th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Wirtschaft begrüßt Inkrafttreten des Weltklimaabkommens - Hauptemittenten müssen Anstrengungen steigern

Schwarzer: Wirtschaft Teil der Lösung - Chancen für Wirtschaft nutzen

Das heutige Inkrafttreten des Welt-Klimaschutzabkommens von Paris stellt die Weichen, um das Ziel einer vollständigen Neutralisierung der THG-Emissionen in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts zu erreichen. 

Der Start ist geglückt: Während das Kyoto-Protokoll sieben Jahre für das Inkrafttreten brauchte, schaffte es der Pariser Vertrag in elf Monaten. In kurzer Zeit sind 97 Staaten beigetreten. Allerdings war diesmal die Einstiegsschwelle niedriger, weil sich kein Land zu Emissionsobergrenzen verpflichten musste. Dies nährt die Hoffnung, dass dem Pariser Vertrag mehr Erfolg beschieden sein wird als seinen Vorläufern. 

„Die Wirtschaftskammer Österreich begrüßt das Inkrafttreten des Abkommens, gleichzeitig muss aber sichergestellt werden, dass sich möglichst viele Staaten dem Beispiel Europas anschließen und vergleichbare Anstrengungen zur Emissionsreduktion unternehmen“, erläutert Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik der Wirtschaftskammer Österreich.

Allgemeines kooperatives Bemühen ist gefragt

Zwischen Kyoto und Paris hat ein Paradigmenwechsel stattgefunden: „War das Kyoto-Abkommen noch von Verpflichtungen und Sanktionsandrohungen geprägt, setzt das Paris-Abkommen auf eine Politik des kooperativen Bemühens“, stellt Schwarzer klar, „so tritt nun Breite an die Stelle von Strenge, die letzten Endes aber auf internationaler Ebene ohnedies nicht zum Tragen gekommen ist“.

Wenn häufig vom Ziel der Dekarbonisierung die Rede ist, muss eines außer Streit stehen: „Nur gemeinsam können die Ziele des Klimavertrags erfüllt werden. Mit ihrem 10%-Anteil kann die EU das Weltklima nicht im Alleingang retten.“

Für viele Zukunftsbranchen entstehen durch dieses internationale Abkommen, wenn es gelebt wird, neue Chancen und neue Absatzmärkte. Die Energie- und Umwelttechnik, erneuerbare Energien und Green-Services gewinnen an Bedeutung, nicht nur in Österreich, sondern weltweit. „Österreich als anerkannter Lieferant hochwertiger innovativer Energie- und Umwelttechnologien wird die sich auftuenden Chancen nutzen“, untermauert Schwarzer.

Österreich muss sich auf Energiesektor nicht verstecken

Die österreichische Wirtschaft hat bewiesen, dass sie zur Lösung großer Herausforderungen im ökologischen Bereich im Stande war. Erinnern wir uns an die Seenreinhaltung, die Flussreinhaltung, die rasche Vorsorge gegen das Waldsterben, die Smogbekämpfung oder die Einführung eines zukunftsweisenden Stoffstrom – und Abfallmanagements, die Wirtschaft hat große Probleme gemeistert. Auch im Bereich der Energiewende können wir auf beachtliche Vorleistungen zurückblicken, Energieverbrauch und CO2-Emissionen wurden vom BIP-Wachstum entkoppelt, der Anteil der erneuerbaren Energien von 22 auf 33% gesteigert, und seit 2005 sind die Emissionen der Treibhausgase signifikant rückläufig.

Die Wirtschaft wird Teil der Lösung sein. Wenn auch die Großemittenten China und USA ihre Beiträge auf ein europäisches Level anheben, können wir bei der Eindämmung der Treibhausgas-Emissionen mit Optimismus in die Zukunft blicken. „Am Ende muss aber eine Tonne CO2 in China, USA und anderen Ländern genauso viel kosten wie in Europa, um ein Level-Playing-Field zu gewährleisten“, appelliert der WKÖ-Klimaexperte abschließend. (PWK820/us) 

Das könnte Sie auch interessieren

  • 2011

Neuerlassung der Wasserstraßen-Verkehrsordnung

Stellungnahme der Wirtschaftskammer, Juli 2011 mehr

  • 2011

VO-Vorschlag zur vorläufigen Kontenpfändung

Stellungnahme der Wirtschaftskammer, September 2011 mehr

  • Umwelt- und Energiepolitik

WKÖ-Nachhaltigkeitskontest 2013

Österreich an der Spitze - beste durchschnittliche Platzierung in den 56 gewerteten Einzelindikatoren mehr