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WKÖ-Gleitsmann zu ArbeitnehmerInnenschutz: Vorgaben auf Praxistauglichkeit überprüfen– Info und Aufklärung verstärken

Bürokratie entschärfen, Beraten statt Strafen: „Motivation ist Erfolgsfaktor, Strafe nur letztes Mittel“

„Das heutige Jubiläum des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes zeigt den erfolgreichen Weg von Österreichs Betrieben in der Unfallprävention, bietet aber auch die beste Gelegenheit, Handlungsbedarf zu identifizieren“, betonte Martin Gleitsmann, Leiter der sozialpolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer Österreich, heute, Montag, im Rahmen des Festaktes „20 Jahre ArbeitnehmerInnenschutzgesetz“. „Die Arbeitswelt ist massiven Veränderungen unterworfen – Stichwort digitale Arbeitswelt oder just-in-time-Lieferungen. Wir sind mit neuen Herausforderungen konfrontiert.“ 

Der oft zitierte Anstieg von psychischen Erkrankungen müsse mit Sachlichkeit betrachtet werden, so der WKÖ-Experte. Zum einen herrsche Schnelllebigkeit bei weitem nicht nur am Arbeitsplatz. Zum anderen liege die Ursache der vermehrten Anträge aufgrund psychischer Belastungen in der Beurteilung, nicht im Anstieg der tatsächlichen Fälle, belegte erst kürzlich ein OECD-Bericht. Dies wiederum liegt am größeren Bewusstsein für und dem Sinken des Stigmas von psychischen Krankheiten. 

'Arbeit macht krank' als pauschale Falschaussage

Kritisch merkte auch Gleitsmann an, dass die Diskussion um psychische Gesundheit nicht einseitig geführt werden dürfe: „Die pauschale Aussage: Arbeit macht krank ist so schlichtweg falsch. Krankheiten sind nie monokausal“, betonte Gleitsmann und verwies auf eine Langzeit-Studie des Münchner Max-Planck-Instituts für Psychiatrie. Demnach unterscheiden sich psychische Erkrankungen und Symptome prinzipiell nicht zwischen Menschen mit und ohne Job. Arbeit sei vielmehr sinnstiftend und strukturgebend, gesundheitsgefährdend sei jüngsten Studien zufolge dagegen die Erwerbslosigkeit. 

Zu Evaluierung  psychischer Belastungen auf dem Arbeitsplatz  hielt Gleitsmann fest, dass eine im Betriebsalltag auch wirklich praktikable Umsetzung gefunden werden muss. „Hier sind wir alle gemeinsam aufgefordert, die Betriebe bei diesem Prozess zu begleiten“.

Gleitsmann: Überbordende Strafen nützen niemandem

Evaluieren müsse man jedenfalls die bestehenden Rechtsmaterie, betonte Gleitsmann. Dabei gehe es darum, überbordende Bürokratie zu durchforsten und Vorgaben für die Betriebe auf Aktualität und Praxistauglichkeit zu überprüfen. „Besonderes Gewicht muss dabei der Grundsatz: Beraten statt Strafen, den die Wirtschaftskammer vehement einfordert, bekommen. Es kann nicht sein, dass für Bagatellvergehen eines Betriebes schon die große Strafkeule geschwungen wird. Überbordende Strafen nützen niemandem und tragen auch nicht zur Aufklärung der Vorgaben bei“. Vielmehr sei es notwendig, mehr in die Information und Aufklärung in den Betrieben zu investieren. „Motivation ist ein Erfolgsfaktor. Strafen dürfen immer nur der allerletzte Schritt sein“. (PWK854/PM)

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