th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Sharing Economy: HOTREC fordert Fair Play für bloße Raumvermietung in Euro-pa

Rechtsvakuum im Beherbergungsbereich soll durch neues Strategiepapier und 10-Punkte-Plan beseitigt werden

Die Vertreter der europäischen Hotellerie sind sich einig, dass das derzeitige Rechtsvakuum in Europa im Bereich der bloßen Raumvermietung über diverse (online-) Plattformen – wie beispielsweise Air B’n’B, Wimdu und 9flats.com – einerseits enorme Risiken beim Verbraucherschutz und bei der Gästesicherheit birgt und andererseits zu unlauterem Wettbewerb und wirtschaftlichen Grauzonen führt. Ein aktuelles Strategiepapier mit einem 10-Punkte-Plan zur Schaffung einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Sharing Economy im Beherbergungsbereich soll dem nun Abhilfe schaffen. Verabschiedet wurde dieses von der 71. Generalversammlung von HOTREC, dem europäischen Dachverband der Hotels, Restaurants und Cafés in Europa, Ende vergangener Woche in Den Haag.

Fair-Play für alle Teilnehmer gefordert

Siegfried Egger, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich und seine Stellvertreterin Andrea Steinleitner, zeigten sich über den Schritt erfreut: „HOTREC´s Strategiepapier lenkt den Fokus auf relevante Schlüsselfragen, die von der öffentlichen Hand und der Gesellschaft auch in Österreich beantwortet werden müssen.“ Zu den offenen Punkten zählen die Notwendigkeit der Registrierung und der statistischen Messung der wirtschaftlichen Aktivitäten, die Einhaltung von Sicherheitsstandards und die Gefahrenabwehr sowie steuerliche Verpflichtungen, Schutz der Arbeitnehmerrechte und die Wahrung der Lebensqualität in den Stadtteilen. „Dieses Papier untermauert unsere Forderung, ein gesundes Fair-Play für alle Marktteilnehmer zu erreichen. Denn für einen großen Teil der Akteure ist das bereits ein profitables Geschäftsmodell – aktuell allerdings ohne jegliche Spielregeln“, so Egger und Steinleitner. 

HOTREC-Präsidentin Susanne Kraus-Winkler bekräftigt: "Die HOTREC hat mit dem aktuellen Strategiepapier einen genauen Plan vorgelegt. Nun liegt es an den Behörden und Regierungen, Sharing Economy effektiv in unser Wirtschaftssystem zu integrieren und Verbraucherschutz sowie Steuereinnahmen sicherzustellen, so wie dies auch das Gastgewerbe tut, das europaweit 10 Millionen Menschen beschäftigt und zusammen mit den anderen touristischen Bereichen die drittstärkste Wirtschaftskraft in Europa darstellt.“ Auch die Welttourismusorganisation (UNWTO) begrüßt das Strategiepapier von HOTREC als einen wichtigen Beitrag zu den Diskussionen um die Sharing Economy in der Tourismusbranche.

Zurzeit gibt es etwa in Wien rund 5.500 Angebote über Plattformen, 70 Prozent davon sind ganze Wohnobjekte. 

HOTREC

HOTREC repräsentiert Hotels, Restaurants und Cafés in Europa. Die Branche steht für 1,8 Mio. Betriebe, von denen rund 99 Prozent Klein- und Mittelbetriebe sind (davon 91 Prozent Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten). Das Hotel- und Gastgewerbe bietet allein in der Europäischen Union 10,2 Mio. Arbeitsplätze. Zusammen mit allen touristischen Branchen ist dies einer der größten in Europa. HOTREC vereint 43 nationale Hotel- und Gastgewerbeverbände aus 29 europäischen Ländern. 

Fachverband Hotellerie

Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt 17.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,05 Millionen Betten. Mit über 37 Millionen Ankünften und knapp 132 Millionen Nächtigungen leistet die heimische Hotellerie einen wesentlichen Beitrag zur direkten und indirekten Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Höhe von rund 48,8 Milliarden Euro. Das sind 14,8 Prozent des BIP. (PWK852/ES)

Das könnte Sie auch interessieren

  • Presse Archiv

WKÖ-Harl begrüßt Digital Roadmap der Bundesregierung

UBIT-Obmann: „Rasche Umsetzung ist jetzt wichtig!“ mehr

  • Archiv 2016

27. Welttag der Fremdenführer: Gratisführungen in ganz Österreich

WKÖ-Span: "Die austriaguides leisten einen wertvollen Beitrag zur Bewerbung Österreichs" mehr

  • Archiv 2015

PflegerIn mit Herz: Beliebteste 24h-Personenbetreuer ausgezeichnet

Obmann Herz: Auszeichnung als Anerkennung und Ansporn mehr