th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Hochhauser: Pharma-Zwangsrabatte gefährden Wirtschaftsstandort Österreich

Kassensanierung nicht zu Lasten der Betriebe, sondern durch umfassende Reformmaßnahmen

Auf massive Kritik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) stößt ein heute, Montag, in Begutachtung gegangener Gesetzesentwurf, demzufolge Pharmafirmen den Krankenkassen künftig Rabatte zu gewähren haben. Diese Zwangsrabatte sollen laut Gesetzesentwurf jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag ausmachen. Dazu WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser: „Gesetzlich verordnete Preisrabatte senden ein komplett falsches Signal für unseren Wirtschaftsstandort aus. Wir brauchen bei der derzeitigen Wirtschaftslage Entlastungsmaßnahmen und nicht zusätzliche Belastungen für unsere Betriebe.“

Tatsächlich greifen derartige Zwangsrabatte stark in die Eigentumsrechte und die Erwerbsfreiheit der Unternehmer ein. „Pharmaunternehmen werden es sich künftig dreimal überlegen in Österreich zu investieren, wenn ihnen hier per Gesetz vorgeschrieben wird, welche Rabatte sie zu gewähren haben“, warnt Hochhauser. Diese Maßnahme sei unverhältnismäßig,  schwäche die internationale Wettbewerbsfähigkeit und gefährde Arbeitsplätze in Österreich. Als äußerst innovative und forschungsintensive Branche in Österreich bietet die Pharmabranche in Österreich rund 18.000 Mitarbeitern hoch qualifizierte Arbeitsplätze.

Bei Krankenkassen besteht Reformbedarf

Anstatt mit neuen Belastungen für Betriebe müsse den drohenden roten Zahlen der Krankenkassen mit umfassenden Reformen begegnet werden, fordert die WKÖ-Generalsekretärin. „Die Pharmawirtschaft ist bereit, einen Beitrag zur Konsolidierung der Kassen zu leisten. Für eine nachhaltige Sanierung bedarf es jedoch umfassender Reformmaßnahmen, die jetzt angegangen werden müssen“, so Hochhauser.

Dazu zählen etwa die Hebung weiterer Synergie- und Einsparungspotentiale in der Krankenkassenverwaltung wie beispielsweise verstärkte Kooperationen im Back Office Bereich oder das Einziehen eines effektiven Verwaltungskostendeckels. Darüber hinaus regt Hochhauser den verstärkten Einsatz von Public-Private-Partnership-Modellen und somit das Hinterfragen von inneffizienten eigenen Einrichtungen der Sozialversicherung an. (PWK782/SR) 

Das könnte Sie auch interessieren

  • Archiv 2016

Neue österreichweite Aktion: Der heimische Modehandel sagt danke

2,1 Millionen Flyer liegen im österreichischen Modehandel auf – Nach wie vor entfallen drei Viertel der Umsätze im Modebereich auf den stationären Einzelhandel mehr

  • Archiv 2016

Mitterlehner und Leitl: Neues Maßnahmenpaket zum Bürokratie-Abbau erleichtert das Wirtschaften

Fünf-Punkte-Entlastungspaket für Unternehmen - Gründungen vereinfachen, existenzbedrohende Mehrfachbestrafungen beenden,Genehmigungsverfahren deutlich beschleunigen mehr

  • Archiv 2016

Update der Checkliste zum Goldkauf ab sofort auf www.wko.at/pro-kunden verfügbar

Nützliche Tipps vom Fachverband Finanzdienstleister jetzt auf den Kauf von Gold und Edelmetallen erweitert mehr