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Hochhauser: Fairness in der Arbeitswelt heißt auch Fairness gegenüber den Betrieben

Verschärfung der Pflichten für Betriebe schafft keinen einzigen Job für Frauen

„Wenn am morgigen Equal Pay Day wieder von Fairness im Arbeitsleben die Rede sein wird, so darf man dabei die Fairness gegenüber den Unternehmerinnen und Unternehmern nicht vergessen“, betont Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „Sie sind es nämlich, die in unserem Land Beschäftigung schaffen - übrigens in einem noch nie da gewesenen Ausmaß. Jede Belastung unserer Betriebe gefährdet das Beschäftigungspotenzial und ist daher abzulehnen. Schärfere Pflichten für Betriebe schaffen keinen einzigen Job für Frauen, im Gegenteil“, betont Hochhauser in Bezug auf die Idee, durch ein weiteres Lohntransparenzgesetz mehr Einkommensgleichheit schaffen zu wollen. 

„Das wäre nicht nur kontraproduktiv, weil wirtschafts- und beschäftigungsschädlich, sondern ginge außerdem noch am immer wieder zitierten Gleichheits-Ziel vorbei“, so Hochhauser. Auch die  Einkommensberichte, die größere Betriebe (ab 150 Mitarbeiter) ordnungsgemäß abliefern, zeigen keine Einkommensunterschiede bei gleicher Tätigkeit. „Wo man Einkommensdifferenzen abliest, lassen sich diese durch objektive Kriterien erwartungsgemäß erklären“, stellt die WKÖ-Generalsekretärin klar.  

Richtige Rahmenbedingungen schaffen

„Wenn man Frauen am Arbeitsmarkt wirklich unterstützen will, muss man einerseits die richtigen Rahmenbedingungen schaffen - für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie - und darf andererseits den Betrieben ihre Beschäftigung nicht erschweren, sondern muss sie erleichtern“, unterstreicht Hochhauser. So beschäftigen und entlohnen viele Betriebe Schwangere, dürfen sie aber nicht einsetzen. Sie werden von Gesetz und Politik im Stich gelassen. Das Regierungsprogramm sieht zwar vor, dass genau solche Betriebe unterstützt werden, der Punkt ist aber bisher ignoriert worden.    

Grundsätzlich habe sich die viel zitierte Einkommensschere in den vergangenen Jahren zusehends verringert und sei kleiner als immer wieder behauptet.  

Auch mit der Forderung nach 1.700 Euro Mindestlohn erweist man Frauen in Wirklichkeit einen Bärendienst. So verdient etwa eine selbständige Frisörin pro Stunde kaum mehr als ihre Beschäftigten. Steigen deren Löhne zu stark an, lohnt sich das Personal für sie nicht mehr, das Ergebnis: Frauen würden ihren Job verlieren. (PWK744/PM)

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