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Fahrschultagung 2016 mit Schwerpunkt auf der neuen Mopedführerschein-Computerprüfung

Fahrschule der Zukunft hat Verkehrssicherheit, Umweltschutz und Digitalisierung im Fokus

Beim Mopedführerschein soll eine moderne Computerprüfung die Papierfragebögen ersetzen. Die Schüler sollen zur Unfallprävention insbesondere in Gefahrenwahrnehmung erstmalig geschult werden, so Herbert Wiedermann, Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen und des Allg. Verkehrs in der WKÖ, bei der Fahrschultagung 2016 in Schladming. Die Fahrschultagung ist die hochkarätigste Dialogplattform zur Führerscheinausbildung und zum Fahrschulwesen.

Um über eine bessere „frisch vermittelte“ praktische Fahrreife zu verfügen, sollen die Junglenker künftig ihre Mopedfahrstunden im öffentlichen Straßenverkehr zeitnahe vor dem 15. Geburtstag absolvieren müssen. Darauf werden die Fahrschulen künftig ihre Organisationsabläufe abstimmen, und Fahrlehrer benötigen künftig ausnahmslos eine Ausbildung in Risikokompetenz. Den jungen Menschen sei jedenfalls zu empfehlen, mehr als die derzeit vorgeschriebenen zwei Ausbildungsstunden zu „Fahren im öffentlichen Verkehr“ zu absolvieren, so Wiedermann: „Am geschlossenen Übungsplatz sinkt die Motivation der Schüler bei derzeit sechs Einheiten bald. Die Ausbildungszeit könnte besser für mehr Verkehrssicherheit genutzt werden.“

1.800 Theoriefragen für Großklassen werden erneuert

Nach der erfolgreichen Erneuerung von 1.800 Theorie-Prüfungsfragen bei der Computerprüfung für den Pkw (Klasse B), das Motorrad (Klasse A) und das Grundwissen (GW) im heurigen Frühjahr sind jetzt die Großklassen dran: Für die Führerscheinklassen C (Lkw), D (Bus) und F (Traktor) werden nun weitere 1.800 Theoriefragen samt Bildern von den Fahrschulexperten in Abstimmung mit dem Verkehrsministerium erneuert. Die Umsetzung soll 2018 folgen. 

Zum Probeführerschein wird die aktuelle Initiative des Verkehrsministeriums unterstützt, diesen grundsätzlich auf drei Jahre zu erweitern und künftig auch bei Verstößen gegen das Handyverbot um ein weiteres Jahr zu verlängern. 

Schwerpunkt Umweltschutz in den Fahrschulen

150 neue Spritspartrainer wurden heuer bereits nach den Anforderungen des Energieeffizienzgesetzes von sog. Mastertrainern der Fahrschulen geschult. 100 Fahrlehrer erhalten zu Elektroautos in den kommenden Monaten ein gesondertes Training. „Umweltschutz steht damit neben der Verkehrssicherheit ganz oben auf der Agenda der Fahrschulen“, so Wiedermann. Für die rund 240 teilnehmenden UnternehmerInnen gab es bei der Tagung Austauschmöglichkeit mit Experten aus dem Verkehrsministerium, aber auch Informationen und Tipps vom Vorsitzenden des Verkehrsausschusses im Parlament, Anton Heinzl, und von ÖAMTC-Generalsekretär Oliver Schmerold. Wissenswerte Inputs kamen auch vom Verkehrspsychologen Gregor Bartl und dem Körpersprache-Experten Stefan Verra.

Moderne Fahrschulautos, neue Lehrmittel, Ausstattungen für Fahrschulen und Ausrüstungen für die Führerscheinausbildung wurden von Fahrzeugherstellern, Verlagen und Branchenpartnern in einer gemeinsamen Ausstellung vorgestellt, die erstmals Messecharakter aufwies. Vorträge zur betrieblichen Tätigkeit ergänzten das Programm. (PWK756/PM)

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