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Mentoring für MigrantInnen: Erfolgsprogramm der Wirtschaftskammern Österreichs geht in die nächste Runde

Projekt mit AMS und Österreichischem Integrationsfonds unterstützt qualifizierte Migranten bei Arbeitsmarkt-Integration – ein Schwerpunkt sind diesmal Flüchtlinge

Das von den Wirtschaftskammern Österreichs gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) und dem Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) durchgeführte Programm „Mentoring für Migrant/innen“ ist mit einer Auftaktveranstaltung gestern, Dienstagabend, in die nächste Runde gestartet. Im diesjährigen Durchgang nehmen allein im Raum Wien/Niederösterreich insgesamt 122 Mentoringpaare teil. Dabei unterstützen in der Wirtschaft gut etablierte Personen (Mentoren) qualifizierte Migranten, die freien Zugang zum heimischen Arbeitsmarkt haben, bei der Arbeitsmarkteingliederung – ob als selbständig oder unselbständig Beschäftigte. 

WKÖ-Hochhauser: Migranten stärken Internationalisierung und Wettbewerbsfähigkeit  

„Vielfalt und eine Kultur der Offenheit in Gesellschaft und Wirtschaft sind ein großer Gewinn für Österreich. Deswegen setzt die WKÖ hier seit Jahren selbst aktiv Initiativen. Qualifizierte MigrantInnen sind ein wichtiges Arbeitskräftepotenzial, durch dessen Erschließung gleichzeitig die Internationalisierung der Wirtschaft gefördert und wettbewerbsfähiger gemacht wird“, betont Wirtschaftskammer-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser. „Aufgrund der derzeitigen Flüchtlingssituation und insbesondere im Hinblick auf die große Zahl an syrischen Flüchtlingen, die bereits Asylstatus haben und daher dem österreichischen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, hierbei aber besondere Hilfe benötigen, legen wir diesmal einen Schwerpunkt auf syrische Flüchtlinge“, so Hochhauser. In Wien und NÖ nehmen aktuell 19 Flüchtlinge am Programm teil, 13 davon kommen aus Syrien.   

AMS-Kopf: Sprachkenntnisse und persönliche Netzwerke als Schlüssel zum Job 

AMS-Vorstand Johannes Kopf betont: „Für den erfolgreichen Berufseinstieg von MigrantInnen sind - neben fachlichem Know How - vor allem zwei Dinge wichtig: Sprachkenntnisse und persönliche Netzwerke. Fehlen diese Grundlagen, haben es MigrantInnen nach wie vor deutlich schwerer am Arbeitsmarkt. Das zeigen die aktuellen Arbeitsmarkdaten: Während die Arbeitslosenquote der ÖsterreicherInnen im ersten Halbjahr 2015 bei 8,3 Prozent lag, war sie von ausländischen StaatsbürgerInnen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit 14 Prozent deutlich höher.“ Das Programm „Mentoring für MigrantInnen“ setzt genau hier an, indem die MentorInnen gemeinsam mit den Mentees an den notwendigen Instrumentarien zur Arbeitsmarkteingliederung arbeiten. 

ÖIF-Goiser: Erfolg durch persönliche Unterstützung von MentorInnen  

„Das Programm ‚Mentoring für MigrantInnen‘ ist sehr erfolgreich, weil es für MigrantInnen wichtige persönliche Unterstützung bietet. Durch die Hilfe von engagierten MentorInnen gelingt es, Menschen mit Migrationshintergrund eine rasche Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen“, stellt Roland Goiser, stv. Geschäftsführer des ÖIF, fest: „Die MentorInnen unterstützen beim Kennenlernen der Anforderungen des österreichischen Arbeitsmarkts, geben praktische Tipps im Bewerbungsprozess und stellen ihre Netzwerke zur Verfügung. Auch sie selbst profitieren vom interkulturellen Austausch mit ihren Mentees und deren internationalen Erfahrungen. “ 

Das auch aus Mitteln der Internationalisierungsoffensive unterstützte Programm wird seit 2008 durchgeführt. Seither wurden österreichweit in insgesamt 38 Durchgängen knapp 1.300 Mentoringpaare gebildet und so mit dem Rüstzeug für eine erfolgreiche Jobsuche ausgestattet. Die neuen Durchgänge starten österreichweit in den kommenden Wochen. (PWK766/SR)

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