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EUREM Awards 2016 in Berlin verliehen: Österreich siegt in der Nationenwertung

Dreifach-Erfolg österreichischer Projekte beim renommierten Europäischen Energiemanagerpreis

EUREM ist ein standardisiertes Trainingsprogramm für Europäische Energie Manager, das seit Jahren in mittlerweile in 26 Staaten läuft. Österreich ist seit mehr als einem Jahrzehnt höchst erfolgreich dabei: Der EUREM wurde in Österreich bereits 30 Mal durchgeführt, 687 Europäische Energiemanager wurden ausgebildet. Ihre Projekte ersparten der österreichischen Treibhausgasbilanz bisher in Summe 560.000 Millionen Tonnen CO2 sowie 1.160.000.000 kWh (1,16 Terawattstunden). 

Diese Projekte sind ein wesentlicher Teil der EUREM-Qualifikation. Ziel ist es, dass jeder Teilnehmer ein Projekt soweit entwickelt, das dann in jenem Unternehmen, das ihn zum Lehrgang entsendet hat, auch gleich umgesetzt werden kann. 

EUREM Award belohnt Projekte aus EUREM-Lehrgängen

Um die Erfolge der Projektinitiatoren aufzuzeigen, wurde der EUREM Award ins Leben gerufen. Heuer wurden insgesamt 31 Energieeffizienz-Projekte von den EUREM-Trainingsanbietern weltweit dafür nominiert, 16 EUREM-Staaten bewerteten diese Nominierungen je nach Unternehmensgröße. 

Beim heurigen Award, der heute in Berlin verliehen wurde, haben alle  eingereichten österreichischen Projekte gewonnen. Drei von neun ausgelobten Awards gehen nach Österreich:

  • Thomas Schmid, Wienerberger Ziegelindustrie GmbH, gewinnt den 3. Platz in der Kategorie kleine Unternehmen.
  • Stefan Buchmayr, Miba Sinter Austria GmbH, erreicht den 2. Platz in der Kategorie mittlere Unternehmen.
  • René Stadler, Mondi Frantschach GmbH, belegt „in der Kategorie große Unternehmen den dritten Platz.

Die Preisträger und ihre Projekte

Thomas Schmid realisierte in der Wienerberger Ziegelindustrie GmbH die Optimierung der Materialaufbereitungsanlagen. Die Projekt-Eckdaten:

  • Ziele: Reduktion der spezifischen Energie (kWh Strom/m³) im Bereich der Aufbereitung
  • Effekte: Durch Reduktion von Leerlaufzeiten kann eine Kosteneinsparung (elektrische Energie) von 1.100 Euro pro Jahr erzielt werden. Des Weiteren kann durch Erhöhung des Durchsatzes (m³/h) eine Einsparung von mindestens 16.500 Euro pro Jahr erreicht werden (Feldtest 70m³/h  möglich).

Stefan Buchmayr, Miba Sinter Austria GmbH, optimiert die thermische Nachverbrennung.

  • Ziele: Ökologische und Ökonomische Optimierung der thermischen Nachverbrennung und Verbesserung dadurch die Umgebungstemperaturen für die Mitarbeiter. Ein Prototyp ist Anzufertigen um die Machbarkeit und die Einsparungen darzustellen.
  • Effekte: Die Optimierung der thermischen Nachverbrennungen von 20 Sinteröfen ergibt eine Einsparung von 125.000  Euro. Dem steht ein Aufwand von 178.000 Euro gegenüber. Die statische Amortisation beträgt 5 Monate. Darüber hinaus werden Treibhausgase im Ausmaß von 700 t/a eingespart. Mit August 2016 wurde die Nachrüstung alle Verbrennungseinheiten abgeschlossen.

René Stadler entwickelte in der Mondi Frantschach GmbH

  • Ziele: ein Modell, in dem Verbraucher und Netz miteinander kommunizieren. So liefert der Abnehmer Regelenergie, wenn dies für die Stabilität der Netze erforderlich ist. Damit sinken die Kosten für die Allgemeinheit, und das Unternehmen lukriert Preisvorteile.
  • Volkswirtschaftlicher Effekt: Durch Senkung der Ausgleichsenergiekosten werden Fördergelder frei, die zum weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energie verwendet werden können. Damit kann zusätzliche 4,8 GWh Ökostrom p.a. mehr installiert werden.
  • Ökologischer Effekt für den Betrieb: Die zu erwartende aktivierte Regelenergie wird im Fall von negativer Regelenergie Normalstrom mit Ökostrom ersetzen und im Fall von positiver Regelenergie wird zusätzlich produzierter Ökostrom eingespeist.
  • Ökonomischer Effekt: Aufgrund der geringen Kosten für die Implementierung amortisiert sich die Maßnahme praktisch sofort.
    (PWK794/PM)

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