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OECD-Bericht zu Arbeit und psychischer Gesundheit rückt Mythen zurecht und legt Systemdefizite offen

Gleißner: Empfehlungen der OECD zu Wiedereingliederung zeigen akuten Handlungsbedarf auf

„Der aktuelle OECD-Bericht zu Arbeit und psychischer Gesundheit rückt sachlich und faktenbasiert Mythen zurecht und zeigt eine Fülle an Systemdefiziten und Lösungen auf“, kommentiert Rolf Gleißner, stv. Leiter der Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit in der Wirtschaftskammer Österreich, die heutige Veröffentlichung.

Psychische Erkrankungen nicht mehr tabuisiert

In dem aktuellen Bericht hält die OECD fest: Der Anstieg der Anträge auf Invaliditätspension aufgrund psychischer Erkrankungen ist nicht auf einen tatsächlichen Anstieg der Fälle zurückzuführen, sondern auf die verstärkte Diagnose dieser Krankheitsbilder. Das liegt daran, dass psychische Erkrankungen heute nicht mehr tabuisiert, sondern akzeptiert werden. Dem entspricht, dass etwa der Arbeitsklimaindex der AK Oberösterreich im Langzeitvergleich eine sinkende physische und psychische Belastung in Österreich ausweist. Auch zeigen alle Umfragen eine im internationalen Vergleich hohe Arbeitszufriedenheit der Österreicher.

„Diese Erkenntnisse widerlegen alle Stimmen, die die heimische Arbeitswelt pauschal schlechtreden und für alle Probleme verantwortlich machen wollen“, so Gleißner. „Von Statistiken über Sozialleistungen kann nicht auf den tatsächlichen Gesundheitszustand geschlossen werden. Natürlich haben wir ein Problem und Handlungsbedarf, wenn Krankenstände und Invaliditätspensionen aus psychischen Gründen massiv zunehmen. Ursachen dafür sind aber vor allem Systemdefizite, die die OECD auch klar aufzeigt.“

OECD empfiehlt genaue Prüfung der Wirkung von Reha-Maßnahmen

So befürwortet die OECD zwar das Prinzip Rehabilitation und Integration vor Pension, vermisst aber die Wirkung in Österreich. Es ist bisher kaum gelungen, betroffene Personen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die OECD empfiehlt daher eine rigorose Umsetzung des Prinzips und vorweg eine genaue Prüfung der Wirkung von Rehabilitationsmaßnahmen. Weiters legt die OECD Österreich nahe, Frühpensionen aus psychischen Gründen zu verhindern, ein Modell für Teilarbeitsfähigkeit und Wiedereingliederung zu entwickeln und für eine verbesserte und frühzeitige Kooperation zwischen Behörden zu sorgen.

„Arbeit kann physisch und psychisch belasten, aber auch Sinn, Struktur und Wohlstand geben. Schließlich sind für die Gesundheit eines Individuums auch seine spezielle Lebenssituation und seine Verhaltensweisen außerhalb der Arbeitszeit wesentlich. Wir verbringen ja maximal 10% unserer Lebensarbeitszeit am Arbeitsplatz“, so Gleißner. (PWK731/PM)

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