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Belarus möglicher Brückenkopf für Unternehmen in Eurasische Wirtschaftsunion

Trilaterales Forum Österreich–Belarus–Russland brachte österreichische mit russischen und weißrussischen Unternehmensvertretern zusammen

Diese Woche fand das „Zweite Trilaterale Forum Österreich–Belarus–Russland“ in der weißrussischen Hauptstadt Minsk statt. Das Forum wurde von den Wirtschaftskammerpräsidenten der drei Länder ins Leben gerufen und dient als Kommunikationsplattform für Unternehmen, um Informationen sowie Erfahrungen zu spezifischen wirtschaftlichen Themen austauschen sowie neue Kontakte zu knüpfen. Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl führte gemeinsam mit Nationalratspräsident Karlheinz Kopf eine 30-köpfige Unternehmensdelegation zum Forum, auf dem Kooperationsmöglichkeiten sowie der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen – vor allem in Hinblick auf die Vorteile durch die Eurasische Wirtschaftsunion mit 180 Millionen Einwohnern – mit über 150 weißrussischen und russischen Unternehmensvertretern erläutert wurden.

Verbindungspartner zwischen EU und eurasischem Wirtschaftsraum

Neben Russland und Kasachstan gehört Belarus zu den Gründungsstaaten der 2014 zusammengeschlossenen Eurasischen Wirtschaftsunion. Diese trat Anfang 2015 in Kraft und gewann mittlerweile auch Armenien und Kirgisistan als neue Mitglieder. Das Ziel der Wirtschaftsunion ist es, einen gemeinsamen Binnenmarkt zu schaffen. Auch die Errichtung eines gemeinsamen Binnenmarktes für Energie ist angedacht - jedoch auf das Jahr 2025 verschoben. „Als unmittelbarer EU-Nachbar, spielt Belarus eine wichtige Rolle als Verbindungspartner zwischen der EU und dem eurasischen Wirtschaftsraum“, betonte WKÖ-Präsident Leitl. Gute Chancen für österreichische Unternehmen sieht Leitl vor allem in den Bereichen Landwirtschaft, Energie, Infrastruktur und Logistik. Leitl: „Ein positives Zeichen für die weiteren Außenwirtschaftsbeziehungen mit Belarus ist die von der EU diese Woche angekündigte mögliche Aufhebung bzw. Lockerung der 2006 verhängten EU-Sanktionen gegen Belarus.“ 

Die österreichische Delegation traf in Minsk neben hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik aus Belarus und Russland auch mit dem weißrussischen Präsidenten zusammen. Gemessen am Handelsumsatz ist Belarus im Rahmen aller GUS-Länder der fünftwichtigste Handelspartner für Österreich (nach Russland, Kasachstan, der Ukraine und Aserbaidschan). 2014 exportierte Österreich Güter im Wert von rund 212 Mio. Euro nach Belarus und verzeichnete Importe in der Höhe von 20 Mio. Euro. In Belarus sind derzeit über 130 österreichische Firmen tätig und Österreich zählt zu den größten Auslandsinvestoren im Land. (PWK771/BS)

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