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Drei-Länder-Initiative fördert den Wintersport-Nachwuchs von morgen

Motto der Seilbahnverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: „Mindestens einmal während der Schulzeit auf die Piste“

„Die Zukunft des Wintersports“ – mit diesem Motto setzen die Seilbahnverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Rahmen der diesjährigen D-A-CH Seilbahn-Tagung im Congress Innsbruck vor über 600 Fachleuten ein starkes Signal zur Förderung des Skinachwuchses. 

Eine aktuelle Untersuchung zum Thema Skifahren im D-A-CH-Raum zeigt, welche Maßnahmen notwendig sein werden, um Menschen in Zukunft auf die Piste zu bringen. 33% der D-A-CH Bevölkerung sind demnach aktive Skifahrer, 67% Nicht-(Mehr)-Skifahrer, und jeder Zweite stand bisher noch nie auf Skiern. „Es gibt noch immer großes Potenzial, um mehr Menschen für den Skisport zu gewinnen. Die Seilbahnverbände werden diese Bemühungen jedenfalls aktiv unterstützen und durch eigene Maßnahmen verstärken“, betonten unisono Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs in der WKÖ, Peter Schöttl, Präsident des Verbandes Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte, sowie Präsident Dominique de Buman von den Seilbahnen Schweiz.

11,6 Millionen potenzielle Skifahrer

Die Studie der Manova GmbH beziffert das Potenzial auf etwa 11,6 Millionen (wieder) einstiegsinteressierte Personen, wobei Deutsche, die bislang nie Skifahren waren, den Löwenanteil ausmachen. Etwa 2,1 Millionen Menschen können sich sicher vorstellen, mit dem Skifahren zu beginnen bzw. wieder einzusteigen. Familienangehörige sowie persönliches Interesse am Skisport und der Wunsch, Berge und Schnee zu erleben, sind im D-A-CH-Raum die am häufigsten genannten Gründe, um mit dem Skifahren zu beginnen. Die Lust auf das Skifahren wird auch „vererbt“ – 74% der Skifahrer, die unter 10 Jahren begonnen haben, nennen die Familie als Grund. Außerdem kommen Jugendliche häufig durch Schulskikurse auf die Pisten. 

Familien mit Kindern im Fokus

Besonders Familien mit Kindern zwischen 14 und 18 nannten häufig starkes Interesse. Für Franz Hörl ist daher der frühe Einstieg in den Skisport ein maßgebliches Ziel. „Wir bemühen uns branchenweit, die jungen Leute zu fördern, denn das möglichst frühe Kennenlernen der Wintersportarten ist der Schlüssel für die spätere regelmäßige Ausübung. Der Zugang zu den Schulen ist dabei unverzichtbar, weshalb wir – die D-A-CH-Länder – es uns als gemeinsames Ziel gesetzt haben, den Sportunterricht wieder vermehrt auf die Piste zu bringen, sodass jedes Kind in seiner Schulzeit zumindest einmal eine Wintersportwoche besuchen kann. Dies ist ein zentrales Ziel der Generalversammlungen der drei Seilbahnverbände.“ 

Zum Thema Nachwuchsförderung haben alle Verbände  seit Jahren zahlreiche Initiativen unterschiedlichster Organisationen unterstützt und erfolgreich umgesetzt. „Dafür brauchen wir dringend politische Unterstützung, wie wir im Rahmen unserer heurigen Tagung mit einer gemeinsamen Resolution für Schneesportwochen aller Schulen nachdrücklich klar gemacht haben“, so Hörl.

Darüber hinaus dürfe man jedoch die Basis nicht vergessen: Wohnortnahe Angebote für Kinder und Familien betonte Peter Schöttl: „Dabei geht es um kleinstrukturierte Gebiete, die für Anfänger geeignet und für Familien preislich attraktiv sind und dank kurzer Anfahrtswege auch für einige Stunden nach der Schule oder am Wochenende den Kontakt mit dem Skisport bieten können“.

Zukunft des Skisports sichern

Dominique de Buman unterstrich: „Es gilt, das festgestellte Potenzial zu heben, um die Zukunft des Skisports zu sichern. Deshalb haben wir uns zusammen mit unseren Kolleginnen und Kollegen der Seilbahnverbände aus Deutschland und Österreich entschieden, an der D-A-CH-Tagung eine Resolution verabschieden zu lassen, welche die Kinder und somit unsere Gäste der Zukunft in den Mittelpunkt stellen. Wir wollen den Hebel bei den Schulen ansetzen, indem alle Kinder im Verlauf ihrer Schulzeit mindestens einmal die Gelegenheit erhalten sollen, mit dem Schneesport in direkten Kontakt zu kommen. Dabei werden insbesondere die Behörden in die Pflicht genommen und aufgefordert, Schneesportwochen überhaupt zuzulassen und ins Schulprogramm aufzunehmen.“

Die Wintersportler von morgen zu fördern, ist unser zentrales Anliegen. Neben der nachhaltigen Stärkung des Skisports ist es zusätzlich ein Betrag zur Gesundheitsförderung. Neben dem sportlichen Aspekt werden auch soziale und pädagogische Werte vermittelt.

Initiativen wie die Servicestelle Wintersportwochen in Österreich, die Schneesportinitiative Schweiz und die NTC-Blue Days – Schule im Schnee in Deutschland helfen, Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit anzubieten, Wintersport kennenzulernen. (PWK762/PM)

von links: Franz Hörl (FV der Seilbahnen Österreichs), Peter Schöttl (Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte) und Dominique de Buman (Seilbahnen Schweiz) (Foto: WKO/Michael Wedermann)
von links: Franz Hörl (FV der Seilbahnen Österreichs), Peter Schöttl (Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte) und Dominique de Buman (Seilbahnen Schweiz) (Foto: WKO/Michael Wedermann)

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