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Hochhauser: Moderne Wirtschaftswelt erfordert moderne Arbeitszeitmodelle

Wunsch nach individuellen Arbeitszeitlösungen ist bei Unternehmen und ihren Beschäftigten groß – flexible Arbeit ist sichere Arbeit

„Die moderne Wirtschaftswelt, die geprägt ist durch internationalen Wettbewerb, Digitalisierung, Nachfrageschwankungen und anspruchsvollere Kunden, erfordert auch moderne Arbeitszeitmodelle. Mehr Flexibilität im Job ist zudem nicht nur im Interesse der Betriebe, sondern auch deren Beschäftigten – weil flexible Arbeit sichere Arbeit ist und auch, weil zum Beispiel Eltern durch mehr Flexibilität am Arbeitsplatz Familie und Beruf besser unter einen Hut bringen können“, betont Wirtschaftskammer-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser. 

Nach einer aktuellen Umfrage von market sind 87 Prozent der Arbeitnehmer in Österreich überzeugt, dass der globale Wettbewerb, die Erwartungen der Kunden und Schwankungen bei Aufträgen heute von Unternehmen und Mitarbeitern gleichermaßen mehr Flexibilität verlangen als dies früher der Fall war. Es wäre daher im Interesse aller Beteiligten, so Hochhauser, wenn Vorschläge zur Modernisierung der Arbeitszeit von Seiten der Arbeitnehmervertreter nicht von vornherein immer reflexartig abgelehnt, sondern sachlich diskutiert werden.

Flexibilität bedeutet Fortschritt

Hochhauser: „Der Wirtschaft geht es nicht um eine Arbeitszeitverlängerung, sondern um eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung über die Woche. Länder wie Finnland, Dänemark und Schweden, wo über 80 Prozent der Unternehmen flexible Arbeitszeiten praktizieren, zeigen vor: Je flexibler die Arbeitszeiten, desto fortschrittlicher und auch sozialer eine Volkswirtschaft.“ 

Der Wunsch nach flexiblen Lösungen statt starren Arbeitszeiten ist nicht nur bei den Unternehmen, sondern auch den Mitarbeitern groß. So sehen gemäß market-Umfrage 83 Prozent Überstunden als sinnvoll an und würden sogar 90 Prozent phasenweise auch bis zu zwölf Stunden arbeiten, wenn dadurch ein zusätzlicher freier Tag und mehr Freizeit gewonnen wird.

Hochhauser abschließend: „Die Zeiten ändern sich. Flexibilisierung und Individualisierung sind gesellschaftliche Trends, die sich auch auf dem Arbeitsmarkt abzeichnen und die entsprechend in den Arbeitszeiten Berücksichtigung finden sollten. Aufgabe der Sozialpartner ist es, als Manager des Wandels Zuversicht zu vermitteln, Chancen aufzuzeigen und Ängste zu nehmen, anstatt sie zu schüren.“ (PWK729/SR)

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