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Roth: „Gefordertes Verbot von Ölheizungen ist falsches Signal“

Energiehandel fordert offene und pragmatische Diskussion zur Erreichung der Klimaziele. Verbot verhindert rasche Verbesserungen der CO2-Bilanz

Das von Bundesminister Rupprechter am Montag ins Spiel gebrachte „Aus“ für Ölheizungen ist für den Fachverband Energiehandel nicht nur ein falsches Signal, sondern verhindert auch eine rasche und nachhaltige Senkung des CO2-Ausstoßes in Österreich. 

„Bundesminister Rupprechter tappt mit seinem Vorstoß in die ideologische Falle vieler Umweltorganisationen und vermeintlich ökologisch Denkender. Ein Verbot führt nur dazu, dass sich der Status Quo nicht verändert und viele der ca. 200.000 alten Heizkessel noch Jahre und Jahrzehnte weiter betrieben werden. Dafür sind drei Gründe verantwortlich: Erstens sind viele Gebäude nicht auf eine Umrüstung auf einen anderen Energieträger ausgelegt. Umfassende zusätzliche Investitionen – von der Dämmung bis zu einer kompletten Erneuerung der Heizanlage – sind notwendig. Zweitens sind die Kosten bei einem Umstieg auf einen anderen Energieträger bedeutend höher und in vielen Fällen sozial unverträglich. Und drittens gibt es in ländlichen Gebieten aufgrund der topografischen Verhältnisse (Randlagen) gar keine Alternative zur Ölheizung“, stellt Jürgen Roth, Vizepräsident der Österreichischen Wirtschaftskammer und Fachverbands-Obmann des Energiehandels klar. 

Jedoch kann durch einen Umstieg auf hochmoderne und hocheffiziente Brennwerttechnik sofort ca. 40 % an Energieressourcen und somit auch an CO2 eingespart werden. Der Umstieg auf das in Betrieb und Anschaffung effizienteste und günstigste Heizsystem ist jederzeit und kostengünstig möglich. Ein Austausch kostet ungefähr 9.000 Euro, mit Unterstützung durch die privat finanzierte Initiative „Heizen mit Öl“ ungefähr 6.000 Euro. Eine Amortisation des Kessels ist in wenigen Jahren gegeben. Weiters kann der CO2-Problematik langfristig mit CO2-neutralem Bioheizöl begegnet werden, die in modernen Heizanlagen verwendet werden können.

Freiwillige Ölkesselförderaktion senkt schon heute CO2 Ausstoß

Der Energiehandel bekennt sich zu den nationalen Zielen zur Steigerung der Energieeffizienz und kommt seit Jahren seiner Verpflichtung zum Umwelt- und Klimaschutz nach. Die 2009 von der Mineralölwirtschaft freiwillig ins Leben gerufene Ölkesselförderaktion hat bis Ende 2015 österreichweit zum Tausch von ca. 40.000 Ölkesseln geführt. Aufgrund modernster Brennwerttechnik konnten so über 1.500.000 Tonnen CO2 eingespart werden. „Wir werden auch weiterhin einen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem alte Ölkessel gegen innovative Heizölsysteme auf breiter Basis getauscht werden. Wir werden offen auf das Ministerium zugehen und eine pragmatische, faktenbasierte und offene Diskussion suchen. Wir sind überzeugt, dass alle gestaltenden Kräfte an der besten Lösung im Sinne der Umwelt interessiert sind. Ein sinnvoller Mix aller Energieträger ist die Grundlage für eine effiziente Klimapolitik in Österreich“, fordert Roth. (PWK835/JR)

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