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Martha Schultz ad Equal Pay Day: Frauen brauchen bessere Rahmenbedingungen

FiW fordert Ausbau der Kinderbetreuung und flexible Arbeitszeiten, um Chancen für Frauen zu verbessern

„Österreichs Frauen sind zwar top ausgebildet, müssen bei Beruf und Karriere aber oft deshalb nach wie vor zurückstecken, weil die Verantwortung für Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer noch meist Frauensache ist und die Rahmenbedingungen einfach mangelhaft sind“, fordert WKÖ-Vizepräsidentin und Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FiW), Martha Schultz, anlässlich des heutigen bundesweiten Equal Pay Day, endlich konkrete Maßnahmen, um Unternehmerinnen mit Kindern -  ebenso wie alle anderen berufstätigen Mütter - besser zu unterstützen. Oberste Priorität hat für Schultz eine, dem modernen Arbeitsalltag von Frauen angepasste Kinderbetreuung – vom Kleinkindalter bis zu den Schulkindern. Ebenso wie flexible Arbeitszeiten, die vor allem auch bei der Integration von Müttern im Berufsleben eine weitere wichtige Rolle spielen.

Durch flexiblere Arbeitszeiten – mehr und bessere Möglichkeiten für Frauen

„Wir könnten durch flexiblere Regelungen Frauen unterstützen, ihrer Berufstätigkeit nachzugehen. Beispielsweise wäre eine Öffnung von Durchrechnungszeiträumen auf Basis einer individuellen Einzelvereinbarung zwischen Arbeitnehmerin und Arbeitgeber ein guter Ansatz für mehr Flexibilität“, fordert Schultz mehr betriebliche Gestaltungsmöglichkeit bei der Arbeitszeit. Das Gesetz solle, so Schultz, direkt die betriebliche Ebene zu flexibler Gestaltung der Arbeitszeit ermächtigen. Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt der Flexibilisierung wäre auch, dass Mütter die Betreuung schulpflichtiger Kindern zumindest teilweise kompensieren könnten, indem durch Zeitausgleich individuell gestaltet werden kann und etwa in den Sommermonaten nur in reduziertem Stundenausmaß gearbeitet wird. 

Auch die Bestimmungen zum Arbeiten im Homeoffice sollten gelockert werden, so Schultz. „Die aktuelle Regelung ist viel zu starr und bietet gerade an den Wochenenden wenig Möglichkeiten einer freien Zeiteinteilung“, unterstreicht Schultz. Derzeit gilt ein grundsätzliches Beschäftigungsverbot an Samstagen (ab 13 Uhr) und an Sonntagen (0-24 Uhr), wobei eine durchgehende Ruhezeit von 36 Stunden eingehalten werden muss. 

Kinderbetreuung ist Um und Auf für alle berufstätigen Frauen

Das Um und Auf, damit sich Frauen auf ihre Karriere konzentrieren können, wie das für Männer meist selbstverständlich ist, ist gute Kinderbetreuung. Vor allem bei der Betreuung der unter Dreijährigen hinkt Österreich mit einer Betreuungsquote von 27,4 Prozent nach wie vor dem vereinbarten Barcelona-Ziel der EU hinterher. Demnach hätte diese bereits 2010 bei 33 Prozent liegen sollen. „Was wir brauchen, ist flächendeckend leistbare, flexible und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung“, unterstreicht Schultz die jahrelange Forderung von FiW.

Nach wie vor stellen auch die wenig flexiblen Öffnungs- und Schließzeiten von  Kinderbetreuungseinrichtungen für die Kleinsten eine immense Hürde für jede berufstätige Frau dar, konkretisiert Schultz und appelliert: „Wir fordern, die Schließzeiten auf maximal drei Wochen pro Jahr zu reduzieren und gleichzeitig die Öffnungszeiten auf mindestens 50 Stunden pro Woche auszuweiten.“ 

Frau in der Wirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt rund 120.000 Unternehmerinnen. Da mehr als jedes dritte Unternehmen in Österreich (35 %) von einer Frau geleitet wird und auch ca. 43 % der Unternehmensneugründungen durch Frauen erfolgt, leisten weibliche Unternehmerinnen einen maßgeblichen Beitrag zu Wohlstand und Beschäftigung in Österreich!“ (PWK748/ES)

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