th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Schultes: Digitale Welt durch Qualifikation zur Faszination werden lassen

Bad Ischl, Panel 2: Qualifikationen in einer digitalen Wirtschaft und Arbeitswelt

„Qualifikation betrifft immer Menschen; sowohl jene, die noch vor dem Berufsleben stehen, als auch jene, die schon lange im Beruf tätig sind. Unsere Aufgabe ist es, beide zu ermutigen, in die digitale Welt einzusteigen, um die Vielfalt der Möglichkeiten, die diese Welt mit sich bringt, zur Faszination werden zu lassen“, betonte LKÖ-Präsident Herman Schultes in dem von ihm geleiteten Panel „Qualifikationen in einer digitalen Wirtschaft und Arbeitswelt“. Schultes zu den Qualifikationen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer zunehmend digitalisierten Welt brauchen: „Die Herausforderung dabei lautet, nicht nur technik-affine Menschen entsprechend zu qualifizieren. Unsere Aufgabe als Sozialpartner ist es aufzuzeigen, welche Berufsbilder und somit Qualifikationen im Querschnitt der Gesellschaft im täglichen Leben in einer digitalen Welt eine Rolle spielen werden, um nicht von der Entwicklung überrollt zu werden.“ 

Die Teilnehmer der Diskussion waren sich darüber einig, dass der Mensch in einer digitalisierten Wirtschaft nicht so schnell obsolet werden würde, digitale Kompetenzen in der Zukunft jedoch gewiss eine Schlüsselqualifikation darstellen. Diese seien auf allen Ebenen (Kindergarten, Schule, Lehrbetriebe, Fachhochschulen, berufliche Weiterbildung und lebenslanges Lernen) zu stärken. Voraussetzung zur Vermittlung dieser Kompetenzen seien unter anderem eine entsprechend hochwertige digitale Infrastruktur (Breitbandausbau) und Zugangsmöglichkeiten für die Bildungseinrichtungen und die Lernenden, so das Resümee der Diskussion.

Padur: Digitalisierung funktioniert nicht ohne Menschen

Torben Padur, Wirtschaftspädagoge und Leiter des Arbeitsbereichs „Gewerblich-technische Ausbildungsberufe“ im deutschen Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), beschäftigt sich mit der Erforschung der beruflichen Weiterbildung. Padur hob hervor: „Digitalisierung kann ohne Menschen nicht funktionieren.“ Sie wirke sich auf Berufsbilder aus und werde Aufgaben und Kompetenzfelder sowie Lehr- und Lernprozesse verändern, so Padur. Dies werde Konsequenzen auf die Ausbildung in Betrieben und Berufsschulen und auch auf die Personalentwicklung und Fortbildung in Unternehmen haben. „Die Facharbeiter von morgen kommen aus der beruflichen Bildung. Diese muss jedoch attraktiver werden, denn heute fangen mehr junge Leute ein Studium als eine Lehre an.“ Darüber hinaus müsse die Durchlässigkeit bei der Anrechnungen von Hochschulstudien verbessert und der Zugang für Quereinsteiger überlegt werden.

Wutscher: Unzeitgemäße Lehrpläne in der Lehrlingsausbildung entrümpeln

Werner Wutscher kann der Trennung von Old-Economy und New-Economy wenig abgewinnen: „Der Supertanker von heute braucht die Schnellboote von morgen“. Er verweist auf Konsumenten, die „oftmals mehr online sind als die Wirtschaft selbst. Diese ‘digital natives‘ müssen von der Wirtschaft abgeholt werden, damit sich ein entsprechendes Know-How entwickelt, welches beruflich eingesetzt werden kann. Wutscher sieht einen großen Bedarf darin, nicht zeitgemäße Lehrplan-Inhalte in der Ausbildung, z.B. in der Lehrlingsausbildung, zu entrümpeln, um so die Anforderungen künftiger Berufsbilder durch entsprechende Qualifikationen bedienen zu können.

Radu: Schulen brauchen notwendige Infrastruktur

Vanessa Radu, gelernte Speditionskauffrau und Logistikern und junge Sozialpartnerin der AK Wien, ist der Ansicht, dass die Digitalisierung schon früh etabliert werden muss, und neben der Arbeitswelt auch die Schulbildung die neuen Themen verstärkt aufgreifen muss. Dabei braucht es Anstrengungen, um breite Qualifikationen in der Gesellschaft zu verankern und nicht nur einzelne Leuchtturmprojekte umzusetzen. „Dafür muss in den Schulen auch die entsprechende Infrastruktur vorhanden sein; Stichwort Notebook-Klassen“, so Radu. 

Holger Krökel, Experte für die Digitalisierung der Arbeitswelt und Betriebsratsmitglied bei Bosch Rexroth in Homburg, informiert über eine der ersten Pilotlinien der Industrie 4.0, eine halbautomatische Multiproduktlinie die eine enge Vernetzung von Mensch, Produkt und Fertigungseinrichtungen bedeutet. Krökel: „Auch in dieser ganzheitlichen Vernetzung bleibt der Mensch weiterhin unverzichtbar. Doch es fehlen oft konkrete Taten dazu.“ So müssen in dieser neuen Arbeitswelt Regelungen festgelegt werden, die die gesammelten Daten der Mitarbeiter oder die Entwicklung des Entgelts in der fortschreitenden Digitalisierung betreffen. (PWK739)

Panel 2 in Bad Ischl: Qualifikationen in einer digitalen Wirtschaft
Panel 2 in Bad Ischl: Qualifikationen in einer digitalen Wirtschaft

Das könnte Sie auch interessieren

  • Archiv 2016

FV der Bergbau-Stahl begrüßt Bürgerinitiative: Jobs und Wertschöpfung der Stahlindustrie in Europa sichern!

Faire Wettbewerbsbedingungen für Stahlindustrie sicherstellen – Marktwirtschaftsstatus an China bedroht ganze Branche mehr

  • Archiv 2016

WKÖ-Hotellerie und HOTREC warnen vor EU-Scheinlösungen bei Airbnb & Co.

Hotellerie fordert faire Wettbewerbsbedingungen mit gleichen Spielregeln mehr

  • Archiv 2015

Kollektivvertragsverhandlungen: Gehälter der Handelsangestellten steigen um durchschnittlich 1,5%

Neuer Kollektivvertrag tritt mit 1. Jänner 2016 in Kraft, Laufzeit beträgt 1 Jahr – Anrechnung von Karenzzeiten auf der Agenda der Entgeltreform mehr