th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Woher kommen die starken Schwankungen an den Börsen?

Wertpapier-Experte Manfred Drennig analysiert für den Fachverband Finanzdienstleister

„Die letzten Wochen zeigten starke Schwankungen der Aktienkurse. Immer wieder gab es Tage mit kräftgen Sprüngen nach oben, der Trend zeigte jedoch nach unten“, analysiert Portfolioverwalter und Wertpapier-Experte Manfred Drennig für den Fachverband Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). 

Ein Grund dafür ist die Angst vor einem Konjunktureinbruch und vor Zahlungsproblemen der Entwicklungsländer wegen der stark gesunkenen Preise für Rohstoffe und für Öl - also Produkte, die vorzugsweise in den Ländern der Dritten Welt erzeugt werden. Und zweitens wird befürchtet, das geringere Wachstum in China werde die Weltwirtschaft insgesamt belasten. 

Drenning: Lage ist ernst, aber keine Katasptrohe

„Nun bringen die sinkenden Preise für Rohstoffe den Entwicklungsländern tatsächlich ernste Probleme. Aber zugleich verbilligen sich die Einstandskosten für die Industriestaaten und sollten dort positive Konjunktureffekte auslösen, sei es in Form höherer Gewinne der Unternehmen, oder in Form niedrigerer Preise für Konsumenten. Auch den Wachstumsrückgang in China sollte man nicht dramatisieren. Nach heutigem Stand diverser Berechnungen würde selbst ein Rückgang des chinesischen Wachstums von 7% auf 4% das Wachstum der Weltwirtschaft von aktuell erwarteten 3,1% um 0,4% drücken. Das ist zwar bitter, aber keine Katastrophe“, so Drennig. 

Druck kommt von anderswo: Der massive Preisrückgang bei Rohöl trifft die ölproduzierenden Staaten, vor allem Saudi Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Diese geraten angesichts ihrer monetären Reserven noch lange nicht in Schwierigkeiten - allerdings verkaufen sie zum Ausgleich ihrer stark angestiegenen Budgets Aktien aus ihren Reserven. Da die Portfolios dieser Staaten professionell gemanagt werden, ist ein Crash weniger wahrscheinlich als ein länger anhaltender Verkaufsdruck. 

„Die österreichischen Vermögensverwalter reagieren auf diese Entwicklung, indem sie immer mehr Produkte anbieten, die geeignet sind, um auch in schlechten Börsephasen zur Erhaltung und Sicherung des Kapitals beizutragen. Das richtige Verhalten und Reagieren auch unter schwierigen Verhältnissen ist die Herausforderung, der die Vermögensverwalter nach bestem Wissen und Können gerecht werden wollen“, hebt Drennig hervor. (PWK747/JR)

Das könnte Sie auch interessieren

  • Presse Archiv

Neuer Koordinierungsausschuss Tourismus Österreich geht an den Start

Nocker-Schwarzenbacher: Plattform mit politischem Schwergewicht mehr

  • Archiv 2016

WKÖ: „Entlastungspaket“ für Wirte und Vereine hilft fast nur politischen Parteien

Privilegierung der 1.200 politischen Parteien mit ihren rund 100.000 Vorfeldorganisationen bedroht die österreichische Dorfgastronomie massiv. mehr

  • Archiv 2015

Klimagipfel: Erfolg wird an Verbindlichkeit gemessen werden

Dachverband Energie-Klima in der WKÖ warnt vor Alibi-Abkommen mehr