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Industrie „made in Europe“: Industrielle Wertschöpfung angewiesen auf politische Wertschätzung

Wirtschaftskapitäne treffen hochkarätige EU-Politiker in Brüssel zur Zukunft der Industriepolitik in Europa

Heute (9.11.) demonstrieren in Brüssel mehr als 10.000 Arbeitnehmer aus der Stahlbranche für den Erhalt der Industrie und damit einhergehend ihrer Arbeitsplätze in Europa. Bereits ein Tag zuvor hatten führende Wirtschaftskapitäne der Rohstoffindustrie hochkarätige Entscheidungsträger in Brüssel getroffen, um dieser Forderung ebenfalls ihre Stimme zu verleihen. 

Die Industriedelegation wurde angeführt von voestalpine CEO Wolfgang Eder, Obmann des Fachverbands Bergbau-Stahl in der WKÖ und Präsident von EUMICON, Franz Friesenbichler, sowie Alfred Hintringer, Obmann des Fachverbands Nichteisen-Metall, auf Initiative der Plattform EUMICON (European Mineral Resources Confederation).

In einer Reihe von Gesprächen und Veranstaltungen unter anderem mit Maroš Šefčovič, Vize-Präsident der Europäischen Kommission, Jerzy Buzek, Vorsitzender des Industrieausschusses im Europäischen Parlaments, und Mairead McGuinness, Vize-Präsidentin des Europäischen Parlaments, sowie Paul Rübig, Abgeordneter des Europäischen Parlaments, diskutierte die hochrangige Industriedelegation über die wichtigsten Herausforderungen. 

Eins vor zwölf für europäische Industrie

„Die kommenden Monate bringen wichtige Entscheidungen für die europäische Industrie mit sich: sei es der im Raum stehende Status als Marktwirtschaft für China, die Neuordnung des Emissionshandelssystems ab 2020 oder die neuen Regeln für den Energiebinnenmarkt: Am Ende des Jahres werden wir ein Stück mehr wissen, wie weit es in Zukunft noch möglich sein wird, Industrie ‚made in Europe‘ zu haben“, so Wolfgang Eder, CEO der voestalpine. „Es ist hoch an der Zeit, Klarheit über die langfristigen Rahmenbedingungen für industrielle Aktivitäten in Europa zu schaffen. Es ist nicht fünf, sondern eins vor zwölf.“

„Industrie ‚made in Europe‘ ist eine Errungenschaft, die es gilt, auch in der Zukunft zu erhalten. Arbeitsplätze in der Industrie gehören zu den bestbezahlten in Europa.“, betont EUMICON-Präsident und Obmann des Fachverbandes Bergbau-Stahl in der WKÖ, Franz Friesenbichler. „Das stärkt auch wiederum die Kaufkraft und trägt zum Wirtschaftswachstum bei. Diese Arbeitsplätze leichtfertig aufs Spiel zu setzen, ist fatal“, so Friesenbichler. 

Industrie als Rückgrat der Wirtschaft und Gesellschaft

„Europa braucht seine Industrie. Und die Industrie braucht Europa“, bringt es der Obmann des Fachverbandes Nichteisen-Metall in der WKÖ, Alfred Hintringer, auf den Punkt. „Unsere Industrie ist das Rückgrat der Wirtschaft, zahlreiche Jobs vor- und nachgelagerte Branchen und Dienstleistungen existieren allein dank der Ansiedelung von Industriebetrieben.“ ‚Made in Europe‘ bedeute allerdings nicht nur diese positiven Aspekte, es gibt auch Schattenseiten: Hohe Energiekosten, wettbewerbsverzerrende Regulierungen wie den Emissionshandel oder auch exorbitante Kosten auf die Arbeitskraft schwächen die europäische Industrie zunehmend im globalen Wettbewerb. 

Investitionsschutz in Europa gefordert

Eines der größten Probleme stelle die fehlende Planbarkeit für die Industrie dar. „Investitionen in Innovationen haben meist einen Horizont von zehn Jahren oder mehr. Ständig wechselnde Rahmenbedingungen sind Gift für solche Investitionen“, stellt Friesenbichler klar. Deshalb benötige es einen Schutz für Investitionen in Innovation, indem diese nicht durch kurzfristige und kurzsichtige Politik konterkariert werden. Auch im Sinne des Klima- und Umweltschutzes. „Eine europäische Industriepolitik ist die beste Klimaschutzpolitik“, betont Friesenbichler, denn, „nirgends in der Welt wird so CO2-arm, umweltfreundlich und energieeffizient produziert wie in Europa. Daher ist es in unser aller Interesse, wenn Industrie ‚made in Europe‘ eine starke Zukunft hat.“

Über EUMICON:

EUMICON (European Mineral Resources Confederation) versteht sich als Schnittpunkt der internationalen Rohstoffbranche hinsichtlich Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Der Verband wurde als Wissens- und Informationsplattform der Mineralrohstoffwirtschaft ins Leben gerufen. Im Fokus stehen dabei die Gewinnung, Aufbereitung und das Recycling mineralischer Rohstoffe. Neben fundierter Meinungs- und Bewusstseinsbildung u.a. mittels Informationsveranstaltungen, Ausstellungen und Publikationen werden konkrete Lösungsansätze erarbeitet und der Austausch von Wissen forciert. Partner der Konferenz sind neben den beiden Fachverbänden Bergbau-Stahl und Nichteisen-Metallindustrie der Wirtschaftskammer Österreich, das BMWFW (Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft), die IV (Industriellenvereinigung), EUROMINES (Europäischer Mineralrohstoffverband) sowie die voestalpine. Mit der wissenschaftlichen Leitung wurde die Montanuniversität Leoben in Kooperation mit dem BVÖ (Bergmännischer Verband Österreichs) betraut. (PWK837/BS)

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