandel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Burkhard Ernst, warnt vor einer Pauschalverurteilung: „Führerschein-Checks für ältere Verkehrsteilnehmer stellen eine Diskriminierung sondergleichen dar. Das Verantwortungsbewusstsein einzelner Verkehrsteilnehmer hat nichts mit dem Alter zu tun. Man muss sich schon wundern, welche Ideen aus manchen politischen Richtungen kommen, um für immer neue Einnahmequellen zu sorgen.“

Willi hatte gefordert, dass Autolenker ab dem 70. Lebensjahr regelmäßig überprüft werden und dies damit begründet, dass Reaktionsfähigkeit und Blickfeld mit zunehmendem Alter eingeschränkt sind. „Man muss nicht alles bis ins kleinste Detail regeln und kann sich in manchen Lebensbereichen getrost auf die Eigenverantwortung der Bürger verlassen“, entgegnet Ernst.

Führerschein für Senioren wesentlich

Die Aberkennung des Führerscheins hätte für viele Pensionisten wohl massive Folgen hinsichtlich der Bewältigung des Alltages. Vor allem in ländlichen Gebieten, in welchen das öffentliche Verkehrsnetz nicht ausreichend ausgebaut ist, gibt es oftmals keine Alternative zu Auto und Führerschein, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. (PWK866/JR)

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