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Pilotprojekt Bad-Deutsch-Altenburg: Mosser zieht durchwachsene Bilanz

Branchensprecher der Schifffahrtsunternehmen sieht aber jedenfalls „das gegenseitige Verständnis der ökologischen und ökonomischen Anforderungen an die Wasserstraße Donau gestärkt“

„Die Schifffahrt hat ihre Position in der hohen Umweltverträglichkeit. Die Leistungsträger und Nutzer der Wasserstraße stehen für eine nachhaltige Nutzung der Donau“, hielt Wolfram Mosser, Obmann der Berufsgruppe Schifffahrt in der WKÖ, im Rahmen der Eröffnung der ersten wissenschaftlichen Fachtagung über das Pilotprojekt Bad-Deutsch Altenburg am Freitag, an der Universität für Bodenkultur in Wien fest.

„Wir haben daher der kritischen Begleitung des Pilotprojektes im Rahmen des Akteursforums, in dem die Verbesserung ökologischer Verhältnisse bei gleichzeitiger Verbesserung der Schifffahrtsverhältnisse geprobt werden sollte, oberste Priorität eingeräumt“, so Mosser, der aus den nun vorliegenden Ergebnissen für die wesentlichen Themenbereiche der Schifffahrt (Granulometrische Sohlverbesserung, Kombination der Umbauten von Buhnen/Uferrückbar) eine durchwachsene Bilanz zieht.

Positive Bilanz über das Akteursforum

„Trotz teils unterschiedlicher Interessen hat sich während des gesamten Prozesses die Gesprächsbasis positiv entwickelt. Das gegenseitige Verständnis der ökologischen und ökonomischen Anforderungen an die Wasserstraße Donau konnte gestärkt werden“, zieht Mosser eine positive Bilanz über die Kommunikation zwischen den Teilnehmern des Akteursforums. „Wir haben uns schon immer zu dem notwendigen Konsens Ökologie/Ökonomie bekannt“, ergänzt der Branchensprecher. Die Schifffahrt verfolge dieses Ziel stets derart, dass Ergebnisse nur durch einen integrativen Gesamtansatzes erzielt werden können. Bei allen Maßnahmen müsse die Gleichwertigkeit der Verbesserung der ökologischen Situation des Nationalparks und der Fahrwasserverhältnisse für die Schifffahrt erreicht werden. „Ich erkenne durch das Akteursforum eine klare Übereinstimmung zwischen allen Teilnehmern, dass nur auf Basis der Erkenntnisse aus den bisherigen Naturversuchen und dem Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg neue Lösungen und weitere Projekte entwickelt werden können.“ 

Durchwachsene Bilanz zu den Ergebnissen

„Die wissenschaftliche Erkenntnis, dass die Sohlstabilisierung mit der geprobten granulometrischen Sohlverbesserung (40/80) nicht erreicht werden kann, ist zur Kenntnis zu nehmen“, analysiert Mosser. Die während des Pilotversuches vorgenommenen Änderungen zeigen, dass die GSV in einer vergröberten Form (32/120mm) funktionieren könnte. „Grundsätzlich sei das positiv, allerdings müssen die Auswirkungen auf die Schifffahrt und auf die Erhaltung der Wasserstraße jedoch vor Umsetzung einer solchen Maßnahme noch eingehend geprüft und entwickelt werden“, hält der Branchensprecher gegenüber der Via Donau fest. Kritisch sieht Mosser die Ergebnisse der Buhnenumbauten und des Uferrückbaues im Bereich Witzelsdorf. „Die Ergebnisse zeigen eine vermehrte Anlandungstendenz und daraus resultierend einen höheren Erhaltungsaufwand der Schifffahrtsrinne, was definitiv die Fahrwasserverhältnisse nicht verbessert“. 

„Für die Zukunft wichtig ist weiterhin eine nachhaltige Verbesserung der Fahrwasserverhältnisse für die Schifffahrt, die auch bei Stabilisierungsmaßnahmen der Stromsohle bzw. bei Geschiebemanagement erfüllt werden müssen“, stellt Mosser die Position der Schifffahrt abschließend klar. (775/JR)

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