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Investitionen: Richtigstellung zur WU-Studienpräsentation

Standort Österreich nicht am griechischen Weg – absoluter Stillstand in Bereich Maschineninvestitionen sichtbar

Im Nachklang der Studienpräsentation, gestern, Mittwoch, zum Thema Investitionen in Österreich muss auf Grundlage der Fakten in folgenden Punkten eine Richtigstellung vereinzelter Medienberichte vorgenommen werden: Die Kernaussage der vorliegenden Studie bezieht sich auf den massiven Einbruch der Nettoinvestitionen im Zeitraum der Jahre 2000 bis 2014 um mehr als 60 Prozent. Dies ist Ausdruck eines langfristigen Trends, der aus einem schwachen Wirtschaftswachstum, hohen Lohnstückkosten und eben den rückläufigen Investitionen resultiert. Die Entwicklung des Standortes Österreichs ist aber explizit nicht mit jener Griechenlands vergleichbar. Es wurde lediglich auf das Risiko einer überdurchschnittlichen Inflation im Euroraum an den Beispielen der Schuldnerländer wie etwa Spanien, Italien oder Griechenland hingewiesen. Ein direkter Vergleich zwischen Griechenland und Österreich ist nicht zulässig – dies wurde auch in der Pressekonferenz explizit ausgesprochen.

Weiters wurde darauf hingewiesen, dass  Österreich im aktuellen „Global World Competitiveness Report 2014/2015“ beim Teilranking "Stärke des Investorenschutzes" auf Rank 83 von 144 Ländern liegt. Dies ist ein natürlich ein Teilindikator – und nicht wie fälschlicherweise berichtet, der Platz im Gesamtranking, in dem Österreich auf Rang 23 liegt.

Ein weiterer – wichtiger Punkt – betrifft im Zusammenhang mit der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie das Faktum, dass seit 2011 die Investitionen in Maschinen stagnieren und nicht – wie fälschlicherweise berichtet - keine Investitionen in Maschinen sichtbar sind.  Im Jahr 2014 ist sogar das Wachstum der Investitionen in F&E zum Erliegen gekommen.

Schließlich wurde als wesentliche Ursache der sich verschlechternden Wettbewerbsfähigkeit die im Euroraum überdurchschnittliche Inflationsrate betont. Für diese ist nicht nur – wie fälschlicherweise berichtet – die über dem Produktivitätswachstum liegende Lohnsteigerung verantwortlich, ebenso wichtige Faktoren sind Preissteigerungen bei Gebühren und öffentlichen Tarifen sowie eine mangelnde Deregulierung bei unternehmensnahen Dienstleistungen. (PWK797/US)

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