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WKÖ-Bundessparte Information und Consulting begrüßt die Entscheidung des EU-Parlaments zur Netzneutralität

Spezialdienste im Netz und Zugang zum offenen Internet sind kein Widerspruch

„Es ist für die Netzanbieter und für den Wirtschaftsstandort Österreich von entscheidender Wichtigkeit, dass Traffic-Management zulässig ist“, kommentiert Robert Bodenstein, Obmann der Bundessparte Information und Consulting in der Wirtschaftskammer Österreich die jüngste Entscheidung des EU-Parlaments zur Netzneutralität. „Von der zum Teil fundamentalistisch anmutenden Auseinandersetzung um die Netzneutralität haben sich die EU-Abgeordneten zum Glück nicht anstecken lassen“, zeigt sich Bodenstein erleichtert über die wegweisende Entscheidung zur Verordnung über Maßnahmen zum Zugang zum Internet.

„Für uns ist es wichtig, dass grundsätzlich jeder einen Zugang zum Netz hat, dass jedoch der Provider für Spezialdienste und für das Verkehrsmanagement Eingriffe machen kann. Das ist gelungen, weshalb die Entscheidung für uns in Ordnung geht. Alles andere würde den Over-the-Top-Playern, die zumeist in Übersee sind, in die Hände spielen und zu Lasten der europäischen User und Anbieter gehen. Eine fundamentalistische Auslegung von Netzneutralität im Sinne eines völlig freien und gleichen Zugangs zum Netz würde in letzter Konsequenz genau das Gegenteil von dem bewirken, was die Verfechter der Netzneutralität eigentlich bezwecken wollen und letztlich dem Wirtschaftsstandort Österreich schaden“, merkt Bodenstein an. 

Sorge des heimischen Regulators unbegründet

Over-the-Top-Player benötigen für ihre Dienste in der Regel wesentlich mehr Bandbreite als andere Netzuser. Würde eine absolute Netzneutralität bestehen, könnten die „Big Player“ zu günstigen Konditionen rasch weitere Kapazitäten in Anspruch nehmen, was wiederum zu Lasten der Kleinen gehen würde. Die Volumina, die beispielsweise Youtube in Anspruch nimmt, sind nicht vergleichbar mit dem eines Online-Shops. Nicht zuletzt die rasante Entwicklung rund um das Thema Industrie 4.0 macht es notwendig, dass Spezialdienste bedarfsgerecht auf der Hochleistungs-Datenbahn angeboten und genützt werden können. „Mit dieser Lösung ermöglicht die EU zukünftige Innovationen mit regionaler Wertschöpfung. Insofern ist die Sorge des heimischen Regulators um eine langfristige Gefährdung der Netzneutralität und des Internet nicht nachvollziehbar“, so Bodenstein. 

Abschaffung der Roaming-Gebühr benachteiligt heimische Betreiber

„Wir sind froh, dass das EU-Parlament eine wirtschafts- und standortverträgliche Entscheidung getroffen hat. Das hätten wir uns auch bei der Roaming-Entscheidung erwartet“, merkt Bodenstein kritisch an. Die Abschaffung der Roaminggebühren wird gerade die heimischen Telekombetreiber wirtschaftlich benachteiligen, weil die Preise am österreichischen Markt im internationalen Vergleich sehr billig sind. 

Die Bundessparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Österreich ist die gesetzliche Interessenvertretung von rund 120.000 Unternehmen aus den Bereichen wissensbasierte Dienstleister, Kommunikation und IKT. (PWK818/JR)

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