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Landertshammer: Kindergärten als Basis des gesamten Gemeinwesens

Elementarpädagogik: Qualifizierungsschub in der Ausbildung – mehr Diversität – Forschungsergebnisse nützen

Anlässlich einer Vortragsveranstaltung zum Thema „Fit für die Vielfalt? Qualität und Mehrsprachigkeit im Kindergarten“ fordert Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), eine Aufwertung der Arbeit der Pädagoginnen und Pädagogen in den Kindergärten und Volksschulen: „Wir brauchen einen Qualifizierungsschub in der Ausbildung, ebenso wie in der Weiterbildung. Pädagoginnen und Pädagogen müssen fit gemacht werden für Gegenwart und Zukunft. Staat und Gesellschaft dürfen sie nicht alleine lassen mit den Herausforderungen, die sich ergeben, sondern müssen ihnen das notwendige Werkzeug mitgeben, damit sie im Alltag ihres Berufes bestehen können“. 

Dazu benötige es unter anderem ein klares österreichweites Bundesrahmengesetz mit einheitlichen und verbindlichen Standards auf hohem Niveau. Dies soll unter anderem den Bildungsplan für Null- bis Sechsjährige, die Aus- und Fortbildung des Personals und die Einbeziehung von Tageseltern umfassen. „Die Elternarbeit soll generell gestärkt werden“, betont Landertshammer: „Wir wollen eine Bildungspartnerschaft zwischen Einrichtungen und Familie forcieren: Eltern müssen von Anfang an eingebunden werden und ihre Verantwortung für das positive Gelingen elementarer Bildungsprozesse wahrnehmen. Gerade der Kindergarten ist hier die Basis für den weiteren Lebensweg und damit die Grundlage unseres gesamten Gemeinwesens“.  

Elementarpädagogik muss mehr Wertschätzung erfahren

Zu den wesentlichen Forderungen zählt Landertshammer auch, mehr Männer für pädagogische Berufe in den Kindergärten und Volksschulen zu begeistern und mehr Personen mit Migrationshintergrund anzusprechen: „Nur zwei Prozent der Personen im elementarpädagogischen Bereich sind Männer, gering ist auch der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund in diesen Berufen. Das spiegelt die gesellschaftliche Realität nicht wieder. Gerade das Bildungswesen sollte dies aber vorbildlich tun und ist angehalten, brach liegende Ressourcen zu nützen“, so Landertshammer. Generell müsse die Elementarpädagogik mit den anderen Berufen im Bildungsbereich gleichgestellt werden und mehr Wertschätzung erfahren, unterstreicht Landertshammer.

Die Veranstaltung zeige einmal mehr, dass Forschung im Sinne einer evidenzbasierten Defizitanalyse und langfristigen wissenschaftlichen Begleitung von Pädagogen und Kindern in Langzeitstudien unabdingbar seien, um jene Daten und Fakten zu erhalten, die für zielgerichtete Maßnahmen notwendig seien: „Die produzierten Forschungsergebnisse müssen als Basis für politische Schwerpunktsetzung und Maßnahmengestaltung dienen. Dies zielt besonderes auf den Bereich der Elementarpädagogik ab, der bisher in Österreich deutlich zu wenig beforscht ist“, so Landertshammer. Erste Forschungsbefunde, die Thema in der genannten Veranstaltung waren und auf der die Forderungen der WKÖ basieren, stammen aus der laufenden Studie „Migration und Mehrsprachigkeit“, finanziert von einem Konsortium aus Arbeiterkammer Wien, Industriellenvereinigung, Wirtschaftskammer Österreich, Österreichisches Rotes Kreuz, Österreichischer Gewerkschaftsbund, Caritas Österreich/Wien und Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs. 

Die Studienergebnisse sind als Policy Briefs abrufbar unter http://paedpsych.jku.at/index.php/mime/. (PWK784/BS) 

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