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Tagung der Anschlussbahnen: Förderung setzt für Branche neue Signale

Mittel für Bestandinvestitionen und Ausbau von Anschlussbahnen eingesetzt – Aufkommen über Anschlussbahnen steigt

Die Neugestaltung der Anschlussbahnförderung mit Jahresanfang setzte wichtige Signale zur Verkehrsverlagerung. Was dies für die Branche der Anschlussbahnen bedeutet und aktuelle Entwicklungen rund um über Bahninfrastruktur, Bahnbetrieb und Eisenbahnrecht diskutierten diesen Donnerstag rund 240 Teilnehmer im Kulturzentrum Gratkorn/Stmk bei der vom Verband für Anschlussbahnunternehmen (VABU) organisierten Jahrestagung.

Durchwegs positiv fällt die Bilanz in Bezug auf die Förderung neu aus: Es wurden insgesamt 22 Förderzusagen mit einer Gesamtfördersumme in Höhe von rund 3,3 Mio. Euro erteilt. Rund zwei Drittel der Anträge entfielen auf Förderungen von Bestandsinvestitionen in den Anschlussbahnbetrieben. Der Rest der Gelder fördert den Ausbau von Anschlussbahnen sowie von Umschlagsanlagen des Intermodalen Verkehrs (Neubau und Erweiterung).

Stabilisierung und Steigerung der Frachtvolumina auf der Schiene

„Mit der Neugestaltung der Anschlussbahn-Förderung wurde eine langjährige Forderung umgesetzt und damit ein wichtiges Zeichen für das heimische System Bahn gesetzt. Mit dem neu ausgerichteten Förderprogramm wird ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung und Steigerung der Frachtvolumina auf der Schiene gesetzt. Damit nähern wir uns auch der politischen Zielvorgabe von 40 Prozent Modal Split“, betonte VABU-Präsident Markus Schinko im Rahmen der Fachtagung.

Mit 70,56 Mio. von 113 Mio. Nettotonnen werden rund zwei Drittel des Gütervolumens  auf der Schiene über Anschlussbahnen abgewickelt. Das Aufkommen auf Anschlussbahnen 2014 hat gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Insgesamt wurden 1,26 Millionen Wagen beigestellt.

Bei der Umsetzung europäischer Vorgaben zum Eisenbahnpaket sei Augenmaß nötig, betonte Schinko. Es dürfe nicht zu einem Golden Plating,  also über das Ziel der EU hinausschießenden Regelungen, kommen.

„Um die für unsere Branche notwendige Flexibilität zu schaffen, sind Ausnahmen und Erleichterungen auch im nationalen Recht sinnvoll. Wird die Anschlussbahn nur für eigenen Güterverkehr betrieben, muss die Nutzung dem Eigentümer überlassen bleiben.

Interessensvertretung und Netzwerk für Anschlussbahnen

Die Anschlussbahnen sind das Rückgrat des Güterverkehrs: Zwei Drittel des Güterfrachtvolumens werden auf Schienen und somit über die Anschlussbahnen befördert. Hauptziele des Verbandes für Anschlussbahnunternehmen (VABU) sind neben der Interessensvertretung die Förderung des Güterverkehrs auf der Schiene durch Ressourcenöffnung, Sichern der Kostenwahrheit bei den Verkehrsträgern und Einforderung des fairen Wettbewerbs; zudem Arbeitnehmerschutz und Unfallverhütung sowie Gewährleistung der Wirtschaftlichkeit der Betriebe.

Die jährlich stattfindende Anschlussbahn-Fachtagung ist eine Kommunikationsplattform und ein Netzwerk von Experten, Dienstleistern und Herstellern. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Informationsaustausch betreffend gesetzlicher Veränderungen, Förderungsmöglichkeiten und technischer Neuerungen. (PWK752/PM)

VABU-Präsident Markus Schinko bei der Fachtagung (Foto: Gerhard Donner)
VABU-Präsident Markus Schinko bei der Fachtagung (Foto: Gerhard Donner)

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